Österreichische Eishockey-Liga 2009/10

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Meister: EC Red Bull Salzburg
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Die Saison 2009/10 der österreichischen Eishockeyliga dauerte von September 2009 bis April 2010 und wurde nach dem Ausstieg des HC Innsbruck mit nur noch sechs österreichischen Vereinen absolviert, denen sich vier Mannschaften aus Slowenien, Ungarn und Kroatien hinzugesellten. Der kroatische Verein KHL Medveščak Zagreb nahm als Neuzugang erstmals an der Meisterschaft teil. Titelverteidiger war der EC KAC, der jedoch bereits im Viertelfinale ausschied. Neuer Meister wurde zum dritten Mal in der kurzen Vereinsgeschichte der EC Red Bull Salzburg.

Teilnehmende Mannschaften[Bearbeiten]

Teilnehmer der Saison 2009/10

Nach dem frühen Aus im Viertelfinale der letzten Saison verkündete der HC Innsbruck, aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten nicht mehr an der höchsten österreichischen Spielklasse teilnehmen zu wollen und in die Nationalliga abzusteigen. Um dennoch eine gerade Anzahl von Mannschaften im Teilnehmerfeld gewährleisten zu können, sollte der HC Innsbruck durch ein weiteres ausländisches Team ersetzt werden, da wie auch in den letzten Jahren keine Mannschaft aus der Nationalliga Bereitschaft zu einem Aufstieg in die EBEL signalisierte. Kandidaten aus dem Ausland waren der italienische Serie-A-Verein HC Bozen und die kroatische Mannschaft KHL Medveščak Zagreb. Die Kroaten hatten ihren Aufnahmeantrag bereits im Jahr 2007 erstmals gestellt, während die Italiener zwar Interesse bekundeten aber kein offizielles Gesuch stellten. Aus diesem Grunde fiel die Entscheidung für die Mannschaft aus Zagreb, die mit einem kolportierten Budget von etwa zwei Millionen Euro in ihre erste Saison startete.[1]

Diese Entscheidung rief jedoch vor allem bei den Fans ein geteiltes Echo hervor. Allgemein wurden Befürchtungen laut, die sogenannten "Ultras" – gewaltbereite Fans, die auch bei Testspielen bereits für Probleme gesorgt hatten – könnten sich nun auch dem Eishockeysport zuwenden. Einige Teams hatten bekanntgegeben, für den Ernstfall Vorkehrungen treffen zu wollen, jedoch stellten sich alle Befürchtungen als grundlos heraus. Sowohl Mannschaft wie auch Fans erwiesen sich als große Bereicherung für die Liga.

(gereiht nach Vorjahrsplatzierung)

Budgets[Bearbeiten]

Aufgrund der Wirtschaftskrise mussten einige Vereine mit teilweise stark reduzierten Budgets in die neue Saison starten. Am härtesten traf es den HK Jesenice, der Anfang Juni bei einer Pressekonferenz bekanntgab, nur etwa 700.000 Euro für die neue Saison zur Verfügung zu haben. Außerdem musste ein Schuldenberg von rund 1,6 Millionen Euro abgebaut werden. Die Mannschaft ließ daher einige ihrer Schlüsselspieler ziehen und gab bekannt, in den nächsten Spielzeiten verstärkt mit Nachwuchsspielern arbeiten zu wollen.[2]

Aber auch im Verlauf der Saison kam es zu Problemen. Der HDD Olimpija Ljubljana veröffentlichte Ende Dezember in einer Pressemeldung, dass man aufgrund von anhaltenden Problemen bei der Ausbezahlung der Spielergehälter allen Legionären mit Ausnahme von Frank Banham und Kevin Mitchell die Möglichkeit eröffnete, sich ohne Rücksicht auf laufende Verträge bis zum IIHF-Transferschluss neue Vereine zu suchen, wenn die Spieler im Gegenzug auf die ausstehenden Gehälter verzichten. Einige Spieler nahmen dieses Angebot wahr und wechselten, sodass der Verein den Rest der Meisterschaft mit einer Rumpfmannschaft bestritt. In den kommenden Saisonen möchte die Mannschaft weiterhin an der EBEL teilnehmen, dabei jedoch ähnlich dem HK Jesenice auf einen günstigeren Kader vorwiegend aus einheimischen jungen Spielern zurückgreifen.[3]

Modus[Bearbeiten]

Der endgültige Spielplan wurde am 15. Juni 2009 veröffentlicht. Der Modus des Vorjahres mit drei Hin- und Rückrunden im Grunddurchgang wurde beibehalten, was erneut 54 Spiele für jede Mannschaft ergab. Die im Vorjahr ungeliebten Dienstag-Termine wurden durch eine Neuverteilung weitestgehend vermieden, allerdings waren Termine am 25. Dezember und 1. Jänner vorgesehen. Der Weihnachtstermin wurde nicht zuletzt aufgrund von Protesten der nordamerikanischen Spieler verschoben, da es in Übersee üblich ist, Weihnachten erst am 25. Dezember zu feiern. Die Playoffs wurden ab dem Viertelfinale, für das sich die besten acht Teams qualifizieren, wieder im Best-of-Seven-Modus ausgetragen. Gestartet wurde die Saison am 10. September mit einer Neuauflage des letztjährigen Finales, EC KAC gegen EC Red Bull Salzburg, als Livespiel auf Sky.

Reglement[Bearbeiten]

Auch aufgrund der Finanzkrise wurden einige Änderungen im Reglement durchgeführt. Dies betraf vor allem die Kader der Mannschaften. Die Punkteregel wurde modifiziert: im Vorjahr war es erlaubt gewesen, Spieler mit einer Gesamtzahl von 60 Punkten (die Punkte wurden wieder vor der Saison von den jeweils gegnerischen Teams vergeben, wobei ein Wert zwischen 0,5 und 4 Punkten erlaubt war) pro Spiel aufzustellen, so galt diese Gesamtzahl nun für den gesamten angemeldeten Kader. Damit sollte verhindert werden, dass wie in der letzten Saison Spieler eingekauft werden, die anschließend nur wenig Eiszeit erhalten. Gleichzeitig sollten so die Budgets in Grenzen gehalten werden. Bei Erreichen der 60-Punkte-Marke waren nur noch drei Tauschvorgänge erlaubt. Es wurde auch vereinbart, dass die Vereine ab der Saison 2010/11 nur noch mit lizenzierten Spielervermittlern verhandeln durften, um dem Preistreiben bei den Spielergehältern ein Ende zu setzen. Das Lizenzierungssystem für diese Vermittler wurde in Zusammenarbeit mit der DEL erstellt.

Weiters durften die Vereine ab dem Halbfinale keine Anzeigen mehr an den Strafsenat schicken, um damit nachträgliche Sperren für gegnerische Spieler zu erwirken. Mit dieser Regelung sollte das Ausufern dieser Anzeigen, wie es in den letzten Saisonen insbesondere in den Playoffs stattfand, unterbunden werden.[4]

Ende August wurde außerdem beim Jahreskongreß der Internationalen Eishockey-Föderation die Abänderung dreier Regeln beschlossen, was auch in allen österreichischen Meisterschaften übernommen wurde. So darf eine Mannschaft, die ein Icing verursacht zur ersten Unterbrechung nach dem darauf folgenden Bully in ihrer Verteidigungszone keine Spielerwechsel mehr durchführen. Bullys dürfen nur noch an den Anspielpunkten durchgeführt werden, die gedachte Linie parallel zu den Längsbanden fällt nun weg. Außerdem wird nach einer ausgesprochenen Strafe das Anspiel immer in der Verteidigungszone der bestraften Mannschaft durchgeführt. [5]

Transfers[Bearbeiten]

Beim amtierenden Meister EC KAC kehrte der ehemalige Nachwuchsspieler Dieter Kalt zu seinem Heimatverein zurück, während Warren Norris und Christoph Harand den Verein in Richtung Graz 99ers verließen. Erwartungsgemäß wurde auch der Vertrag mit Travis Scott nicht verlängert.

