ÖNORM

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo der ÖNORM

Eine ÖNORM ist eine vom Austrian Standards Institute veröffentlichte nationale Norm. Hierbei handelt es sich um freiwillige Standards, die in Normungsgremien erarbeitet werden. ÖNORMen werden entweder durch interessierte Kreise angeregt oder im Rahmen der internationalen Normung (z. B. ISO, EN, IEC) als nationale Norm übernommen. Die ÖNORMen werden vom Austrian Standards Institute herausgegeben.

Bezeichnung von ÖNORMEN[Bearbeiten]

ÖNORM & ONR 2013
ÖNORM EN, … (incl. EN ISO) 14.658
ÖVE/ÖNORM (EN) 4.472
ÖNORM ETS 2.093
ÖNORM ISO 234
ÖNORM And. (z. B. DIN) 165
ÖNORM national 2.166
ON-Regel ONR 540
gesamt 24.703
Quelle: ASI[1]

Nationale Normen[Bearbeiten]

Österreichische Normen werden als ÖNORM ohne Zusatz bezeichnet, es gibt keine gängigen Abkürzungen dafür.

Die Gliederung wird mit einem Buchstaben bezeichnet. Es gibt folgende Normengruppen:

  • A - Allgemeine Normen
  • B - Bauwesen
  • C - Chemie
  • E - Elektrotechnik
  • F - Feuerlösch- und Rettungswesen
  • G - Grundstoffe
  • H - Haustechnik
  • K - Krankenhauseinrichtungen und Gesundheitswesen
  • L - Land- und Forstwirtschaft
  • M - Maschinenbau
  • N - Nahrungsmittel
  • O - Optik
  • S - Sonstige Normengebiete
  • V - Verkehrswesen
  • Z - Arbeitssicherheitstechnik

Die Nomenklatur sieht vierstellige Normnummern vor

  • z. B. ÖNORM A 1080

Mehrteilige Normen werden unter Verwendung angehängter Nummern unterschieden. Die Nummer des Normteiles wird nach der eigentlichen Normnummer notiert,

  • z. B. ÖNORM B 3800-1 oder ÖNORM B 3800 Teil 1

Das Ausgabejahr einer Norm wird üblicherweise nach einem Doppelpunkt angefügt, um eine Norm eindeutig zu identifizieren. Im vollständigen Zitat sollte auch der Titel der Norm angegeben werden:

  • z. B. ÖNORM A 1080:2007 – Richtlinien für die Textgestaltung
  1. mit der Markenbezeichnung ÖNORM
  2. mit der Bezeichnung der Normengruppe (z. B. A oder B oder …)
  3. mit einer vierstelligen Nummer
  • z. B. ÖNORM B 4700

Unter ÖVE laufen die Normen der Technischen Subkomitees.

Europäische Normen[Bearbeiten]

Die Normen werden vom Europäischen Komitee für Normung (CEN) herausgegeben und bestehen aus dem Kürzel EN und einer ein- bis fünfstelligen Nummer, z. B. EN 39 oder EN 13814. Europäische Normen müssen von den nationalen Normungsinstituten übernommen werden. Entsprechende nationale Normen (in diesem Fall ÖNORMEN) müssen zurückgezogen werden.

In Österreich tragen die übernommenen europäischen Normen folgende Bezeichnung: ÖNORM EN xxx, z. B. ÖNORM EN 13814.

Internationale Normen[Bearbeiten]

Von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) werden ISO-Normen erarbeitet. Die Bezeichnung der Normen erfolgt mit dem Kürzel ISO und einer Nummer. Diese Normen können vom österreichischen Normungsinstitut direkt übernommen werden, z. B. ÖNORM ISO 8930 oder diese Normen werden vom CEN (Europäisches Normungsinstitut) übernommen und dann erst vom Österreichischen Normungsinstitut, z. B. ÖNORM EN ISO 13920.

Deutsche Normen[Bearbeiten]

Das österreichische Normungsinstitut übernimmt auch teilweise die Deutschen Normen (DIN-Normen). Die Bezeichnung lautet danach ÖNORM DIN xyz, wobei in der Alltagssprache der DIN-Zusatz weggelassen wird.

Regeln[Bearbeiten]

Regeln des Österreichischen Normungsinstituts werden mit ON-Regel oder ONR bezeichnet.

  • z. B. ONR 191160:2010 – Bewegliche Schwimmbadüberdachungen - Sicherheitsanforderungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Facts & Figures 2013. Austrian Standards Institute, 31. Dezember 2013, abgerufen am 17. April 2014 (PDF; 179 kB).

Weblinks[Bearbeiten]