Époisses

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Époisses
Époisses (Frankreich)
Époisses
Region Burgund
Département Côte-d’Or
Arrondissement Montbard
Kanton Semur-en-Auxois
Gemeindeverband Communauté de communes du Sinémurien.
Koordinaten 47° 30′ N, 4° 10′ O47.5077777777784.1744444444444Koordinaten: 47° 30′ N, 4° 10′ O
Höhe 233–321 m
Fläche 21,72 km²
Einwohner 772 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km²
Postleitzahl 21460
INSEE-Code

Schloss Époisses
.

Époisses ist eine französische Gemeinde mit 772 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Côte-d’Or in der Region Burgund; sie gehört zum Arrondissement Montbard und zum Kanton Semur-en-Auxois.

Époisses ist bekannt für seinen aus Kuhmilch hergestellten gleichnamigen Käse.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008
Einwohner 619 696 702 820 794 721 802

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Schloss Époisses

Die Herren von Époisses[Bearbeiten]

  • Helvis de Montréal d’Époisses, † vor 1210, Tochter von Anséric de Montmirail ; ∞ André I. de Montbard, 1141 Sire de Montbard aus dem Haus Montbard, 1141/66 bezeugt (ein Verwandter von Bernhard von Clairvaux)
  • Bernard III. de Montbard, 1190 Sire d’Époisses, 1163 bezeugt, † 1219, deren Sohn
  • André III. de Montbard, Sire d‘Époisses, 1208 bezeugt, † 1233, dessen Sohn
  • Elvis d‘Époisses, dessen Erbtochter, 1245 bezeugt; ∞
  • Dreux II. de Mello, genannt der Jüngere, 1240/49 bezeugt, † 3. September vor 1252, Seigneur d’Époisses, de Château-Chinon et de Saint-Bris (Haus Mello)
  • Guillaume I. de Mello, Seigneur d’Époisses 1265/84, deren Sohn
  • Guillaume II. de Mello, 1294 minderjährig, † 1326, Seigneur d’Époisses, dessen Sohn
  • Guillaume III. de Mello, Seigneur d’Époisses 1344, dessen Sohn
  • Gibaud de Mello, Seigneur d’Époisses, 1369/88 bezeugt, dessen Bruder
  • Guillaume IV. de Mello, Seigneur d‘Époisses, † 1396, dessen Neffe
  • Guillaume V. de Mello, Seigneur d’Époisses, † 1419, dessen Sohn
  • Isabelle de Mello, Dame de La Ferté-Chauderon et d’Époisses, † nach 1451, dessen Schwester ; ∞ Jean II, de Montagu, 1406 Seigneur de Couches, de Saint-Péreuse et de Marigny, † nach 1435 (aus einer Bastardlinie des Älteren Hauses Burgund)
  • Claude de Montagu, Seigneur de Couches, d’Époisses, de Brinon-les-Allemands, de la Ferté-Chauderon, de Sully et de Bourbilly, Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, X 1471

Nach dem erbenlosen Tod Claude de Montagus gab König Ludwig XI. Époisses als Apanage dem burgundischen Marschall Philipp von Hochberg, Graf von Neuenburg (1454–1503). Dessen einzige Tochter Johanna, die 1503–1512 und 1529–1543 souveräne Gräfin von Neuenburg war, heiratete 1504 Louis d’Orléans, wodurch Époisses ebenso wie die Grafschaft Neuenburg an das Haus Orléans-Longueville fiel.

Später befand sich Époisses im Besitz von Jacques de Savoie, duc de Nemours († 1585), dem Enkel von Louis I., der Schloss und Gut 1561 hochverschuldet an Imbert de la Platière verkaufte, der 1564 zum Marschall von Frankreich ernannt wurde, 1567 starb und in der Stiftskirche von Époisses bestattet ist. Die nächsten Besitzer waren seine Nichte Françoise, die Ehefrau von Louis d'Ancienville, und deren Enkelin Madeleine de La Grange d'Arquien, die 1661 Guillaume de Pechpeyrou-Comminges de Guitaut (1626–1685) heiratete, einen engen Freund des Großen Condé, und 1667 kinderlos starb. Kurze Zeit war nun der Große Condé Besitzer von Époisses, das er aber bald seinem Freund, dem Witwer Madeleines, übereignete.

Bis zur Revolution befand sich Époisses nun im Eigentum der Familie Gitaut, vererbt an Nachkommen Guillaumes aus dessen zweiter Ehe. Derzeit ist noch das Schloss selbst im Familienbesitz.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Detlev Schwennicke : Europäische Stammtafeln, Band XV (1993), Tafel 61, Band III.4 (1989) Tafel 651, Band III.1 (), Tafel 69 (1984)

Weblink[Bearbeiten]

 Commons: Époisses – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien