École de Physique des Houches
Die École de Physique des Houches ist ein internationales Forschungs- und Begegnungszentrum in den französischen Alpen (Savoyen). Das Zentrum wurde 1951 von der theoretischen Physikerin Cécile DeWitt-Morette gegründet. Es ist eine gemeinsame Einrichtung der Universität Joseph Fourier (UJF) in Grenoble und dem Institut national polytechnique de Grenoble (INPG).
Die École de Physique des Houches bietet ein weites Angebot an Seminaren für Physiker verschiedener Fachgebiete an. Der erste Kurs wurde 1951 von Léon Van Hove gegeben und war der Quantenmechanik gewidmet. Die Schule konnte sehr schnell viele berühmte Physiker der Gegenwart als Tutoren anziehen, darunter zum Beispiel die Nobelpreisträger Enrico Fermi, Wolfgang Pauli, Murray Gell-Mann und John Bardeen. Unter den jungen Schülern befanden sich unter anderem Pierre-Gilles de Gennes, Georges Charpak und Claude Cohen-Tannoudji, welche, damals noch unbekannt, später ebenfalls den Nobelpreis erhalten sollten. Ebenfalls zu den Schülern zählt der Mathematiker Alain Connes, späterer Gewinner der Fields Medaille.
Im Verlauf der Jahre öffnete sich die Schule auch für weitere benachbarte Fachgebiete, wie die Mathematik, die Chemie oder die Biologie. Heute werden dort vor allem vielfältige Konferenzen und wissenschaftliche Fortbildungen (Sommerschule) organisiert.
Die bisherigen Direktoren waren Cécile DeWitt-Morette, Roger Balian, Raymond Stora, Jean Zinn-Justin und François David. Der gegenwärtige Direktor ist Jean Dalibard.