Çiğ Köfte

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Çiğ Köfte

Çiğ Köfte (türkisch für „rohe Köfte“, von persisch ‏کوفتهkufteh „Zerstampftes“; çiğ [ˌtʃiː] türk. „roh“; armenisch չի քուֆթա č‘i k‘owft‘a) sind meist kräftig gewürzte, rohe Hackfleischbällchen. Sie werden traditionell aus gehacktem, fettarmen Lammfleisch zubereitet. Die vegetarische Version besteht aus Weizen, Tomatenmark, gemahlenen Chilischoten und anderen Gewürzen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Einer Sage nach soll die Mutter des Propheten Abraham Çiğ Köfte erfunden haben, als sie nichts anderes hatte als Bulgur und das Fleisch einer Gazelle. Laut einer anderen Überlieferung wurde Çiğ Köfte in Urfa in der Zeit Abrahams erfunden. Als Nimrod Brennholz für einen Scheiterhaufen sammelte, musste die Frau eines Jägers das Fleisch des gefangenen Wildes roh zubereiten. Sie mischte das Fleisch mit Bulgur, Kräutern und Gewürzen und zerkleinerte die Mischung mit Steinwerkzeugen, bis es schmackhaft wurde.

Zubereitung[Bearbeiten]

Die rohen Fleischklößchen sind vor allem in den südöstlichen Provinzen der Türkei wie z. B. Sanlıurfa oder Adıyaman sehr beliebt. Die Zubereitung ist überall gleich, die Zutaten können von Region zu Region jedoch stark variieren. Als erstes wird der Bulgur mit gehackten Zwiebeln und etwas Wasser so lang geknetet, bis er eine weiche Konsistenz hat. Dann werden nach und nach Rind, feiner Bulgur, Zwiebeln, Knoblauch, scharfe Paprikapaste, Tomatenmark, Zitronen, gemahlener Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Salz, gemahlener Koriander, scharfes Paprikagewürz und nach Wunsch weitere Zutaten beigefügt. Zuletzt kommen frische Minze, Petersilie, Lauchzwiebeln o. ä. hinzu und die Masse wird von Hand in mundgerechte Stücke geknetet. Im Südosten der Türkei, vor allem um Şanlıurfa, werden auch scharfes Isot (Urfa-Chilischoten) und Granatapfelsirup beigefügt. Sehr verbreitet ist auch die vegetarische Version mit Bulgur und Kartoffeln statt Hackfleisch. In der Türkei ist Çiğ Köfte im Straßenverkauf per Gesetz vegetarisch.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Köfte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vegetarisch auf Türkisch fr-online.de vom 7. März 2012