Ömer Özsoy

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Ömer Özsoy (* 17. Mai 1963 in Bünyan (Kayseri), Türkei) ist der erste muslimische Theologieprofessor auf einem deutschen Lehrstuhl.

Seit 2007 besetzte er die Stiftungsprofessur für Islamische Religionswissenschaft im Fachbereich Evangelische Theologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit dem Jahre 2009 besteht an der Frankfurter Goethe-Universität im Fachbereich Sprach- und Kulturwissenschaften ein „Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam“. Die dort eingerichtete Stiftungsprofessur (Inhaber Ömer Özsoy) und die Stiftungsgastprofessur werden von dem türkischen Präsidium für Religiöse Angelegenheiten (Diyanet Isleri Baskanligi) finanziert.[1]

Ömer Özsoy studierte nach seinem Abitur in Kayseri an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara im Fachbereich Islamische Theologie und Philosophie. 1991 promovierte er mit dem Thema Über die Bedeutungsverschiebung eines koranischen Ausdrucks: sunnatullāh. 1996 wurde er Dozent für Koranexegese an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara, seit 2004 lehrt er dort als Professor. 2005 forschte er als Stipendiat am Seminar für Arabistik der Universität Göttingen.

Die von Özsoy mit vertretene theologische Richtung wird als Schule von Ankara bezeichnet.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Zur Finanzierung durch die DITIB vgl. Arno Widmann in der Frankfurter Rundschau vom 9. Juni 2008: "Der von der Türkei finanzierte Frankfurter Lehrstuhl für islamische Religion schafft mehr Probleme als er zu lösen scheint."

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