Öskemen
| Öskemen Өскемен |
|||
|
|||
| Staat: | |||
| Gebiet: | Ostkasachstan | ||
| Gegründet: | 1720 | ||
| Koordinaten: | 49° 59′ N, 82° 37′ O49.98333333333382.616666666667Koordinaten: 49° 59′ 0″ N, 82° 37′ 0″ O | ||
| Fläche: | 540 km² | ||
| Einwohner: | 300.342 (1. Januar 2010)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 556 Einwohner je km² | ||
| Zeitzone: | EKST (UTC+6) | ||
| Telefonvorwahl: | (+7) 7232 | ||
| Postleitzahl: | 070001-070019 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | F | ||
| Gemeindeart: | Gebietshauptstadt | ||
| Äkim (Bürgermeister) : | Abischew Almachanowitsch | ||
| Webpräsenz: | |||
|
|
|||
Öskemen (kasachisch Өскемен; russisch Усть-Каменогорск/Ust-Kamenogorsk) ist eine Stadt im Osten Kasachstans und die Hauptstadt des Gebiets Ostkasachstan (Schyghys Qasaqstan oblysy).
Inhaltsverzeichnis |
Geographische Lage [Bearbeiten]
Die Stadt liegt im westlichen Teil des Altai-Gebirges an der Mündung des Flusses Ulba in den Irtysch am Absperrbauwerk des Buchtarma-Stausees. Sie befindet sich knapp 100 km südlich der Grenze zu Russland und 280 km westlich der Grenze zu China.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Öskemen hat 300.342 Einwohner (2010).
Geschichte [Bearbeiten]
Die Stadt wurde im Jahre 1720 als russische Militär- und Poststation gegründet und entwickelte sich zu Zeiten der Sowjetunion zu einem Zentrum des Bergbaus und der Metallurgie. Sie hieß bis 1993 Ust-Kamenogorsk, was auf Russisch soviel wie Steinberg an der Mündung bedeutet. Der heutige Name Öskemen ist eine Kasachisierung dieses Namens. In Öskemen bestand das Kriegsgefangenenlager 45, Ust-Kamenogorsk, für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2]
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehört die russisch-orthodoxe St.-Andreas-Kathedrale im Stadtzentrum. Nordöstlich des Zentrums liegt die Sinowjew-Kirche. Ebenfalls im Zentrum von Öskemen befindet sich die neue 2003 erbaute Moschee.
Verkehr [Bearbeiten]
Durch die Stadt verläuft die Europastraße 40. In elf Kilometer Entfernung befindet sich der Flughafen Öskemen.
Wirtschaft [Bearbeiten]
In Öskemen hat sich vor allem die Metallindustrie angesiedelt. Bereits 1947 wurde ein metallurgischer Betrieb in der Stadt eröffnet. Die Gründung des Ust-Kamenogorsk Titan-Magnesium Kombinats erfolgte 1965. Ein weiterer großer Arbeitgeber in Öskemen ist das Unternehmen Kazzinc.
Sport [Bearbeiten]
Der Fußballverein Wostok spielt in der höchsten kasachischen Fußball-Liga. Nach einem Skandal um ein „geschobenes“ Spiel gegen Schachtjor Qaraghandy wurden sie für die Saison 2008 ausgeschlossen.
Die Eishockeymannschaft Kaszink-Torpedo nimmt neben der Kasachischen Meisterschaft am Spielbetrieb der Wysschaja Liga, der zweithöchsten russischen Spielklasse, teil.
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
Öskemen ist Geburtsort zahlreicher Eishockeyspieler und prominenter Persönlichkeiten.
Siehe auch [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Agency of statistics of the Republic of Kazakhstan
- ↑ Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Stadt Öskemen (Kasachisch/Russisch/Englisch)
- Deutschsprachige Informationen über Öskemen auf der Internetseite der Pushkin-Bibliothek
- Webseite der Gebietsverwaltung zur Ökologie der Region (Englisch)
Verwaltungszentrum: Öskemen
Städte: Ajagus | Kurtschatow | Ridder | Saissan | Schemonaicha | Semei | Serebrjansk | Syrjanowsk | Tscharsk
Siedlungen: Glubokoje