Étoile Nord-Africaine

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Als Nordafrikanischer Stern (französisch: Étoile Nord-Africaine; Arabisch: نجم شمال إفريقيا /Nadschjm Shimal Ifriqiya) bezeichnet man die erste politische Partei Algeriens.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Partei Nordafrikanische Stern (ENA – Étoile nord africaine) ist eine in Frankreich im Jahre 1926 von einer Kerngruppe von Arbeitsmigranten, meist Kabylischer Abstammung gegründete Vereinigung, die später zu einer politischen Partei sich entwickelt hat. Die bekanntesten Mitglieder, die die Hauptrollen in der Vereinigung spielten sind: Salah Bouchafa, Amar Imache, Abdelkader Hadj Ali, Mohammed Djefel, Si Mohammed Jilani, Belkacem Radjef, Messali Hadj, Ahmed Belghoul.

Ihre Mitglieder rekrutierten sich vor allem aus algerischen Arbeitsmigranten in Frankreich. Politisch verfolgte die Partei den Kurs eines kommunistischen Antiimperialismus. Beim Aufbau der Partei halfen die Begründerkontakte zur Parti communiste français. Messali übernahm deren Organisation als Kaderpartei und nahm als Generalsekretär eine dominierende Position ein.[1] Die Partei hatte in Frankreich rund 4.000 Mitglieder innerhalb der algerischen Gemeinde. Ihre Zeitung El Ouma erreichte 1934 mit einer Auflage von 43.500 Stück einen signifikanten Teil der algerischen Gemeinde. Die Partei begann erst ab 1930 in Algerien selbst mit ihren Mitgliedern Fuß zu fassen.[2]

1927 hielt Messsali in Berlin auf dem kommunistischen Kongress für bedrohte Völker eine Rede mit der er international Aufmerksamkeit erregte. Die Partei verfügte 1928 über 2.000 Mitglieder. Sie wurde 1929 von der französischen Kolonialmacht verboten, bestand jedoch im Untergrund weiter. 1930 rückte Messali die Partei mit der Publikation "Al-Umma" näher an die Idee eines islamischen Staates. Im Folgenden kam es zum Bruch mit der PCF. Die Partei wurde 1937 von der Volksfrontregierung unter Léon Blum verboten. Die meisten Anhänger fanden sich in der ebenso von Messalie dominierten algerischen Volkspartei und später der MTLD wieder.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Martin Evans : Algeria - France's undeclared war, Oxford, 2012, S. 57f, 70f
  2. John Ruedy : Modern Algeria - The Origins and Development of a Nation, 2. Auflage, Bloomington, 2005, S. 137f