Äquivokation
Der Begriff Äquivokation bezeichnet im Rahmen der Informationstheorie diejenige Information, welche bei der Übertragung über einen Kanal zwischen einer Informationsquelle (Sender) und einer Informationssenke (Empfänger) verloren geht. Der Begriff der Information ist in diesem Zusammenhang als Informationsgehalt zu verstehen und geht auf Claude Shannon zurück welcher die theoretischen Grundlagen dazu in den 1940er-Jahren legte.
Der abstrakte Begriff eines Informationskanals kann sich in praktischen Realisierungen über den Ort, beispielsweise eine Funkstrecke zwischen zwei Punkten, oder über die Zeit, beispielsweise in Form eines Datenspeichers, erstrecken.
[Bearbeiten] Definition
Die mathematische Definition des Informationsgehalts ist eng an die Entropiefunktion
gekoppelt, wobei die Zufallsvariable
die Menge aller möglichen Symbole im Übertragungskanal beschreibt. Eine Informationsquelle sendet nun, wie in rechter Abbildung dargestellt,
über einen Kanal zur Informationsquelle welche
empfängt.
kann zu
zufolge einer am Kanal eingebrachten Fehlinformation
bzw. zufolge der am Kanal auftretenden Äquivokation
unterschiedlich sein. Die Schreibweise
steht für die bedingte Entropie mit den beiden Zufallsvariablen
.
Als bedingte Entropiefunktion
lässt sich die Äquivokation, mit
der Transinformation zwischen Quelle und Senke, ausdrücken als:
Als eine Wahrscheinlichkeitsfunktion
lässt sich die Äquivokation mit dem Logarithmus zur Basis 2 ausdrücken als:
[Bearbeiten] Quellen
- Jürgen Lindner: Informationsübertragung. Springer Verlag, Berlin Heidelberg 2005, ISBN 3-540-21400-3, S. 313.

