École des Ponts ParisTech

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Die École nationale des ponts et chaussées (ENPC, deutsch Nationale Schule für Brücken und Straßen, oft auch einfach École des Ponts genannt), ist eine der französischen Grandes Écoles für das Bauwesen. Seit 2008 tritt sie unter dem Namen École des Ponts ParisTech auf, um ihre Zugehörigkeit zu dem Zusammenschluss ParisTech zu dokumentieren, zu dessen Gründungsmitgliedern sie gehört.

Sie ist seit 2008 in der Cité Descartes in Marne-la-Vallée angesiedelt, einem Vorort von Paris rund 22 Kilometer östlich des Zentrums. Nur die zu ihr gehörenden Verbände verblieben im 6. Arrondissement von Paris.[1]

Ausbildung[Bearbeiten]

Die traditionellen Kernkompetenzen der Hochschule sind Bauingenieurwesen, Umwelt, Verkehrswesen, Stadt- und Regionalplanung, Mechanik, Industrie-Management und Logistik. ENPC bietet eine anspruchsvolle Ausbildung auf vielen Gebieten an, die von angewandter Mathematik bis Ökonomie und Management reichen.

Drei hauptsächliche Typen von Ausbildungen werden angeboten:

ENPC ist auch eine anwendungsorientierte Schule der École Polytechnique und bildet für das Corps des ingénieurs des ponts et chaussées aus.

Sie gibt über die 1831 gegründete Commission des Annales die Annales des ponts et chaussées heraus.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Jean-Baptiste Colbert hatte unter König Ludwig XIV. 1669 die Position des staatlichen Commissaire des ponts et chaussées (etwa: Beauftragter für Brücken- und Straßenbau) geschaffen und 1716 wurde unter Ludwig XV. das Corps des ingénieurs des ponts et chaussées (etwa: Beamtenschaft der Brücken- und Straßenbauingenieure) eingerichtet. Am 14. Februar 1747 wurde die École royale des ponts et chaussées durch eine Entscheidung des Königs als weltweit erste Ingenieurschule gegründet und sicherte dem Corps des ingénieurs des ponts et chaussées die Ausbildung des Nachwuchses.[3] 1775 änderte sie ihren Namen in École nationale des ponts et chaussées, den sie offiziell bis heute trägt. Ihr erster Leiter war Jean-Rodolphe Perronet (bis 1794). Anfänglich hatte die Schule zwar rund 50 Schüler, aber keine einzige Lehrkraft. Die Schüler unterrichteten sich selbst untereinander und machten auf langen Baustellenbesuchen praktische Erfahrungen. Erst im Laufe der folgenden Jahrzehnte wurde der Unterricht durch Lehrpläne und die Ernennung von Professoren formalisiert.

Annales1.jpg

Unter den Absolventen befinden sich:

Zum Lehrpersonal gehörten unter anderem:

Die École nationale des ponts et chaussées wurde 1988 von der American Society of Civil Engineers in die Liste der geschichtlichen Meilensteine der Ingenieurbaukunst aufgenommen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: École Nationale des Ponts et Chaussées – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hôtel de Fleury, 28 rue des Saints-Pères, Paris
  2. Die Ausgaben 1831 bis 1931 sind über gallica, bibliothèque numérique der Bibliotheque nationale de France, online zugänglich
  3. ENPC: Evénements marquants - Siècle des lumières (französisch), abgefragt am 13. Februar 2011


48.84112.5873Koordinaten: 48° 50′ 28″ N, 2° 35′ 14″ O