Öffentliche Bildungsausgaben

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Zu den öffentlichen Bildungsausgaben zählen in Deutschland Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden für Dienstleistungen in Vorschulen, Schulen, Hochschulen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen. Auch Ausgaben für Forschung und Entwicklung an Hochschulen und Universitäten sowie für bildungsrelevante Zuliefererdienstleistungen wie öffentliche Ausgaben für Verpflegung, Transport und Unterbringung der Lernenden werden mit eingerechnet. Zu den öffentlichen Bildungsausgaben werden ferner die Ausgaben für Subventionierung von privaten Käufen von Bildungsgütern oder Dienstleistungen einschließlich Stipendien aus öffentlichen Kassen gerechnet. Die öffentlichen Bildungsausgaben traten seit 2001 durch das Programme for International Student Assessment (PISA) der OECD stärker in das öffentliche Interesse, da die Studie beunruhigend schwache Leistungen 15-jähriger deutscher Schüler in den meisten Kategorien offen legte.

Ein internationaler Vergleich unter allen OECD Ländern ergab, dass die öffentlichen Bildungsausgaben in der Bundesrepublik z. B. im Jahr 2002 mit 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im unteren Mittelfeld lagen, unter dem OECD-Länder-Durchschnitt (5,4 %) oder den entsprechenden Ausgaben in beispielsweise Österreich (5,7 %), der Schweiz (5,8 %), Finnland (6,4 %) oder Dänemark (8,5 %). Da die Bildung in der Bundesrepublik Ländersache ist, ergeben sich hier nochmals Unterschiede. So lagen die Ausgaben in Hessen und Hamburg mit je ca. 2 % des BIP unter denen von beispielsweise Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Sachsen, die ca. 4–4,5 % des BIP in diesen Bereich investieren.

[Bearbeiten] Bedeutung für das Wirtschaftswachstum

In ihrem Buch Does Education Matter? Myths about Education and Economic Growth stellt Alison Wolf die weit verbreitete Ansicht in Frage, höhere Öffentliche Bildungsausgaben würden das Wirtschaftswachstum stärken. Stattdessen laufe die Kausalität eher in die entgegengesetzte Richtung, was ebenfalls die Korrelation von Bildung und Wohlstand einer Gesellschaft erklären kann. Dem modernen Massenbesuch von Universitäten stehe keine entsprechende Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt gegenüber. Für die Einzelperson seien auf dem Arbeitsmarkt in erster Linie mathematische und sprachliche Kenntnisse entscheidend, die bereits in der Schule vermittelt werden. Wolf empfiehlt daher, eher in die primäre und sekundäre als in die tertiäre Bildung zu investieren.

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