Österreicher Kolonie
Die Österreicher Kolonie ist ein Stadtteil der kreisfreien Stadt Aschaffenburg mit 1.605 Einwohnern (2007) und gehört zum Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern der Bundesrepublik Deutschland.
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[Bearbeiten] Lage
Der Stadtteil grenzt im Norden an die Bahnlinie Aschaffenburg – Würzburg bzw. an den Stadtteil Damm, im Osten an die Gemeinde Goldbach im Landkreis Aschaffenburg, im Westen an die Innenstadt Aschaffenburg und im Süden an das Naherholungsgebiet Fasanerie.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Name Österreicher Kolonie ist abgeleitet vom „Österreicher Denkmal“, das dort 1868 nach einem Entwurf von Georg Eberlein im neugotischen Stil errichtet wurde.[1] Das Denkmal wurde auf einer aus der Zeit des Eisenbahnbaues verbliebenen Abraumhalde errichtet und erinnert an die im Gefecht vom 14. Juli 1866 (siehe dazu auch Gefechte bei Aschaffenburg) im Deutschen Krieg gefallenen österreichischen Soldaten; das Denkmal für gefallene Offiziere und Gräber von Gefallenen befinden sich auf dem Aschaffenburger Altstadtfriedhof. Neben dem gärtnerisch angelegten und von hohen Kastanien umgebenen künstlichen Hügel des Österreicher Denkmals befindet sich heute ein Kinderspielplatz.
Die Wohnkolonie wurde nach dem Ersten Weltkrieg vor allem von Wohnungsgesellschaften in Form von bis zu viergeschossigen Mietshäusern und zweigeschossigen Reihen-, Einzel- und Doppelhäusern mit Vor- und Nutzgarten errichtet, vermietet oder den Bewohnern in Erbbaupacht überlassen. Die Österreicher Kolonie grenzt im Südosten an die Trasse der ehemaligen Verbindungsbahn Goldbach - Neuer Hafen und an die dahinter liegende Anlage des Stadtverbandes der Kleingärtner.
[Bearbeiten] Einrichtungen
Nahe der innenstädtischen Ringstraße stehen auf dem Gelände der früheren Papierfabrik "Nees" das Landratsamt, die Grundschule Gutenbergschule und die Förderschule Fröbelschule.
[Bearbeiten] Umgebung
Die Fasanerie, die in den Jahren 1779 bis 1782 unter Kurfürst und Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal (1774 bis 1802) angelegt wurde, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet.[2] Das im östlichen Ausläufer befindliche Andriansdenkmal zeugt von einem im Jahre 1824 stattgefundenen Säbelduell zweier Forstkandidaten (nach ihrer Couleur auch als Forstpollacken bezeichnet), also Studenten der damaligen Forsthochschule. Dabei wurde Ferdinand Freiherr von Andrian im Alter von 20 Jahren von seinem Kontrahenten getötet.[3]
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Unterfränkische Geschichte, Herausgegeben von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Verlag Echter, 2002, ISBN 3429023742, Seite 304
- ↑ Infos zur Fasanerie
- ↑ Info des Geschichtsvereins
49.9836111111119.1633333333333Koordinaten: 49° 59′ N, 9° 10′ O
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