Ähnlich ruhig blieb es beim EHC Linz, dessen Stürmerreihen praktisch unverändert blieben. Hier wurden jedoch die Legionäre in der Verteidigung ausgetauscht. Als Neuzugänge wurden Rich Bronilla (EV Landshut), Darrel Scoville (EC VSV) und Franklin MacDonald (Rochester Americans) bekanntgegeben. Ebenso ersetzte Kim Collins Jim Boni als Trainer, da letzterer als Sportdirektor zum ERC Ingolstadt in die Deutsche Eishockey Liga wechselte.

Der Vorjahres-Letzte Olimpija Ljubljana, wo Verteidiger Pasi Petriläinen und die Stürmer Todd Elik und Ralph Intranuovo den Verein verließen, verpflichtete neben einigen Jugendspielern unter anderem mit Norm Maracle den ehemaligen Torhüter der Iserlohn Roosters. Außerdem unterzeichnete der slowenische Stürmer Ivo Jan (EC Graz 99ers) einen Vertrag über eine Saison und kehrt damit zu jener Mannschaft zurück, wo er seine Profikarriere begann.

Die Graz 99ers überraschten bislang mit der Verpflichtung vieler junger und gestandener österreichischer Spieler. So wurden Martin Oraze (EC VSV) und Florian Iberer (EHC Linz) für die Verteidigung verpflichtet, im Sturm wurde das Team mit Manuel Ganahl (EC-TREND Dornbirn), Matthias Schwab, Patrick Harand (beide EC Red Bull Salzburg), sowie Daniel Woger und Martin Hohenberger (beide HC Innsbruck) verstärkt. Weiters konnten der ehemalige Jesenice-Legionär Jean-Philippe Paré, Verteidiger Cole Jarrett (Nürnberg Ice Tigers) und der Stürmer Eric Healey (Mora IK) verpflichtet werden. Im Tor trat Sébastien Charpentier das Erbe von Dov Grumet-Morris an. Ein weiterer Abgang war der norwegische Verteidiger und ehemalige Teamkapitän Tommy Jakobsen, der das Ende seiner Karriere in seinem Heimatland bestreiten wollte.

Die Vienna Capitals fielen vor allem durch die Verpflichtung dreier Schlüsselspieler des HK Jesenice auf: Marcel und David Rodman sowie Aleš Kranjc unterzeichneten Verträge in der Bundeshauptstadt, während der letzte Saison lange verletzte Aaron Fox zu Liga-Neuling KHL Medveščak Zagreb wechselte. Für die Position des Torhüters konnte mit Frédéric Cassivi nach Jean-François Labbé erneut ein ehemaliger Spieler der Nürnberg Ice Tigers verpflichtet werden. Verteidiger Philippe Lakos kehrte nach einem Jahr beim HC Innsbruck wieder in die Bundeshauptstadt zurück. Ebenfalls die Verteidigung verstärkte François Bouchard von den Adler Mannheim. Um die in den letzten Jahren sehr dünne Kaderdecke zu stärken, wurde außerdem ein Tryout mit jüngeren Spielern veranstaltet.

