KZ-Außenlager Kaufering II – Igling

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Schematische Karte KZ-Außenlager Kaufering II – Igling, 1945. (s. a. Luftbilder)

Das KZ-Außenlager Kaufering II – Igling alias KZ-Außenlager Kaufering II – Stoffersberg war das zweite der elf Lager des Außenlagerkomplexes Kaufering, des größten Komplexes der 169 Außenlager des Konzentrationslagers Dachau.[1] Es befand sich etwas westlich der Bunker-Baustelle „Diana II“,[1] im Südosten des Gebietes der Gemeinde Igling nördlich der Buchloer Straße, südöstlich des Weilers Stoffersberg.

KZ-Außenlager Kaufering II – Igling (Bayern)
KZ-Außenlager
Kaufering II – Igling
(Bayern)
KZ-Außenlager
Kaufering II – Igling
Lokalisierung von Bayern in Deutschland
Lage KZ-Außenlager Kaufering II – Igling in Bayern.

Unter der örtlichen Leitung der Organisation Todt mussten die KZ-Häftlinge bei völlig unzureichender Ernährung härteste Zwangsarbeit vor allem am Großbunker Diana II verrichten,[2] für die Baufirma Philipp Holzmann.[3] Die Vernichtung durch Arbeit hatte Vorrang.[4]

Entstehungshintergrund

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Nach der Luftoffensive der Alliierten im Februar 1944 war die deutsche Rüstungsindustrie schwer getroffen. Die Flugzeug-Produktion sollte mittels U-Verlagerung unter die Erde verlagert werden, mit der Leitung beauftragt war der Jägerstab mit weitreichenden Vollmachten. Dieser beauftragte die Organisation Todt (OT) mit Organisation und Herstellung der Großbunker,[5] ursprünglich geplant war eine Länge von 400 Metern bei einem Innendurchmesser von 85 Metern und 25 Metern Innenhöhe, mit mindestens fünf Metern Wandstärke.[6] Mit dem massiven Einsatz von mehr als 30.000 größtenteils an Baufirmen vermieteten KZ-Häftlingen im KZ-Außenlagerkomplex Kaufering sollten drei Großbunker für die Fertigung u. a. des Strahlflugzeugs Messerschmitt Me 262 erstellt werden.[4]

Großbunker-Baustelle Diana II

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Gefangene des KZ-Außenlagers Kaufering II mussten für die Firma Philipp Holzmann bei minimaler Ernährung unter härtester körperlicher Arbeit vor allem Erd- und Betonarbeiten am Bunker Diana II verrichten. Wenn die Gefangenen auch für die Arbeit benötigt wurden, hatte ihre Vernichtung durch Arbeit Vorrang.[4]

Der Großbunker Diana II wurde nur begonnen, die Arbeiten im März 1945 endgültig eingestellt.[7] Fertiggestellt wurden nur die Widerlager sowie die Lorenkanäle zum Abtransport der Kiesausgrabungen. Sie wurden nicht unter Denkmalschutz gestellt und 1987 vom Kiesgrubenbetreiber mit Bauschutt und Kies verfüllt.[8] Die untertägigen Relikte im Bodenbereich werden als Bodendenkmal geführt (D-1-7931-0144), die beiden horizontalen Stollenschächte aus Stahlbeton als Baudenkmal (D-1-81-127-22).[3]

Errichtung und Betrieb des KZ-Außenlagers

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Finnenhütten als Sommerlager (hier im Waldlager V des KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf, 1945)[9]

Ab 24. August 1944 wurden die ersten 1200 männlichen Häftlinge[1] sowie 770 weibliche in das KZ-Außenlager Kaufering II – Igling überstellt, zunächst als leichtes Sommer-, später weiter südlich als nur etwas besser befestigtes Winterlager.[2] Die Inhaftierten mussten Zwangsarbeit für den Bunkerbau an Diana II, einer Landebahn und für den Transport von Maschinenteilen für den Großbunker Weingut II verrichten.[3]

Shlomo Shafir, einziger überlebender Redakteur der Untergrundzeitung Nitzotz (‚Der Funke‘) aus dem KZ Kauen, gab in diesem Außenlager zwei weitere Ausgaben heraus,[10] unter Inspiration von Abraham Melamed.[11] Auch Adi Ribon war hier interniert.[12]

Zunächst als reines Sommerlager konzipiert, mussten die KZ-Häftlinge das Lager wie sonst nur im KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf als runde „Finnenhütten“ aus Sperrholz errichten, zur Tarnung grün gestrichen, von den Inhaftierten als „Pappe“ eingeordnet.[13] Etwa 20 Gefangene passten in eine solche Finnenhütte, geschlafen wurde auf dem Boden in kreisförmiger Anordnung.[13] Die mit Erde belegten Hütten waren bald durchweicht, es folgte die Errichtung des Winterlagers südlich des Sommerlagers.[13]

alternative Beschreibung
Erdhütten als Winterlager (hier Kaufering IV, 1945, National Archives and Records Administration, College Park)

Das Winterlager mit einer Kapazität für 3300 KZ-Häftlinge[1] wurde im Spätherbst in Betrieb genommen.[2] Es bestand aus 66 Erdhütten und war mit 2000 Männern[3] sowie zusätzlich räumlich separiert einer unbekannten Anzahl von Frauen belegt.[14] Bis Januar 1945 soll die Lagerbelegung auf 450 Gefangene zurückgegangen sein.[3] Diese Erdhütten waren so niedrig, dass man darin nicht sitzen konnte, am Fußende waren sie wegen des Daches nur zehn Zentimeter hoch.[14]

Ausschnitte Zeitzeugen-Interview Sigmund Mermalstein über das KZ-Außenlager Kaufering II.
(10 Minuten, englisch, 1983)[15]

Räumung des Lagers

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Recht sicher war das Lager im April 1945 bereits geräumt.[7] Karl Rom gab Berichte von Jakob Liebermann und dessen Vater wieder,[16] Wochen vorher sei das KZ-Außenlager Kaufering II – Igling geräumt worden und die Häftlinge in das Außenlager Kaufering XI – Landsberg-Stadtwaldhof verlegt.[7]

Juristische Aufarbeitung

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Lagerführer des KZ-Außenlager Kaufering II – Igling war ab August 1944 SS-Obersturmführer Arno Lippmann, bis Mitte Dezember SS-Oberscharführer Alois Wipplinger, dann SS-Obersturmführer Vinzenz Schöttl und ab Ende Februar 1945 Otto Moll, der zuvor bereits verantwortlich zeichnete für die Gaskammern und Krematorien des KZ Auschwitz.[17]

Alois Wipplinger wurde wegen seiner Brutalität und der unmenschlichen Lagerbedingungen zu lebenslanger Haft verurteilt,[18] die drei anderen wurden nach Gerichtsprozessen im Zuge des Dachau-Hauptprozesses Ende Mai 1946 in Landsberg hingerichtet.[19]

Erinnerung und Gedenken

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Am Standort des ehemaligen Lagers erinnert nichts an das ehemalige Außenlager Kaufering II – Igling. Er ist wie damals auf drei Seiten von Wald umgeben. Informationstafeln oder eine Gedenkstätte gibt es nicht. Das ehemalige KZ-Außenlager wurde als Bodendenkmal D-1-7930-0078 nachqualifiziert.[20] Auf Bodenradar-Karten sind die überwachsenen ehemaligen Erdhütten des Außenlagers gut erkennbar.

KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Kiesgrube, am Parkplatz in der Iglinger Buchloer Str. im Verkehrskreisel Landsberger Str. (2021).

KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Kiesgrube

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Der KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Kiesgrube befindet sich östlich von Igling an der Buchloer Str., vom Parkplatz im Verkehrskreisel Landsberger Str. noch 150 Metern Fußweg auf einem rustikalen Forstweg.[21] Hierher wurden im Mai 1945 die Nähe der alten Landstraße verscharrten KZ-Toten vor allem dieses, sowie auch des Außenlagers Kaufering XI – Landsberg-Stadtwaldhof umgebettet, 1948 bis 1950 darüber dieser Friedhof angelegt.[3]

Auf dem etwas verwilderten Friedhof im Wald sind in neun Sammelgräbern 2000 KZ-Opfer begraben.[22] Die Grabfelder sind mit Betoneinfassungen versehen, dabei soll es sich um Fundamente der Lagerbaracken und Lagergebäude handeln.[3] Der Gedenkstein aus Flossenbürger Granit trägt unter einem Davidstern die Aufschrift:[22]

Durch Tod
zum Leben!
Hier ruhen
KZ-Opfer

Dieser wie folgender KZ-Friedhof wurde als Bodendenkmal D-1-7930-0078 nachqualifiziert.[20]

KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Wald, 150 Meter nördlich des ehemaligen KZ-Außenlagers (2021).

KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Wald

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Der KZ-Friedhof Igling–Stoffersberg–Wald befindet sich 700 Meter nordöstlich des Parkplatzes des KZ-Friedhofs Igling–Stoffersberg–Kiesgrube (s. oben) bzw. 200 Meter nördlich von Stoffersberg 4 in Igling, über den unbefestigten Feldweg ohne weiteres Hinweisschild rechts im Wald.[23] Hierher wurden im Mai 1945 die Nähe der alten Landstraße verscharrten KZ-Toten des KZ-Außenlagers Kaufering XI – Landsberg-Stadtwaldhof wie auch dieses KZ-Außenlagers umgebettet, 1948 bis 1950 darüber dieser Friedhof angelegt.[3]

Auf diesem Friedhof befinden sich in sieben Grabfeldern die sterblichen Überreste von 490 KZ-Toten.[22] Die deutsche Inschrift des zentralen Gedenksteins lautet:[24]

Durch Nacht
zum Licht!
Hier ruhen
KZ-Opfer

Autobiografisch

  • Sidney Iwens: Der Himmel so düster – 1400 Tage Naziterror. Biografie. 1. deutsche Auflage. Sich, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-9812628-8-9 (450 S., Original in Englisch: ‚How dark the heavens: 1400 days in the grip of Nazi terror‘, New York 1990, 291 Seiten, ISBN 0-88400-147-4 / Sidney Iwens war in den Lagern Kaufering II – Igling, Kaufering X – Utting und Kaufering XI – Stadtwaldhof/Landsberg).

KZ-Außenlagerkomplex Kaufering – Gesamtdarstellungen

  • Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein und die Themenzentrierte Interaktion (TZI) am Beispiel des Unterrichtsprojekts zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“ – Aus der Geschichte lernen. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883 (298 S., uni-augsburg.de [PDF; 9,7 MB; abgerufen am 1. November 2020] zugleich Dissertation 2012, Universität Augsburg. Schwerpunkt KZ-Außenlager Kaufering XI – Stadtwaldhof, sowie Zusammenfassungen zu den anderen Außenlagern des Lagerkomplexes).
  • Edith Raim: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf – Rüstungsbauten und Zwangsarbeit im letzten Kriegsjahr 1944/45. Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, ISBN 3-920216-56-3, S. 151–153, 173 f., 193–195, 272 (317 S., zugleich München, Universität, Philosophische Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaft, Dissertation 1992).

Enzyklopädien

Ergänzend

  • Constanze Werner: KZ-Friedhöfe und -Gedenkstätten in Bayern – Wenn das neue Geschlecht erkennt, was das alte verschuldet… Hrsg.: Bayerische Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. 1. Auflage. Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2483-1, S. 92–96 (439 S.).
  • Ulrike Puvogel, Martin Stankowski: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Dokumentation – Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein. Hrsg.: Bundeszentrale für politische Bildung. Band 1. Edition Hentrich Berlin, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 149 f. (840 S., bpb.de [PDF; 24,8 MB; abgerufen am 3. September 2021]).
  • United States Holocaust Memorial Museum: Oral history interview with Shlomo Shafir. In: Film, Audio and Video / Testimony. ushmm.org, 1995, abgerufen am 13. September 2021 (hebräisch, Accession Number 1995.A.1272.136, RG Number RG-50.120.0136, Ausschnitt tape 2/2 = Video 4, time 4:11 – 4:49): „Dachau: He describes the camp and his forced labor work there. A hospital stay due to blood poisoning was shortened as he found that sick people were likely to be sent to Auschwitz. He explains the difference between Dachau Kaufering #1 and Dachau Kaufering #2. He was moved from #2 to #1, and continued his extensive underground Zionist activities and even theater [partly initiated by the SS] on Christmas ‘44. Describes what they knew or heard about the progress of the war and allies.“
Commons: KZ Kaufering II – Igling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

zum KZ-Außenlager Kaufering II – Igling

Fotos

  • Wolfgang Kowarschick und weitere für den Studiengang „Interaktive Mediensysteme“, Hochschule Augsburg: Erdhütte in Lager 2, 1947. (JPG) In: erinnerungsort.digital. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2021; (Erinnerungsort – KZ-Außenlagerkomplexes Kaufering mit interaktiver Karte).

