Älplihorn (Albula-Alpen)

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Dieser Artikel behandelt das Älplihorn in den Albula-Alpen, zu weiteren Bergen mit diesem Namen siehe Älplihorn.
Älplihorn
Älplihorn aufgenommen von Weissfluhgipgel.

Älplihorn aufgenommen von Weissfluhgipgel.

Höhe 3'006 m ü. M.
Lage Kanton Graubünden, Schweiz
Gebirge Albula-Alpen
Dominanz 0,426 km → Piz Vadret
Schartenhöhe 426 m ↓ Fanezfurgga
Koordinaten 782507 / 17607546.71089599.82576743006Koordinaten: 46° 42′ 39″ N, 9° 49′ 33″ O; CH1903: 782507 / 176075
Älplihorn (Albula-Alpen) (Graubünden)
Älplihorn (Albula-Alpen)
Erstbesteigung Johann Hauri und Begleiter, im Jahre 1878
Gipfel des Älplihorns vom Süden gesehen.

Gipfel des Älplihorns vom Süden gesehen.

pd2

Das Älplihorn ist ein 3'006 m ü. M. hoher Berg zwischen Monstein und Sertig in den Albula-Alpen im schweizerischen Kanton Graubünden. Das Horn gipfelt in zwei Spitzen, die durch eine kleine Scharte getrennt sind. Wegen der umfassenden Aussicht wird es sowohl im Sommer wie auch im Winter oft begangen.

Lage und Umgebung[Bearbeiten]

Das Älplihorn geöhrt zur Monsteiner Kette, einer Untergruppe der Albula-Alpen. Benachbarte Berge sind im Norden das Leidbachhorn (2'908 m ü. M), Marchhüreli (2'578 m ü. M.), und Rinerhorn (2'528,1 m ü. M.). Im Süden schliesst sich das Chrachenhorn (2'891 m ü. M.) an. Im Osten unmittelbar unterhalb des Berges befindet sich die Ortschaft Sertig Dörfli, im Westen Monstein. Das Älplihorn befindet sich komplett auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Landschaft Davos.[1]

Schneestation[Bearbeiten]

Schneestation im Bärentälli, südlich vom Älplihorn.

Südlich vom Gipfel, auf 2'558 m auf einer Ebene im Bärentälli befindet sich eine von 160 Windstationen des Interkantonalen Mess- und Informationssystems (IMIS)[2]. Das System wird in Zusammenarbeit von Bund, Kantonen, Gemeinden, dem WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF sowie von weiteren Interessenverbänden betrieben. Die dazugehörende Windstation befindet sich auf dem Chrachenhorn auf 2'891 m ü. M. Die Schneestation misst jede halbe Stunde Lufttemperatur, Oberflächentemperatur der Schneedecke, Temperatur innerhalb der Schneedecke, Temperatur des Bodens, Windgeschwindigkeit (Mittel und Spitze), Windrichtung, relative Luftfeuchtigkeit, Schneehöhe und reflektierte kurzwellige Strahlung. Der Lawinenwarndienst sowie Sicherheitsbeauftragte der ganzen Schweiz werden so mit aktuellen Informationen aus entlegenen und/oder unzugänglichen Gebieten versorgt. Die Daten können auf der Webseite des SLF angeschaut werden.[3]

Routen zum Gipfel[Bearbeiten]

Sommerrouten[Bearbeiten]

Die von schrägen Bändern durchzogene Südostflanke ist sehr steinschlaggefärdet und daher nicht zu empfehlen.