Beim VSV wurden bisher viele Abgänge von aus der eigenen Jugend stammenden Spielern bekanntgegeben. Thomas Raffl verließ das Team in Richtung Luleå HF, während Benjamin Petrik in die Nationalliga zum ATSE Graz hätte wechseln sollen. Dieser Wechsel wurde jedoch rückgängig gemacht, da sich der ATSE gegen eine Nationalliga-Teilnahme entschied. Neu hinzu kamen dafür die beiden Ex-Villacher Gerhard Unterluggauer (HC Innsbruck) und Philipp Pinter (Salzburg). Nach den Abgängen von Justin Mapletoft und Robby Sandrock wurden deren Positionen mit Mike Martin (Frederikshavn White Hawks) und Kiel McLeod (SG Cortina) nachbesetzt. Auch auf der Trainerbank gab es Veränderungen: dort ersetzte der bisherige Co-Trainer Johan Strömwall Larry Huras, der beim SC Bern einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hatte. Mitte Juli wurde außerdem bekannt, dass Dan Cavanaugh seine Karriere beendete, da er in seiner Heimat eine Arbeit in der Immobilienbranche angenommen hatte. Mit dem Schweden Mikael Wahlberg (HC Ambri-Piotta) hatte man jedoch für die Position des Centers adäquaten Ersatz gefunden.

In Salzburg wurde Bobby Goepfert als Nachfolger von Jordan Parise engagiert, als Abgänge wurden neben Mario Scalzo (Adler Mannheim) und Stéphane Julien (Kölner Haie) auch viele der übrigen Legionäre bekanntgegeben. Neu im Team waren einige junge Spieler wie Michael Schiechl (Graz), Patrick Maier (Linz) und Florian Mühlstein (KAC). Salzburg setzte weiterhin auf die Verpflichtung von jungen Spielern als Legionäre und schloss Verträge mit Michael Gergen (University of Minnesota), Ryan Duncan (Bridgeport Sound Tigers), Kelsey Wilson (Milwaukee Admirals) und Brent Aubin (Toronto Marlies) ab. Mit Steve Regier (Peoria Rivermen bzw. St. Louis Blues) wurde erneut ein Spieler verpflichtet, der erst vergangene Saison bei einem NHL-Club aktiv gewesen war.

Der HK Jesenice kämpfte die gesamte Saison über mit einem stark reduzierten Budget und musste die meisten seiner Schlüsselspieler ziehen lassen, gab jedoch mit dem jungen Talent Rok Tičar, den beiden Russen Boris Tortunow (Torhüter, Witjas Tschechow) und Jan Golubowski (Verteidiger, HK Junost Minsk), dem Esten Andrei Makrov (Stürmer, HK Homel) sowie dem Kasachen Andrei Troschtschinski (Stürmer, Barys Astana) und dem Deutsch-Kasachen Alexander Dück (Iserlohn Roosters) auch einige Neuzugänge bekannt. Mit Aleš Remar (Hockey Milano Rossoblu) kehrte nach einer Saison in der italienischen Serie A2 auch ein langgedienter Stürmer zum Verein zurück.

Alba Volán musste vor allem den plötzlichen Tod von Gábor Ocskay überwinden und verpflichtete eine Reihe ungarischer Nationalspieler. Prominenteste Neuzugänge waren Marton (Diables Rouges de Briançon) und János Vas (Brynäs IF). Ersterer zählte einige Jahre lang zu den Topscorern der französischen Ligue Magnus. Torhüter Levente Szuper verließ den Verein und wechselte zu den Hannover Scorpions in die DEL. Er wurde durch Tommi Satosaari von den Diables Rouges de Briançon ersetzt. Ebenso entschied sich Publikumsliebling Nathan Martz nach langer Überlegung dafür, ein Angebot des HC Alleghe aus der italienischen Serie A1 anzunehmen. Die Verteidiger Ryan Bonni, Blake Forsyth, Nick Martens und Andreas Byström wechselten ebenfalls zu neuen Teams und wurden durch Oscar Ackeström (Hannover Scorpions) und Juha Alen (Mora IK) ersetzt. Auf der Trainerbank trat Jarmo Tolvanen die Nachfolge von Ted Sator an.

