Öskjuvatn

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Öskjuvatn
Öskjuvatn
Öskjuvatn
Geographische Lage Island
Daten
Koordinaten 65° 2′ 0″ N, 16° 45′ 0″ W65.033333333333-16.751050Koordinaten: 65° 2′ 0″ N, 16° 45′ 0″ W
Öskjuvatn (Island)
Öskjuvatn
Höhe über Meeresspiegel 1.050 m
Fläche 11 km²f5
Volumen 1,2 km³dep1f8
Maximale Tiefe 220 mf10
Besonderheiten

Calderensee

Das Öskjuvatn ist ein See im Hochland von Island. Seine Fläche beträgt ca. 11 km². Die Seetiefe beträgt maximal 220 m.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Name

Der Name bedeutet zu Deutsch Calderensee.

[Bearbeiten] Lage

Der See liegt in der Caldera des Vulkans Askja im Nordosten des Vatnajökull. Er entstand ebenso wie der benachbarte Víti-Krater bei einer gewaltigen Vulkanexplosion im Jahre 1873.

[Bearbeiten] Entstehung

Im Jahre 1875 hatte sich durch Einbruch einer Magmakammer in einer Plinianischen Eruption eine neue Caldera im Zentralvulkan Askja gebildet.

Bis sich die innerste und jüngste Caldera jedoch mit Wasser angefüllt hatte, vergingen nicht weniger als 32 Jahre. Der heutige Wasserstand wurde also 1907 erreicht.

Der Grund des Sees liegt heutzutage noch 50 m tiefer als der Calderenboden und neuerliche bathometrische Messungen ermittelten eine Wassertiefe von 224 m.[1]

[Bearbeiten] Verschollene Deutsche

Im Sommer 1907 verschwanden auf dem See zwei deutsche Männer spurlos, der Privatdozent Walter von Knebel und der Maler Max Rudloff. Die deutsche Verlobte von Knebel, Ina von Grumbkow, machte sich ein Jahr darauf auf die Suche nach ihnen, fand jedoch keine Spur der beiden. Man vermutet, dass sie in dem kleinen Boot, mit dem sie auf den See hinausfuhren, durch eine Steinschlaglawine getötet wurden. Es gibt aber unzählige weitere Theorien.

Ina von Grumbkow wünschte sich, den See nach Knebel zu benennen und die Caldera nach Rudloff, was der einzige Überlebende der Expedition, der Student Hans Spethmann in seinen späteren Veröffentlichungen tut. Die Neubezeichnungen setzten sich nicht durch, es blieb bei der isländischen Bezeichnung Öskjuvatn.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Thor Thordarson, Armann Hoskuldsson: Iceland. Classic Geology in Europe 3. Terra, Harpenden 2002, 176
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