Über den Südgrat[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Monstein (1'626 m) oder Sand (1'859 m)
  • Via: Bärentällifurgga (2'745 m) zur Vereinigung mit dem Mitteltälligrat, dann zum Südgipfel. Vom Südgipfel zum Hauptgipfel klettert man durch einen kurzen Kamin in der Westseite hinab, quert ein Stück westlich der Gratkante und steigt dann auf den Grat zurück.
  1. Von Monstein auf dem Alpsträsschen zur Oberalp (1'913 m) und auf dem markierten Bergweg bis zum Seelein auf 2'446 m. Dann nach links ins Bärentälli zur Bärentällifurgga (man kann auch schon vorher, beim kleinen See auf 2'637 m gegen Norden den Schutthang hinaufsteigen).
  2. Von Sand zur Grossalp (1'882 m), dann entlang des Pfades zum Alpli (2'375 m) und steil hinauf zur Bärentällifurgga.
  • Schwierigkeit: T5, L
  • Zeitaufwand:
  1. 3¾ Stunden von Monstein
  2. 3¼ Stunden von Sand

Durch das Mitteltälli[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Monstein (1'626 m)
  • Via: Auf dem Alpsträsschen zur Oberalp (1'913 m) und auf dem markierten Bergweg weiter bis Fanezmeder (1'913 m). Dann nach links ins Mitteltälli einbiegen. Dann entweder zum Mitteltälligrat und zuerst zum Südgipfel oder direkt zum Hauptgipfel.
  • Schwierigkeit: L
  • Zeitaufwand: 3½

Von Norden[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Sand (1'859 m), Monstein (1'626 m), Bergstation Jatzmeder (2'053 m) oder Glaris (1'455 m)
  • Via: Leidbachfurgga (2'727 m)
  • Schwierigkeit: WS
  • Zeitaufwand: 3¾ Stunden von Sand, 5 Stunden von Monstein oder Glaris, 4 Stunden von der Bergstation Jatzmeder (1 Stunden von der Leidbachfurgga)

Winterrouten[Bearbeiten]

Von Monstein[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Monstein (1'626 m)
  • Via: Fanezmeder, Bodmen, Bärentälli, beim Seeli (2'637 m) rechts ausholend zum Mitteltälligrat. Skidepot auf ca. 2'980 m. Nun auf der Nordwestseite zum Hauptgipfel.
  • Expositionen: NW, S
  • Schwierigkeit: WS+
  • Zeitaufwand: 4 Stunden
  • Bemerkung: Oft wird auch nur bis zum Südgipfel gegangen.
  • Alternative: Bei sicheren Verhältnissen kann statt durch das Bärentälli auch durch das Mitteltälli aufgestiegen oder abgefahren werden.

Von der Bergstation Rinerhorn[Bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Bergstation Nüllisch Skilift Rinerhorn (2'492 m)
  • Via: Nüllisch Grat, Wassertälli, Bodmen, P. 2648, Mitteltälli, Südgipfel
  • Expositionen: W
  • Schwierigkeit: Z-
  • Zeitaufwand: 2½ Stunden
  • Bemerkung: Der Übergang ins Mitteltälli und der Gipfelhang erfordern sichere Verhältnisse (30-35° auf 300 m)

Panorama[Bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Hunziker: Clubführer, Bündner Alpen, Band VI (Vom Septimer zum Flüela). 3. Auflage. Verlag des SAC, 2000, ISBN 3-85902-187-7, S. 368–369.
  • Vital Eggenberger: Skitouren Graubünden Süd. Verlag des SAC, 2010, ISBN 978-3-85902-301-7, S. 187–188.
  • Fabian Lippuner, David Coulin: Alpinwandern/Gipfelziele, Graubünden Nord. Verlag des SAC, 2013, ISBN 978-3-85902-341-3, S. 136–139.
  • Landeskarte der Schweiz, Blatt 1217 Scalettapass, 1:25000, Bundesamt für Landestopographie, Ausgabe 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Älplihorn, 3006 m.ü.M., Informationsseite auf dem Webangebot Gipfelbuch.ch, aufgerufen am 31. August 2013
  2. IMIS – Interkantonales Mess- und Informationssystem. Webseite des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung. Abgerufen am 25. Februar 2015.
  3. SLF > Schneeinfo > Messwerte > Wind- und Temperaturdaten > Nord- und Mittelbünden. Webseite des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung. Abgerufen am 25. Februar 2014.