Ökonomisierung
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Der Begriff der Ökonomisierung bezeichnet die organisatorische Neuordnung staatlicher Verwaltungen, bei der durch interne Rationalisierung und die Übernahme marktpreissimulierter Kosten-Ertrags-Kalküle angestrebt wird, die Qualität öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig deren Produktionskosten zu senken. Ökonomisierungsstrategien wie New Public Management u. Ä. lehnen sich am Modell des privatwirtschaftlichen Konzerns an und kommen vor allem in den öffentlichen Diensten im engeren Sinne (Bildungs- und Gesundheitswesen, Sozialwesen usw.) sowie in den klassischen hoheitlichen Bereichen staatlicher Tätigkeit (Polizei, Steuerwesen, Militär usw.) zur Anwendung. Grundsätzlich gilt dabei das Prinzip der Kostenwahrheit: Gebühren und Entgelte werden grundsätzlich gegenüber allgemeinen Steuern bevorzugt, um den Nutznießern kostengerechte Preise zu verrechnen, welche ihnen den volkswirtschaftlichen Ressourcenverzehr anzeigen.
[Bearbeiten] Literatur
- Pelizzari, Alessandro (2001): Die Ökonomisierung des Politischen. UVK/Raisons d'Agir, Konstanz, ISBN 3896699989
- Spatscheck, Christian/ Arnegger, Manuel/ Kraus, Sibylle/ Mattner, Astrid/ Schneider Beate (Hrsg.) (2008): Soziale Arbeit und Ökonomisierung. Analysen und Handlungsstrategien. Schibri Verlag, Berlin (Schriftenreihe der ASFH Berlin)
- Speck, Otto (1999): Die Ökonomisierung sozialer Qualität. Zur Qualitätsdiskussion in Behindertenhilfe und Sozialer Arbeit, München: Reinhardt Verlag
[Bearbeiten] Weblinks
- Fachliche Standards in der Sozialarbeit: gestern-heute-morgen Dokumente zur Ökonomisierung Sozialer Arbeit in Österreich
- Ökonomisierung – ja, bitte! Meinungsbeitrag zur Ökonomisierung deutscher Universitäten im Online-Magazin sciencegarden