Liga-Neuling KHL Medveščak Zagreb baute für die erste EBEL-Saison ein völlig neues Team auf und verpflichtete neben einigen im Ausland tätigen Spielern mit kroatischen Wurzeln auch den slowenischen Nationaltorhüter Robert Kristan (Mora IK). Ebenso konnten mit Aaron Fox (Capitals), Robby Sandrock (VSV), Alan Letang (HC Innsbruck) und Conrad Martin (HK Jesenice) einige EBEL-erfahrene Legionäre verpflichtet werden. Mit T. J. Guidarelli kehrte ein Center in die EBEL zurück, der mit Aaron Fox bereits in der Saison 2003/04 beim HC Innsbruck ein erfolgreiches Stürmerduo gebildet hatte. Mike Ouellette (Hartford Wolf Pack) und Jeff Corey (South Carolina Stingrays) verstärkten die Sturmreihen zusätzlich.

Transfers während der Saison[Bearbeiten]

Der ehemalige Nationaltorhüter Reinhard Divis kehrte nach einem Jahr in Schweden zu den Red Bulls zurück.

Relativ schnell ausgetauscht wurde mit Boris Tortunow der Torhüter des HK Jesenice, dessen Position Dov Grumet-Morris, der ehemalige Torhüter der Graz 99ers übernahm. Auch die Stürmer Andrei Makrov und Andrei Troschtschinski standen in der Kritik.[6] Ersterer konnte sich jedoch in einem persönlichen Gespräch mit dem Trainer eine zusätzliche Frist sichern, um seine Leistungsfähigkeit zu beweisen.[7] Neu hinzu kam für kurze Zeit der Stürmer Konstantin Firsanov von den Schwenninger Wild Wings (2. Eishockey-Bundesliga)[8], der jedoch das Tryout aufgrund mangelnder Leistungen nicht bestand.[9] Er wurde durch Bobby Robins (Belfast Giants) ersetzt. Da jedoch weiterhin der Erfolg ausblieb, wurde Trainer Ildar Rahmatuljin im November durch Mike Posma ersetzt, der zwei Jahre zuvor die Laibacher bis ins Finale geführt hatte.[10] Dieser holte auch Todd Elik vom HC Thurgau nach Jesenice. Die Einzelheiten des Transfers liefen jedoch unter mysteriösen Umständen ab, da Posma Elik kurzerhand mit dem PKW aus Thurgau holte, noch bevor die Formalitäten für den Transfer abgewickelt waren[11]

Bei Alba Volán wurde der Tryout-Stürmer Teemu Elomo nicht in das fixe Line-Up aufgenommen.[12] Zunächst stand für kurze Zeit die Verpflichtung des Kanadiers Grant Stevenson im Raum, mit dem jedoch keine Einigung erzielt werden konnte.[13] Stattdessen wurde die erneute Verpflichtung von Nathan Martz bekanntgegeben (HC Alleghe), der schon in der Saison zuvor mit guten Leistungen überzeugt hatte. Die Verteidigung wurde mit David Bornhammar (Leksands IF) verstärkt.[14]

Auch der HDD Ljubljana verstärkte sich zusätzlich während der Saison. Nachdem Ralph Intranuovo den Verein verlassen hatte, wurden mit Travis Brigley und Matt Higgins zwei weitere Stürmer engagiert.[15] Harlan Pratt, der in der Saison 2006/07 bereits sechs Spiele für die Vienna Capitals bestritten hatte, und Burke Henry (ehemals Salzburg) verstärkten die Abwehr.[16] Nur auf wenige Einsätze brachte es Steve Kelly, dessen Vertrag aufgrund einer Verletzung vorzeitig wieder aufgelöst werden musste.[17] Die meisten der verpflichteten Spieler verließen den Verein aufgrund von dessen finanziellen Schwierigkeiten jedoch im Saisonverlauf wieder.

