Öllingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Öllingen
Öllingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Öllingen hervorgehoben
48.52777777777810.1475526Koordinaten: 48° 32′ N, 10° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Höhe: 526 m ü. NHN
Fläche: 8,09 km²
Einwohner: 531 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 66 Einwohner je km²
Postleitzahl: 89129
Vorwahl: 07345
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 092
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 42
89129 Öllingen
Webpräsenz: www.oellingen-albdonau.de
Bürgermeister: Georg Göggelmann
Lage der Gemeinde Öllingen im Alb-Donau-Kreis
Landkreis Biberach Landkreis Esslingen Landkreis Göppingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Ulm Allmendingen (Württemberg) Allmendingen (Württemberg) Altheim (Alb) Altheim (bei Ehingen) Altheim (bei Ehingen) Amstetten (Württemberg) Asselfingen Ballendorf Balzheim Beimerstetten Berghülen Bernstadt (Alb) Blaubeuren Blaustein Breitingen Börslingen Dietenheim Dornstadt Ehingen (Donau) Ehingen (Donau) Emeringen Emerkingen Erbach (Donau) Griesingen Grundsheim Hausen am Bussen Heroldstatt Holzkirch Hüttisheim Illerkirchberg Illerrieden Laichingen Langenau Lauterach (Alb-Donau-Kreis) Lonsee Merklingen Munderkingen Neenstetten Nellingen Nerenstetten Oberdischingen Obermarchtal Oberstadion Öllingen Öpfingen Rammingen (Württemberg) Rechtenstein Rottenacker Schelklingen Schnürpflingen Setzingen Staig Untermarchtal Unterstadion Unterwachingen Weidenstetten Westerheim (Württemberg) Westerstetten BayernKarte
Über dieses Bild

Öllingen ist eine kleine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg.

Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Langenau an.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Öllingen liegt am Südhang der Schwäbischen Alb, im nördlichen Alb- Donau- Kreis, etwa 18 km nordöstlich von Ulm entfernt. Öllingen befindet sich auf 526m über NN zwischen dem Lonetal im Norden und der Donauniederung mit dem Langenauer Becken im Süden.

Allgemeines[Bearbeiten]

Am Südhang der Flächenalb zum Langenauer Becken gelegen ist Öllingen ein ländlich strukturiertes Dorf, das durch Landwirtschaft, Weberei und durch den Abbau von Sand am nahegelegenen Sandberg geprägt wurde. Während der letzten Jahrzehnte hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde mit einigen landwirtschaftlichen Betrieben und Handwerksbetrieben gewandelt. Die markantesten Wahrzeichen der Gemeinde sind die weit sichtbare Ulrichskirche und der Wasserturm. Die Gemarkung der Gemeinde umfasst eine Fläche von 809 Hektar. Mit 531 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2012) gehört Öllingen zur Gruppe der 30 kleinsten selbstständigen Gemeinden in Baden-Württemberg.

Wappen[Bearbeiten]

Öllinger Wappen

Auf rotem Hintergrund befindet sich ein aufgerichteter silberner (weißer) Löwe der in den Vorderpranken ein silbernes (weißes) Hochkreuz hält. Der silberne Löwe auf rotem Hintergrund ist vom Wappen des Grafen von Dillingen abgeleitet. Diese haben im Jahre 1143 den hiesigen Fronhof und ein Viertel der Ortskirche dem Kloster Anhausen an der Brenz übergeben. Das Kreuz das der Löwe in seinen Pranken trägt deutet die Beziehung zum Kloster Anhausen an. Zugleich wird es als ein Hinweis auf historische Beziehungen zum Chorherrenstift Wiesensteig angesehen. Diesem hatte Kaiser Ludwig der Bayer im Jahre 1330 das Patronat der Öllinger Kirche übergeben. Das Wappen wurde der Gemeinde von der Landesregierung am 21. Februar 1955, die Flagge vom Landratsamt am 1. Oktober 1984 verliehen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an den Ortsteil Bissingen der Stadt Herbrechtingen im Landkreis Heidenheim, im Osten an Rammingen, im Süden an die Stadt Langenau und im Westen an Nerenstetten und Setzingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Öllingen wurde im Jahre 1143 erstmals urkundlich unter dem Namen Elingen, später Ellingen erwähnt und gehörte zum Besitz des Klosters Anhausen.

Durch Ausgrabungen im Jahr 2002 wurde nachgewiesen, dass es bereits 2000 vor Christus auf dem Sandberg eine Siedlung gab. Außerdem wurde die im Lonetal liegende Bocksteinhöhle von steinzeitlichen Jägern genutzt.

Im 13. Jahrhundert gehörte Öllingen zur Herrschaft Albeck und wurde zusammen mit Albeck 1383 an Ulm verkauft. Der Grundbesitz der Gemeinde wurde seit dem 14. Jahrhundert an die Reichsstadt Ulm verkauft, was dazu führte, dass um 1790 die Reichsstadt fast alleiniger Grundherr war. 1803 ging der Grundbesitz an Bayern über. 7 Jahre später, 1810 ging Öllingen dann an das Königreich Württemberg, das Öllingen dem Oberamt Albeck zuwies. Durch die Auflösung des Oberamtes Albeck im Jahre 1819 wurde das Oberamt mit dem Oberamt Ulm zusammengelegt. 1934 wurde das Oberamt Ulm zum Kreis Ulm und 1938 zum Landkreis Ulm. Die Gemeinde blieb ein Teil des Landkreises bis zum Jahr 1973. Die Gemeindereform 1973 führte zur Auflösung des Landkreises Ulm und Öllingen kam als selbstständige Gemeinde zum Alb- Donau- Kreis.

Bis 1786 nahm die reitende Post von Oberelchingen ihren Weg durch Öllingen nach Giengen und Nördlingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Georg Hiller (* 1946), Kommunalpolitiker und Ehrenbürger von Blaubeuren

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Öllingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien