Ölschnitz (Weißer Main)
| Ölschnitz | ||
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Ölschnitz (Weißer Main) im Kurpark Bad Berneck |
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| Daten | ||
|---|---|---|
| Gewässerkennzahl | DE: 24112 | |
| Lage | Oberfranken, Bayern, Deutschland | |
| Flusssystem | Rhein | |
| Abfluss über | Weißer Main → Main → Rhein → Nordsee | |
| Quelle | Im Dorf Solg (Ortsteil von Münchberg) 50° 9′ 59″ N, 11° 43′ 27″ O50.16634722222211.724083333333600 |
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| Quellhöhe | ca. 600 m ü. NN | |
| Mündung | bei Bad Berneck in den Weißen Main50.042511.668333333333376Koordinaten: 50° 2′ 33″ N, 11° 40′ 6″ O 50° 2′ 33″ N, 11° 40′ 6″ O50.042511.668333333333376 |
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| Mündungshöhe | ca. 376 m ü. NN | |
| Höhenunterschied | ca. 224 m | |
| Länge | 18,6 km[1] | |
| Einzugsgebiet | 99,6 km²[2] | |
| Abfluss am Pegel Bad Berneck[3] | NNQ MNQ MQ MHQ HHQ (2006) |
51 l/s 352 l/s 1,61 m³/s 18,9 m³/s 46,0 m³/s |
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An der Ölschnitz in Bad Berneck |
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Die Ölschnitz ist ein gut 18,5 km langer rechter bzw. nördlicher Zufluss des Weißen Mains.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Verlauf
Die Ölschnitz hat ihre Quelle mit Fassung und Quellstein aus Granit in Solg, einem Ortsteil von Münchberg. Sie mündet bei Bad Berneck in den Weißen Main. Die Ölschnitz fließt von Solg aus in breiter Talmulde zum Dorf Ölschnitz, nach Tennersreuth, unterquert die Bundesautobahn A 9, lieferte Wasser für die Streitauermühle und kommt nach Böseneck. Ab dort wird das Tal, durch das sich das Flüsschen schlängelt, immer enger. Mit vielen Windungen gelangt es zur Entenmühle, umfließt dann in einem Bogen den Bergsporn bei Stein, durchbricht in steilem, felsigem Engtal mit reicher Flora den harten Diabaszug und erreicht den Kurpark von Bad Berneck. Nach fast 19 Kilometern mündet die Ölschnitz in den Weißen Main. Das Ölschnitztal zwischen Entenmühle und Bad Berneck, in dem auch der Westweg und der Jean-Paul-Weg verlaufen, zählt zu den schönsten Tälern des Fichtelgebirges.
[Bearbeiten] Wirtschaftliche Nutzung
Entlang des Bachlaufs wurden mit der Wasserkraft viele Mühlräder angetrieben. 1536 hatten die Bernecker Fischrechte in der „Ölsnitz“, 1692 wurde sie als „bester Forellenbach des Fichtelbergs“ bezeichnet. 1732 erließ der Bayreuther Markgraf für die Ölschnitz eine Schutzverordnung für die dort vorkommenden Flussperlmuscheln. Zwischen 1733 und 1810 erntete man 6000 Perlen, die Perlenfischerei unterstand der Aufsicht eines Perlinspektors, nach 1810 der bayerischen Forstverwaltung.
[Bearbeiten] Orte
Die Ölschnitz fließt durch folgende Ortschaften:
- Münchberg-Solg
- Stammbach-Ölschnitz
- Stammbach-Tennersreuth
- Gefrees-Streitauermühle
- Gefrees-Böseneck
- Gefrees-Entenmühle
- Stein
- Bad Berneck
[Bearbeiten] Zuflüsse
- Querenbach (links)
- Lahmabach (rechts)
- Benkersbach (links)
- Grundbach (rechts)
- Angerbach (rechts)
- Rieglersbach (links)
- Schleifenbach (rechts)
- Lübnitzbach (links)
- Steingraben (rechts)
- Metzlersreuther Bach (links)
- Bärnreuther Graben (links)
[Bearbeiten] Flusssystem Ölschnitz
Liste der Fließgewässer im Flusssystem Ölschnitz
[Bearbeiten] Siehe auch
Liste der Fließgewässer im Flusssystem Weißer Main
[Bearbeiten] Literatur
- Konrad Arneth/Ernst Eichler: Slawische Flurnamen in der ehemaligen Markgrafschaft Bayreuth, in: Jahrbuch für Fränkische Landesforschung 1966, S. 191.
- Dietmar Herrmann: Perlen in der Ölschnitz, in: Der Siebenstern 2003, S. 11.
- Dietmar Herrmann: Lexikon Fichtelgebirge, Hof 2000 (A-Z) Ölschnitz
- Rudolf Klupp: Fischerei in Oberfranken, 1985, S. 214.
- Chr. Seidel: Eine Ölschnitzwanderung von der Quelle bis zur Mündung,in: Der Siebenstern 1937, S. 169.
- Ludwig Vogt: Die Gewässernamen des Fichtelgebirges, in: Der Siebenstern 1959, S. 113.
- Max Wirth: Die Ölschnitzquelle in Solg bei Münchberg, in: Der Siebenstern 1970, S. 118.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Kartenservice des Bayrischen Landesamt für Umwelt
- ↑ Hochwasser Aktionsplan Main
- ↑ Bayerischer Hochwassernachrichtendienst (Stand: 6. September 2011)