Île à Vache

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Île à Vache
Gewässer Karibisches Meer
Inselgruppe Große Antillen
Geographische Lage 18° 4′ N, 73° 38′ W18.071451372222-73.630027771111150Koordinaten: 18° 4′ N, 73° 38′ W
Île à Vache (Haiti)
Île à Vache
Länge 17,7 km
Breite 4,8 km
Fläche 52 km²
Höchste Erhebung 150 m
Einwohner 15.000 (2004)
288 Einw./km²
Hauptort Ville de l’Île-à-Vache
Die Île à Vache vor der Südküste der Tiburon-Halbinsel Haitis
Die Île à Vache vor der Südküste der Tiburon-Halbinsel Haitis

Die Île à Vache, Kreol: Lilavach, ist eine Insel Haitis zehn Kilometer vor der Südküste und der Stadt Les Cayes im Karibischen Meer.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel ist knapp 18 km lang, bis 4,8 km breit, hat eine Fläche von 52 km² und gehört zum Departement Sud. Die Landesnatur ist abwechslungsreich tropisch. Die Insel-Westseite ist hügelig, höchste Erhebung 150 m, mit vereinzelten Sümpfen in den Niederungen. Die Ostseite ist sumpfig mit dem größten Mangrovenwald Haitis und einer durch das vorgelagerte Korallenriff gebildeten Lagune.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die etwa 15.000 Einheimischen sind zum größten Teil Nachfahren von durch Spanier und Franzosen aus Afrika importierten Sklaven. Die religiöse Ausrichtung ist oft eine Symbiose christlicher und Voodoo-Traditionen. Für Touristen gibt es zwei Resorts.

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Île à Vache bildet eine Gemeinde (commune) im Arrondissement Les Cayes des Departements Sud (Süd) von Haiti. Sie wird nicht weiter in sections communales untergliedert.[1] Hauptort ist ville de l’Île-à-Vache.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der ursprüngliche indianische Name der Insel lautet Abaca.[3]

Im 17. Jahrhundert wirkten von hier die Freibeuter Henry Morgan und Laurent de Graff.

Während des Amerikanischen Bürgerkrieges bot der Inselbesitzer Bernard Kock die Ansiedlung freigelassener Sklaven aus den Vereinigten Staaten an. Trotz Unterstützung durch Abraham Lincoln scheiterte das Vorhaben binnen kurzer Zeit.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. SECTIONS COMMUNALES ET COMMUNES D’HAÏTI PAR DEPARTEMENT (Version vom 22. Juli 2011 im Internet Archive) (PDF; 468 kB)
  2. jfjpm-genie-civil.blogspot.com: Le Coin de Pierre - Génie civil: Haiti: délimitation des départements, des communes et des sections communales, Zugriff am 8. Mai 2011
  3. Noms géographiques des zones d’Haïti
  4. http://www.numismondo.com/papermoney/haiti/bernardkock/

Weblinks[Bearbeiten]