Luftbild des ehemaligen KZ-Außenlagers

  • Carls Luftbild Datenbank: Kaufering II (Stoffersberg [Igling]). (JPG) In: Landsberg-Kaufering erinnern – Erinnerungsorte. Stadt Landsberg am Lech, Landkreis Landsberg am Lech, Marktgemeinde Kaufering mit Unterstützung der Stiftung Bayerische Gedenkstätten, April 2021;: „Lager II unterstand zuletzt dem SS Lagerführer Otto Moll. Ende April 1945 befahl er den KZ-Häftlingen den Marsch nach Dachau.“

Einzelnachweise

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  1. a b c d Edith Raim: Die Dachauer KZ-Außenkommandos Kaufering und Mühldorf. Neumeyer, Landsberg am Lech 1992, ISBN 3-920216-56-3, S. 151–153, 170 f., 173 f., 193–195, 272.
  2. a b c Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 136 f.
  3. a b c d e f g h J. Ramming, D. Stonus: Machbarkeitsstudie für einen Dokumentationsort zum ehemaligen KZ-Außenlagerkomplex Landsberg / Kaufering. Hrsg.: FranKonzept. Würzburg April 2016, 3.1.1.II. Lager II (Stoffersberg), S. 35, 52, 55 f. (198 S., stiftung-bayerische-gedenkstaetten.de (Memento vom 28. September 2021 im Internet Archive) [PDF; 20,3 MB; abgerufen am 11. September 2021] Stiftung Bayerische Gedenkstätten, München): „Anzahl der Hütten – Ca. 66 […] Zwangsarbeiten – Arbeiten für den Bunkerbau, Arbeiten an einer Landebahn, Transport von Maschinen und Maschinenteilen in den Bunker „Weingut II“ […] Heutiger Zustand – Komplett überformt und von einer landwirtschaftlichen Nutzfläche samt Bauernhof überdeckt bzw. überbaut. Keine Relikte mehr sichtbar. […] Hinweise und Informationen vor Ort – Keine.“
  4. a b c Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 130–132 (uni-augsburg.de [PDF; 9,7 MB; abgerufen am 1. November 2020]).
  5. Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 127–129 (uni-augsburg.de [PDF; 9,7 MB; abgerufen am 1. November 2020]).
  6. Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 136–140, hier v. a. 136 f. (uni-augsburg.de [PDF; 9,7 MB; abgerufen am 1. November 2020]).
  7. a b c Friedrich Schreiber: KZ-Komplex „Außenkommando Kaufering“ Evakuierungen: 5 oder 6 Märsche, 1 Bahntransport. Ruth Kaner, Januar 2009, abgerufen am 5. September 2021.
  8. Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 141.
  9. Joseph W. Lapine: „Finnish huts“, which housed between 30 and 40 people each, in Waldlager V. The camp held about 4000 prisoners, nearly all Jewish, and was liberated by the 14th Armoured Division, U.S. 3rd Army. (JPG) In: ushmm.org. 7. Mai 1945, abgerufen am 12. September 2021 (englisch, Waldlager V des KZ-Außenlagerkomplex Mühldorf).
  10. Edith Raim: Überlebende von Kaufering – biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-97-0, Dr. Shlomo Shafir, Nitzotz, S. 118 f., 126–134 (191 S.).
  11. Laura M. Weinrib (Hrsg.): Nitzotz – the Spark of resistance in Kovno ghetto & Dachau-Kaufering Concentration Camp. 1. Auflage. Syracuse University Press, New York 2009, ISBN 978-0-8156-3233-7, Postscript, Shlomo (Frenkel Shafir), S. 152 f. (englisch, 201 S.).
  12. Edith Raim: Überlebende von Kaufering – biografische Skizzen jüdischer ehemaliger Häftlinge. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-97-0, Adi Ribon, S. 102 f. (191 S.).
  13. a b c Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 144 f.
  14. a b Barbara Fenner: Emotionen, Geschichtsbewusstsein […] zum Außenlagerkomplex Kaufering/Landsberg „Wir machen ein KZ sichtbar“. Augsburg, Univ., Diss., 2012. Wißner, Augsburg 2014, OCLC 862808883, S. 146 f.
  15. United States Holocaust Memorial Museum. Interviewerin Ruth Linden: Oral history interview with Sigmund Mermalstein. (MP3 of 1 sound cassette; 90 min.) ushmm.org, 11. April 1983, abgerufen am 12. Oktober 2021 (englisch, hier 10 Minuten-Ausschnitt. Ab Minuten 02:09-, 05:02-, 19:06-, 20:30-, 23:08-, Rauschen reduziert. Accession Number 1999.A.0122.1373, RG Number RG-50.477.1373. Über Deportation aus der Tschechoslowakei ins KZ Dachau, Schläge, Erschießung, weiter in KZ-Lagerkomplex Kaufering, Zwangsarbeit 50-Kilo-Zementsäcke, Kranke, Massengräber, Dysenterie, ausgelöschte Familienmitglieder).
  16. Friedrich Schreiber: Quellenanalyse KZ-Kommando Kaufering – Informationsdefizite bei Evakuierung der Lager in Kaufering und Landsberg, Hurlach, Utting und Türkheim. Ruth Kaner, Januar 2009, abgerufen am 5. September 2021.
  17. Edith Raim: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Band 2. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 365.
  18. Deputy Judge Advocate’s Office, 7708 War Crimes Group: UNITED STATES v. Alois Wipplinger – Case No. 000-50-2-24. Original. Hrsg.: Jewish Virtual Library. Dachau 15. Juli 1947, S. 3–5 (englisch, 10 S., jewishvirtuallibrary.org [PDF; 1,9 MB; abgerufen am 1. Oktober 2021] /dachau-war-crimes-trials – The Dachau Trials: Dachau Cases (1945–1947)).
  19. Edith Raim: Frühe Lager, Dachau, Emslandlager. In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors – Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Band 2. C. H. Beck, München 2005, ISBN 3-406-52962-3, S. 366–373.
  20. a b Regierungsbezirk Oberbayern – Landkreis Landsberg am Lech – Gemeinde Igling. (PDF; 184 kB) In: geodaten.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, 12. August 2022, S. 4, 6, abgerufen am 16. August 2022: „Bodendenkmäler […] D-1-7930-0078 – Untertägige Teile des Außenlagers „Kaufering II“ sowie der KZ-Friedhöfe „Kaufering II und XI“ des Konzentrationslagers Dachau (1944–1945). nachqualifiziert“
  21. Alemannia Judaica: Igling – Stoffersberg – Kiesgrube (Kreis Landsberg am Lech) – Jüdischer Friedhof (KZ-Friedhof). alemannia-judaica.de, 5. August 2016, abgerufen am 22. September 2021.
  22. a b c Ulrike Puvogel, Martin Stankowski: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus – Eine Dokumentation, Bundeszentrale für politische Bildung, Verlag Edition Hentrich Berlin, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 149 f.
  23. Alemannia Judaica: Igling – Stoffersberg – Wald (Kreis Landsberg am Lech) – Jüdischer Friedhof (KZ-Friedhof). alemannia-judaica.de, 5. August 2016, abgerufen am 22. September 2021.
  24. Ilana Hammerman: Deutschland macht mich ratlos – Holocaust – Ich besuche das Land, das meine Großeltern ermordete. Eine gute Idee? In Landsberg am Lech beginnen die Zweifel. Wochenzeitung. In: der Freitag. Nr. 04. der Freitag Mediengesellschaft, 2020, ISSN 0945-2095 (freitag.de – zuerst gedruckt in der israelischen Zeitung Haaretz, aus dem Hebräischen übersetzt von Yossi Bartal): „ohnehin sind die geschriebenen Worte bloß hohle Floskeln, von der Art, an die ich als Israeli seit meiner Kindheit gewöhnt bin: von Heiligen, Reinen und Gerechten, die von verfluchten Bösewichtern ermordet worden waren, von jenen, die der Hass erniedrigt, aber das Leid erhoben und geadelt hatte, und weitere solche Phrasen ohne menschlichen oder politischen Bezug zu dem Geschehen in jenen Jahren in Europa. Eine Inschrift ist in deutscher Sprache verfasst: „Durch die Nacht zum Licht! Hier ruhen KZ-Opfer“. „Was zum Teufel ist das“, frage ich […] „Weißt du, es war die Generation meiner Eltern, die all diese Verbrechen begangen hat.“ Dann schweigen wir wieder.“

Koordinaten: 48° 2′ 59,8″ N, 10° 49′ 22,5″ O