Österbybruk

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Österbybruk
Wappen fehlt
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Österbybruk (Schweden)
Österbybruk
Österbybruk
Basisdaten
Staat: Schweden
Provinz (län): Uppsala län
Historische Provinz (landskap): Uppland
Gemeinde (kommun): Östhammar
Koordinaten: 60° 12′ N, 17° 54′ O60.217.9Koordinaten: 60° 12′ N, 17° 54′ O
Einwohner: 2.272 (31. Dezember 2010)[1]
Fläche: 2,51 km²
Bevölkerungsdichte: 905 Einwohner je km²

Österbybruk ist eine Ortschaft (tätort) in der schwedischen Gemeinde Östhammar in der Provinz Uppsala län. Der Ort hat 2.272 Einwohner (Stand: Ende 2010).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Herrenhof Österbybruk gehörte im 15. Jahrhundert der Dynastie Wasa und war eine Nebenresidenz zum Schloss Örbyhus. Unter Gustav I. Wasa wurden hier mit deutscher Hilfe Eisenwerke zur Versorgung der Armee aufgebaut. Der niederländische Kaufmann Louis De Geer, der schon an anderen schwedischen Orten in die Eisenherstellung investiert hatte, kaufte im 17. Jahrhundert die Anlagen in Österbybruk zusammen mit den Werken Lövstabruk und Gimo und baute sie weiter aus. Die in dieser Zeit errichtete Schmiede ist noch fast vollständig im Originalzustand erhalten. 1927 wurden die Anlagen vom Stahlkonzern Fagersta Bruks AB (Hauptsitz: Fagersta) übernommen. 1983 erfolgte die umfassende Stilllegung der Eisenherstellung in Österbybruk. Es existiert nur noch eine Eisengießerei (Österby Gjuteri AB), die den traditionellen Stempel zur Kennzeichnung der Eisenerzeugnisse aus Österbybruk benutzt.

Kultur[Bearbeiten]

Jedes Jahr im Juni treffen sich im Bereich des Herrenhofes die Musikgruppen des Landes, die sich auf die Nyckelharpa (ein für Schweden typisches Streichinstrument) spezialisiert haben. Im August folgt jährlich das Feuerfest (Eldfesten) im Bereich des Freibades mit Musik im Fackelschein, Feuerwerk, Lichtshows und weiteren Attraktionen.

Verkehr[Bearbeiten]

Zwei größere Landstraßen (290 und 292) verbinden Österbybruk mit den Hauptorten der Umgebung. Eine schmalspurige Eisenbahnlinie von der Mine Dannemora zum Hafen Hargshamn an der Ostsee führte durch die Ortschaft. Der Personentransport, und damit der Halt im Bahnhof Österbybruk, wurde um 1960 eingestellt. In den 1970er Jahren erfolgte der Umbau der Strecke zur Normalspur, die dann in geringem Umfang genutzt wurde. Seit 2008 wird die Strecke modernisiert, da ab 2012 wieder Erz in der Mine Dannemora abgebaut werden soll.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tätorternas landareal, folkmängd och invånare beim Statistiska centralbyrån.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Österbybruk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien