Olafur Eliasson
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Olafur Eliasson (* 5. Februar 1967 in Kopenhagen) ist ein dänischer Künstler isländischer Herkunft. Er lebt und arbeitet in Berlin sowie Kopenhagen. Elíasson beschäftigt sich vornehmlich mit physikalischen Phänomenen in der Natur (wie Licht und Wasser, Bewegung und Reflexion).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Leben
Eliasson verbrachte seine Kindheit in Hafnarfjörður, Island. Er studierte von 1989 bis 1995 an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen.
Er beschäftigt sich mit Aktionskunst. In seinem Projekt Green River (1998 bis 2001) färbte er das Wasser von Flüssen an verschiedenen Orten der Welt mit einem ungiftigen Farbstoff ein. Die Reaktionen der vorher nicht informierten Öffentlichkeit werden dabei Teil des Kunstwerks.
Im Jahre 2002 wurde der Künstler für den Hugo Boss Prize nominiert.
Im Juni 2006 wurde Elíasson der österreichische Friedrich-Kiesler-Preis für hervorragende Leistungen im Bereich der Architektur und der Künste, die den experimentellen und innovativen Auffassungen Friedrich Kieslers und seiner Theorie der correlated arts entsprechen, überreicht.
Im Juli 2006 erhielt Elíasson einen Ruf an die Universität der Künste (UdK) in Berlin.
Im September 2006 erhielt er den mit 500.000 DKK dotierten Kulturpreis des dänischen Kronprinzenpaares, im Mai 2007 den mit 70.000 Euro dotierten Joan-Miró-Preis.
Das Projekt light lab ist eine mehrteilige Lichtinstallation, die speziell für das Dach des neuen Portikus in Frankfurt am Main konzipiert wurde. Im April 2006 wurde die erste Installation aus der Reihe präsentiert – einen Lichtbogen, der die Anmutung einer aufgehenden Sonne hatte.
Olafur Eliasson hatte im Juni 2008 vier große künstliche Wasserfälle rund um die Südwestspitze Manhattans installiert (unter der Brooklyn Bridge, an der Stadtautobahn FDR Drive, einer hinter Lagerhallen an der Uferpromenade von Brooklyn und der vierte vor Governor's Island). Geschätzte 13.116.451.832 Liter stürzten 110 Tage lang von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends von Gerüsten in den East River. Der Energieverbrauch für den Wasserkreislauf soll durch Kredithandel mit Windenergie kompensiert worden sein. Das Projekt entstand in einer Kollaboration zwischen der Stadtverwaltung, dem Künstler und dem „Public Art Fund“. [1]
Am 9. Oktober 2008 wurde die Installation yellow fog in Betrieb genommen. Sie hüllt die Fassade der Konzernzentrale des österreichischen Energieunternehmens Verbund in Wien Am Hof bei Einbruch der Dunkelheit 20 Minuten in gelben Nebel. [2]
[Bearbeiten] Ausstellungen (Auswahl)
- 2001: Surroundings Surrounded im ZKM, Karlsruhe
- 2003: The Blind Pavilion in Venedig auf der Biennale
- Oktober 2003 bis März 2004: The Weather Project im Tate Modern, London
- 2004: Your Lighthouse. Arbeiten mit Licht 1991 - 2004 im Kunstmuseum Wolfsburg
- 2004: Reflektierender Korridor - Entwurf zum Stoppen des freien Falls, Zentrum für Internationale Lichtkunst, Unna
- 2006: Your Waste Of Time, neugerriemschneider, Berlin.
- 2008: Take your time, Museum of Modern Art and P.S.1 Contemporary Art Center
- 2008: Your Mobile Expectations: BMW H2R Project, Pinakothek der Moderne, München
- 2008: The New York City Waterfalls, East River, New York[3]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Jordan Mejias: „Olafur Eliassons Wasserfälle. Dies ist euer Kunstwerk!“, FAZ vom 28.6.2008
- ↑ Yellow Fog, ORF OE1 vom 9.10.2008
- ↑ Den Niagarafällen so nah. SZ vom 3. Juli 2008 (Mit Bildstrecke)
[Bearbeiten] Literatur
- Madeleine Grynsztejn et al.: Olafur Eliasson. Phaidon, London 2002. ISBN 0-7148-4036-X
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Olafur Eliasson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen zu Olafur Eliasson im BAM-Portal
- Olafur Eliasson bei artfacts.net
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Eliasson, Olafur |
| KURZBESCHREIBUNG | dänischer Künstler |
| GEBURTSDATUM | 5. Februar 1967 |
| GEBURTSORT | Kopenhagen |

