Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel

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Die Georgskathedrale, Kathedrale des Ökumenischen Patriarchen in Fener, Istanbul
Wappen über dem Portal der Georgskirche

Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel (griechisch Οικουμενικό Πατριαρχείο Κωνσταντινουπόλεως Oikoumenikó Patriarcheío Konstantinoupóleos, auch Kirche von Konstantinopel) ist eine autokephale orthodoxe Kirche. Sein Oberhaupt ist der ökumenische Patriarch von Konstantinopel, derzeit Bartholomäus I., der als Primus inter pares Oberhaupt von etwa 300 Millionen orthodoxen Christen ist.[1] Dem Patriarchat direkt gehören etwa 3,5 Millionen orthodoxe Christen an. Die Georgskathedrale ist Sitz des Patriarchats. Zuvor war über Jahrhunderte die Hagia Sophia die Kathedrale des Patriarchats.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung [Bearbeiten]

Nur noch wenige tausend Mitglieder der patriarchalischen Kirchengemeinde leben im Gebiet des historischen byzantinischen Amtssitzes des Patriarchen, der heutigen Türkei. Die bedeutendsten dem Patriarchat zugehörigen Diözesen finden sich heutzutage in Griechenland, vor allem im östlichen Landesteil um Thessaloniki, auf Kreta und der Inselgruppe Dodekanes. Die anderen Diözesen in Griechenland gehören der Kirche von Griechenland an.

Zum Patriarchat von Konstantinopel gehören als abhängige Teilkirchen (autonom):

Erzbistümer [Bearbeiten]

Metropolien [Bearbeiten]

Rückgabe von konfiszierten Immobilien [Bearbeiten]

Im August 2011 entschied der türkische Ministerpräsident Erdoğan durch einen Erlass den christlichen Minderheiten der Türkei in der Vergangenheit konfiszierte Immobilien und Sakralbauten zurückzugeben. Der Patriarch von Konstantinopel Bartholomäus I. und Vertreter der Europäischen Union reagierten positiv und lobten die Entscheidung als Wiedergutmachung von früherem Unrecht. Die Rückgabe der konfiszierten Immobilien ist eine Forderung der EU in den Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der Europäischen Union.[3]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Samim Akgönül: Le Patriarcat grec orthodoxe : de l'isolement à l'internationalisation de 1923 à nos jours. Institut français d'études anatoliennes / Maisonneuve & Larose, Paris 2004, ISBN 2-7068-1807-7
  • Lina Murr Nehmé: 1453: Mohamet II impose le Schisme Orthodoxe. François-Xavier de Guibert, Paris 2003, ISBN 2-86839-816-2
  • Alban Doudele: Les Orthodoxes grecs. Brepols (coll. Fils d'Abraham), Bruxelles 1996, ISBN 2-503-50467-1
  • Jean-Pierre Valognes: Vie et mort des Chrétiens d'Orient. Fayard, Paris 1994, ISBN 2-213-03064-2

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Patriarchat von Konstantinopel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege [Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[2] [3] Vorlage:Toter Link/enostos.net[4]
  3. Türkei gibt Minderheiten Immobilien zurück Tagesschau de, 30. August 2011. Abgerufen am 30. August 2011

41.02916666666728.951666666667Koordinaten: 41° 1′ 45″ N, 28° 57′ 6″ O