Águeda

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Dieser Artikel behandelt die portugiesische Kreisstadt Águeda. Für die gleichnamige Stadtgemeinde der Kreisstadt siehe Águeda (Freguesia), für den gleichnamigen spanischen Fluss siehe Águeda (Duero).
Águeda
Wappen Karte
Wappen von Águeda
Águeda (Portugal)
Águeda
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Baixo Vouga
Distrikt: Aveiro
Concelho: Águeda
Koordinaten: 40° 35′ N, 8° 27′ W40.575555555556-8.4466666666667Koordinaten: 40° 35′ N, 8° 27′ W
Einwohner: 11.357 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 27,33 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 416 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 3750-107
Politik
Bürgermeister: Paulo Alexandre Guerra de Azevedo Seara
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Águeda
Largo Dr. António Homem de Mello, 74
3750-107 Águeda
Webseite: www.jf-agueda.pt
Kreis Águeda
Flagge Karte
Flagge von Águeda Position des Kreises Águeda
Einwohner: 47.817 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 335,27 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 11
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Águeda
Praça do Município
3754-500 Águeda
Präsident der Câmara Municipal: Gil Nadais Resende da Fonseca (PS)
Webpräsenz: www.cm-agueda.pt



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Águeda ist eine Stadt (Cidade) in Portugal mit 11.357 Einwohnern (Stand 30. Juni 2011).

Geschichte[Bearbeiten]

Der heutige Kreis Águeda weist eine Vielzahl Funde aus römischer Zeit auf, insbesondere an der archäologischen Ausgrabungsstätte Estação Arqueológica de Cabeço do Vouga. Vermutlich querte die Römerstraße von Aeminium (heute Coimbra) nach Cale (heute Gaia) den Ort. Der Ortsname leitet sich vom hier verlaufenden Fluss ab, der bereits im 9. Jahrhundert als Ágata bekannt war. Ein Dokument aus dem Jahr 1050 spricht von einer Reihe Vilas (Kleinstädte) im Gebiet des heutigen Kreises Águeda, von denen viele Namen aus dem Arabischen stammten.

Der Ort war als Casal Lausato bekannt, bevor er als Agatha und dann im 11. Jahrhundert als Ágada den Namen des Flusses annahm. Der Fluss wurde seinerseits ursprünglich nach der Heiligen Agatha benannt.[4]

Die heutige Ortschaft Águeda entstand vermutlich im 11. oder 12. Jahrhundert, während der Wiederbesiedlungen im Verlauf der Reconquista. Ein Bericht von Beamten aus Aveiro bestätigte 1451 zwar einen wachsenden Ort, der dann aber trotzdem keine eigenen Stadtrechte erhielt, jedoch in Aveiros Stadtrechtsurkunde von 1515 von König D.Manuel I. mit bedacht wurde. Assequins, heute ein Ort der Gemeinde Águeda, erhielt dagegen eigene Stadtrechte durch den König.

Am 31. Dezember 1853 wurde der eigenständige Kreis Águeda geschaffen. Es folgte eine industrielle Entwicklung, die durch die Ankunft der Eisenbahn 1908 verstärkt wurde. Am 14. August 1985 wurde der seit 1834 als Kleinstadt (Vila) geführte Ort zur Stadt (Cidade) erhoben.[5]

An der Ausgrabungsstätte Estação Arqueológica de Cabeço do Vouga

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Águeda hat ein interessantes kunsthandwerkliches Erbe in Töpferei, Korbflechterei, Weberei, Böttcherei sowie dem Klöppeln. Besuchenswert sind die Dörfer Urgueira, Macieira de Alcoba oder Lourizela, welche sich ein authentisches rustikales Flair erhalten haben. Es gibt mehrere Folkloregruppen im Kreis.

Unter den vielen Kirchen, Kapellen und Kreuzwegen des Kreises Águeda verdient das Panteão dos Lemos in der Gemeinde Trofa do Vouga besondere Aufmerksamkeit.

Andere für den Besucher interessante Plätze sind der Pateira de Fermentelos (größter natürlicher See der iberischen Halbinsel) sowie die römischen Ausgrabungen von Cabeço do Vouga.

In Macinhata do Vouga befindet sich eine 1981 eröffnete Zweigstelle des portugiesischen Eisenbahnmuseums Museu Nacional Ferroviário.[6] Weitere Museen sind die Casa Museu do Cancioneiro de Águeda, ein in einem herrschaftlichen Haus aus dem 18. Jahrhundert untergebrachtes Museum für heimatliche Kultur, das 1969 eröffnete Kunstmuseum Museu da Fundação Dionísio Pinheiro e Alice Cardoso Pinheiro, das 1977 eingeweihte Museu Etnográfico da Região do Vouga für regionale Ethnografie, und das Heimatmuseum Casa Museu João Tomás Nunes in Fermentelos.

Gastronomie[Bearbeiten]

Die berühmteste Spezialität ist das Spanferkel nach Barraida-Art (Leitão assado à Bairrada). Bekannt sind auch die Weine und Schaumweine der Bairrada. Daneben gibt es einige traditionelle Süßspeisen aus Águeda: Pastéis de Águeda, Barriga de freira, Fuzis e Sequilhos, Regueifa, und die Padas da Veiga.

Sport[Bearbeiten]

Der 1924 gegründete Fußballverein Recreio Desportivo de Águeda spielte nach einigen Spielzeiten in der Zweiten Portugiesischen Liga 1982/83 eine Saison in der Ersten Portugiesischen Liga. Nach folgenden finanziellen Problemen und Abstiegen spielt er heute auf Distriktebene. Seine Heimspiele trägt der Verein im 10.000 Zuschauer fassenden städtischen Estádio Municipal de Águeda aus.[7]

Weitere Vereine im Kreis sind die Associação Desportiva Valonguense (aus Valongo do Vouga), der 1930 gegründete Sporting Clube de Fermentelos, und die 1949 gegründete União Desportiva Mourisquense aus dem Ort Mourisca do Vouga, in der Gemeinde Trofa.

Águeda war ein Austragungsort der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2006.

Verwaltung[Bearbeiten]

Der Kreis[Bearbeiten]

Wappen des Kreises Águeda

Águeda ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) im Distrikt Aveiro. Am 30. Juni 2011 hatte der Kreis 47.817 Einwohner auf einer Fläche von 335,3 km²[3].

Die Nachbarkreise von Águeda sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Sever do Vouga, Oliveira de Frades, Vouzela, Tondela, Mortágua, Anadia, Oliveira do Bairro, Aveiro sowie Albergaria-a-Velha.

Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 20 auf elf verringerte.[8]

Die folgenden elf Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Águeda:

Darunter sind eine Stadt (Cidade), Águeda, und drei Kleinstädte (Vilas): Aguada de Cima, Fermentelos, sowie Mourisca do Vouga in der Gemeinde Trofa, Segadães e Lamas do Vouga.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Águeda (1849 – 2011)
1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
9.247 20.416 25.982 35.274 43.216 44.045 49.041 47.817
Referenz an die Partnerstadt Águeda: Azulejos in Rio Grande, Brasilien

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • achter Montag nach Ostersonntag

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Region um Águeda ist sehr fruchtbar; es werden Mais, Früchte und Wein angebaut sowie Holz gewonnen. Einige der Gemeinden des Kreises Águeda liegen im Weinbaugebiet der Bairrada, die neben ihren international vertriebenen Weinen auch für ihr Spanferkel überregional bekannt ist.

Neben der Landwirtschaft haben Handel und Industrie Bedeutung. Besonders die metallverarbeitende Industrie ist in Águeda ansässig, es werden u.a. Motoren, Motorräder und Fahrräder produziert.

Der Bahnhof von Águeda bei Nacht

Verkehr[Bearbeiten]

Die Eisenbahnstrecke Linha do Vouga passiert an mehreren Haltepunkten den Kreis Águeda.

Die Anschlussstelle Nr. 15 (Aveiro Sul) der Autobahn A1 liegt in der Kreisgemeinde Fermentelos. Die Nationalstraße N1 umfährt als Schnellstraße IC2 die Kreisstadt Águeda. Sie stellt die Verbindung des Ortes zur etwa 15 km nördlich verlaufenden Autobahn A25 her, und führt 40 km südlich nach Coimbra.

Águeda ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Águeda – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. João Fonseca: Dicionário do Nome das Terras. 2.Auflage, Casa das Letras, Cruz Quebrada 2007, S.14 (ISBN 978-9724617305)
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 29. Oktober 2013
  6. Seite der Museumszweigstelle auf der Website der Stadtverwaltung, abgerufen am 1. November 2013
  7. Das Stadion bei www.igogo.pt, abgerufen am 1. November 2013
  8. Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
  9. www.anmp.pt, abgerufen am 1. November 2013
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