Île Téviec

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Île Téviec
Gewässer Atlantischer Ozean
Geographische Lage 47° 33′ N, 3° 10′ W47.556184-3.16528611Koordinaten: 47° 33′ N, 3° 10′ W
Île Téviec (Morbihan)
Île Téviec
Höchste Erhebung 11 m
Einwohner (unbewohnt)
Das mesolithische Grab
Das mesolithische Grab

Die Île Téviec ist eine westlich von Penthiévre an der Halbinsel Quiberon gelegene 11 m hohe winzige Felseninsel in der Bretagne. Das Im Norden der Côte Sauvage (Wilde Küste) gelegene Eiland ist von herausragender Bedeutung für die Archäologie des französischen Endmesolithikums.

Beschreibung[Bearbeiten]

Bereits zwischen 1928 und 1930 wurden von den Archäologen Marthe und Saint-Just Péquart die aufwendig errichteten und auf sepulkrale Rituale verweisenden Gräber in den Muschelhaufen der Insel entdeckt und untersucht. Die Toten der Hockergräber waren mit Ocker bestreut. Ihre Datierung erfolgte auf etwa 4625 v. Chr. Die Geräte, darunter ein so genannter Kommandostab[1], lehnen sich in etwa dem Tardenoisien an.

Teviec und Île d’Hœdic sind entscheidend für unser Verständnis der späten Mittelsteinzeit am Übergang zur Jungsteinzeit. Sie sind Teil des Phänomens der zunehmenden "Komplexität" in der späten Mittelsteinzeit in Nordwesteuropa und füllen eine geografische Lücke zwischen den Funden in Portugal und im südlichen Skandinavien.

Eine neue Analyse der Begräbnisse auf Téviec und jener auf Hoëdic zeigt die Bedeutung der Meeresressourcen für die Mesolithiker. Es zeigt auch eine Differenz zwischen den beiden Inseln. Während die Bewohner des viel größeren und landferner gelegenen Hoëdic etwa 75 % ihres Eiweißbedarfs durch das Meer deckten, zeigten die auf Téviec Bestatteten eine Ausgewogenheit zwischen maritimem und terrestrischem Eiweiß, was bedeuten könnte, dass sie an Land lebten (die heutige Halbinsel Quiberon war eventuell noch eine Insel) und auf Téviec nur bestatteten.

Die Insel kann für Tagestouren von Quiberon aus per Schiff angefahren werden.

Bestattung von Théviec Museum von Toulouse[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Simone Ansquer: Téviec, le Secret. Quadri signe-A. Bargain, Quimper 2006, ISBN 2-914532-87-3, (Enquêtes & suspense).
  • Rick J. Schulting: Antlers, bone pins and flint blades: the Mesolithic cemeteries of Téviec and Hoëdic, Brittany
  • Marthe Péquart, Sant Just Péquart: Sur une vertèbre humaine mésolithique percée d'une flèche. In: Association Française pour l’Avancement des Sciences 55, 1931, S. 321–324.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Théviec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gaerte W. 1931 Ein mesolithischer verzierter "Kommandostab" aus Ostpreussen, Prussia 29, p. 92-97.