Étienne Eustache Bruix

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Bruix-Charpentier.jpg

Étienne Eustache Bruix (* 1759 in Fort Dauphin auf Saint-Domingue; † 18. März 1805 in Paris) war ein französischer Marineoffizier.

Der Sohn aus angesehener Familie aus Béarn, heuerte 1786 auf einem Sklavenschiff unter Kapitän Jean-François Landolphe. 1778 wurde er Garde de la marine und erlebte seine ersten Gefechte auf der Fregatte Fox und auf der Concorde. Er diente in mehreren Geschwadern, die die Vereinigten Staaten in deren Unabhängigkeitskrieg unterstützten.

Als Kommandant der Pivert waren Bruix und Puységur mit Kartierungsaufgaben um Saint-Domingue betraut. 1791 wurde Bruix Mitglied der Académie de Marine und am 1. Januar 1783 zum Kapitän ernannt - danach allerdings im Oktober 1794 wegen seiner adeligen Abstammung aus dem Dienst entlassen. In der Folge schrieb die Abhandlung Moyens d'approvisionner la marine par les seules productions du territoire français, in dem er für die autarke Versorgung der französischen Marine plädierte.

Diese These interessierte Napoleon Bonaparte. Bruix wurde 1795 wieder in die Marine aufgenommen und befehligte zunächst die Éole. Im Gefolge der französischen Landungsoperation in Irland stieg Bruix zum Konteradmiral auf, am 28. April 1798 wurde er Marineminister

Er übernahm persönlich das Kommando über die Flotte, die die britische Seeblockade von Brest durchbrach, um in Richtung Ägypten zu segeln, assistierte bei der Belagerung von Genua (1800), musste aber aus Wettergründen und unter dem Druck der Briten umkehren.

Bruix wurde von Napoleon zum Kommandeur der Flotte bestimmt, die die Invasion Englands durchführen sollte. Bruix starb aber schon während der Vorbereitungen an Tuberkulose.

Der Boulevard de l'Amiral-Bruix in Paris, Teil der Boulevards des Maréchaux, ist nach ihm benannt.

Quellen[Bearbeiten]

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