Transavia Airlines

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Transavia Airlines B.V.
Logo der Transavia
Boeing 737-800 der Transavia
IATA-Code: HV
ICAO-Code: TRA[1]
Rufzeichen: TRANSAVIA[1]
Gründung: 1965
Sitz: Haarlemmermeer, Niederlande Niederlande
Heimatflughafen: Amsterdam
Unternehmensform: B.V.
IATA-Prefixcode: 979
Leitung: Tjero Zomer (CEO)
Mitarbeiterzahl: 2.666[2] (2016; inkl. Transavia France)
Umsatz: 1,2 Milliarden[2] (2016; inkl. Transavia France)
Fluggastaufkommen: 13,3 Millionen[2] (2016; inkl. Transavia France)
Vielfliegerprogramm: Flying Blue
Flottenstärke: 49 (+ 1 Bestellungen) (ohne Transavia France)
Ziele: national und international
Website: www.transavia.com

Transavia Airlines (ursprünglich Transavia Holland) ist eine niederländische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Haarlemmermeer und Basis auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Sie ist eine Tochtergesellschaft der Air France-KLM.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Douglas DC-6A der Transavia Holland im Jahr 1968

Transavia wurde 1965 von einem belgischen Fahrradfabrikanten und einem schottischen Geschäftsmann gegründet. Da die Fluggesellschaft ihren Sitz in der niederländischen Provinz Limburg hatte, nannten sie sie Transavia Limburg N.V. Die Gesellschaft wurde am 15. Juli 1966 in Transavia Holland umbenannt und begann am 17. November 1966 mit dem Flugbetrieb.

Im Jahr 1991 verkaufte P&O Nedlloyd ihren Anteil von 80 % an Transavia Holland an die KLM Royal Dutch Airlines. Im Juni 2003 übernahm KLM die restlichen 20 % und Transavia wurde 2004 im Zuge des Zusammenschlusses von KLM und Air France eine Tochtergesellschaft der Air France-KLM.

Anfang der 2000er-Jahre agierte das Unternehmen unter der Bezeichnung BasiqAir zusätzlich als Billigfluggesellschaft. Die Flüge in diesem Geschäftsfeld werden jedoch seit dem 1. Januar 2005 wieder unter der Marke transavia.com durchgeführt. Am 12. Mai 2007 nahm die Tochtergesellschaft Transavia France ihren Betrieb mit Flügen vom Flughafen Paris-Orly auf.

Die Insolvenz der Fluggesellschaft Sterling Airlines veranlasste Transavia Ende 2008 zur Gründung der Tochtergesellschaft Transavia Denmark mit Sitz und Basis in Kopenhagen. Diese wurde jedoch im April 2011 aufgrund nicht erfüllter Geschäftsziele wieder aufgelöst.[3]

Im März 2016 wurde am Flughafen München eine neue Basis mit vier Boeing 737-800 eröffnet. Zu Beginn wurden 18 europäische Ziele mit 101 Flügen pro Woche angeboten, am Flughafen wurden 120 Arbeitsstellen geschaffen. Als Kompromiss mit den Arbeitnehmern von Air France wurde Frankreich von München aus nicht angeflogen.[4][5] Bereits mit dem Ende des Sommerflugplans 2017 wurde die Basis am Flughafen München wieder geschlossen, lediglich zwei Verbindungen aus den Niederlanden blieben erhalten.[6][7]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Transavia Airlines führt ihren niederländischen Basen Amsterdam, Eindhoven und Rotterdam sowie von Brüssel aus Linienflüge zu Flugzielen in Europa und einzelnen Zielen in Afrika und Asien durch.[8]

Im deutschsprachigen Raum werden Innsbruck und Salzburg angeflogen.[8]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boeing 737-700 der Transavia im alten Farbschema

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Mai 2024 besteht die Flotte der Transavia aus 49 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 12,8 Jahren:[9]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[10] Durchschnittsalter
Airbus A321neo 05 1 Aus Bestellung der Air France-KLM über 100 Flugzeuge der A320neo-Familie 232[11] 0,2 Jahre
Boeing 737-700 04 mit Winglets ausgestattet 149 21,2 Jahre
Boeing 737-800 40 mit Winglets ausgestattet; eine mit Peter Pan Sonderbemalung 189 13,5 Jahre
Gesamt 49 1 12,8 Jahre

Zuvor eingesetzte Flugzeugtypen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Airbus A310-300 der Transavia im Jahr 1998

In der Vergangenheit wurden unter anderem folgende Flugzeugtypen eingesetzt:

Sonderbemalungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es sind folgende Sonderbemalungen bekannt:[9]

Flugzeugtyp Luftfahrzeugskennzeichen Bemalung Zeitraum Bild
Boeing 737-800 PH-HSI Peter Pan Vakantieclub

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Gründung 1965 bis Februar 2024 kam es bei Transavia zu einem einzigen Totalschaden von Flugzeugen,[12] der beim Rollen entstand. Dabei gab es keine Personenschäden.[13]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Transavia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Designators for Aircraft Operating Agencies, Aeronautical Authorities and Services. ICAO Doc 8585. 197. Auflage. International Civil Aviation Organization, 2021, ISBN 978-92-9265-522-8, ISSN 1014-0123.
  2. a b c airfranceklm.com – Publications (englisch), abgerufen am 21. Juni 2017
  3. transavia.com – transavia.com intends to close operation in Denmark (englisch), abgerufen am 20. September 2010
  4. aerotelegraph.com – Transavia greift in Deutschland an abgerufen am 22. September 2015
  5. aerotelegraph.com – Transavia startet Deutschland-Offensive abgerufen am 1. Dezember 2015
  6. Transavia schließt Basis am Flughafen München. airliners.de, 13. Februar 2017, abgerufen am 13. Februar 2017.
  7. Laura Frommberg: Transavia gibt in München wieder auf. In: aerotelegraph.com. 13. März 2017, abgerufen am 4. Januar 2020.
  8. a b Transavia Flights and Destinations - FlightConnections. In: flightconnections.com. 25. Mai 2024, abgerufen am 25. Mai 2024 (englisch).
  9. a b Transavia Fleet Details and History. In: planespotters.net. 25. Mai 2024, abgerufen am 25. Mai 2024 (englisch).
  10. corporate.transavia.com – Flotte abgerufen am 21. Juni 2017
  11. Transavia Airlines takes delivery of its first Airbus A321neo. In: airbus.com. 19. Dezember 2023, abgerufen am 20. Dezember 2023 (englisch).
  12. Daten über die Fluggesellschaft Transavia Holland im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Juni 2020.
  13. Unfallbericht Caravelle VI-R PH-TRH, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Juni 2020.