Ökotop

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Der (oder das) Ökotop (griechisch oikos „Haus“, „Wohnraum“ und topos „Ort“) ist ein Begriff aus der Landschaftsökologie. Es bezeichnet die räumliche Ausdehnung und die unbelebten Bestandteile eines Ökosystems, in dem sich ein bestimmtes Zusammenwirken von Umweltfaktoren abspielt. Es ist räumlicher Repräsentant verschiedener Econs gleichartiger Struktur, die miteinander in Beziehung stehen.

Im Sprachgebrauch werden die Begriffe Ökotop und Ökosystem manchmal verwechselt bzw. synonym verwendet:

  • ein Ökosystem ist allenfalls die Modellvorstellung vom Funktionieren eines Ökotops
  • ein Ökotop umfasst die örtlich vorgefundene und tatsächlich gegenständliche Gesamtheit der unbelebten Bestandteile eines Areals

Bezogen auf eine Lebensgemeinschaft wird das Ökotop als Biotop bezeichnet.

Entweder betrachtet man:

oder, häufiger:

  • mehrere Biotope, unbelebte Bestandteile des Lebensraums einer Biozönose (Lebensgemeinschaft).

Im hierarchischen System der landschaftsökologischen Raumeinheiten stellen Ökotope die (im geographischen Sinne homogenen) Grundeinheiten, während die Ökozonen die oberste Ordnungsstufe der Biosphäre einnehmen. Zwischen Ökotopen und Ökozonen lassen sich bei Bedarf weitere Unterteilungsstufen einfügen, die beispielsweise als Ökoregionen, Ökoprovinzen und Ökodistrikte bezeichnet werden können.

Literatur[Bearbeiten]

  • Leser, Hartmut (1997): Landschaftsökologie. 4., neu bearb. Aufl. Stuttgart: Ulmer (UTB; 521). - ISBN 3-8252-0521-5
  • Dieter Heinrich; Manfred Hergt (1994): dtv-Atlas zur Ökologie. 3. Aufl. München: Dt. Taschenbuch-Verlag (dtv); 3228. - ISBN 3-423-03228-6