Liganeuling Zagreb engagierte nach Saisonbeginn den Verteidiger Chris Powers und verstärkte wenig später auch den Sturm mit dem Kanadier Brad Smyth.[18] Im November wurde außerdem der ehemalige Capitals- bzw. Linz-Legionär Richard Seeley für ein Tryout verpflichtet.[19] Ende November kam zusätzlich der Stürmer Jeff Heerema von den Frankfurt Lions nach Zagreb.[20]

Die Red Bulls Salzburg entließen nach achtzehn Runden Bobby Goepfert aufgrund nicht ausreichender Leistungen aus seinem Vertrag und nahmen den vereinslosen Reinhard Divis als zweiten Torhüter neben David LeNeveu unter Vertrag.[21] Im November wurde außerdem der laufende Vertrag mit Trainer Pierre Pagé um drei weitere Jahre verlängert.[22] Knapp vor Transferschluss fand noch ein vereinsinterner Tausch statt: Brent Aubin wurde aus dem Farmteam in die erste Mannschaft geholt, während der enttäuschende Michael Gergen den umgekehrten Weg antrat.

Der EC KAC verstärkte sich aufgrund einer Serie von Verletzungen bei den Stammspielern – im Oktober waren mit Sean Brown, Johannes Reichel, Christoph Brandner und Andrew Schneider gleich vier Stammspieler verletzt – Anfang November mit dem NHL-Veteranen Shawn Bates[23], der aber nach nur sechs Spielen aufgrund mangelnder Leistungen wieder entlassen wurde.[24] Anfang Dezember wurde mit Jason Morgan ein neuer Ersatz verpflichtet.[25] Knapp vor Weihnachten kam mit Jordan Parise auch der letztjährige Torhüter der Salzburger zum KAC.[26]

Der junge Österreicher Kevin Puschnik, der zuvor in der Quebéc Major Junior Hockey League sein Glück versucht hatte, absolvierte ein Tryout bei den 99ers, wurde aber dann doch von den Red Bulls Salzburg unter Vertrag genommen.[27][28]

Der EHC Linz reagierte Mitte November auf die langfristige Verletzung von Darrel Scoville und verpflichtete als Ersatz den Verteidiger Brendan Buckley.[29]

Auch der EC VSV musste auf den deutlichen Leistungsschwund nach dem starken Meisterschaftsbeginn reagieren und nahm im November den Verteidiger Jean-François Fortin unter Vertrag. Ein weiterer Stürmer sollte folgen[30] und wurde in Person von Nate DiCasmirro gefunden, der jedoch bei weitem nicht die erhofften Leistungen bringen konnte.

Die Vienna Capitals reagierten mit der Verpflichtung des Kanadiers Yves Sarault im Dezember auf die Verletzung von Marc Tropper. Sarault absolvierte zunächst ein Tryout bei den Wienern[31] und wurde schließlich in die fixe Aufstellung übernommen. Knapp vor Ende der Transferfrist machten die Capitals noch mit einigen aufsehenerregenden Transfers auf sich aufmerksam: Verteidiger Tino Anton Teppert wurde trotz starker Leistungen abgegeben und gegen zwei weitere Transferkartenspieler, Francis Lemieux und den ehemaligen Salzburger Darryl Bootland, ersetzt. Dieser Transfer rief viel Kritik hervor, da die Capitals ohnehin über eine weit überdurchschnittliche Anzahl an Legionären verfügten.

Preseason[Bearbeiten]

Beinahe alle Mannschaften bestritten in ihrem Testspielprogramm eines oder mehrere Turniere. Der EC Red Bull Salzburg veranstaltete wieder das Red Bulls Salute, an dem diesmal unter anderem die Adler Mannheim (DEL), die Espoo Blues (SM-liiga) und der HK ZSKA Moskau (KHL) teilnahmen, und konnte dieses Turnier zum ersten Mal seit seiner Austragung gewinnen. Titelverteidiger EC KAC sowie die Ligakonkurrenten EC VSV, HK Jesenice und HDD Olimpija Ljubljana nahmen wieder am Rudi-Hiti-Sommercup in Bled teil. Die beiden Vorjahresfinalisten KAC und VSV konnten heuer das Finale nicht mehr erreichen, Sieger wurde der HK Jesenice, der sich im entscheidenden Spiel gegen die Diables Rouges de Briançon im Penaltyschießen durchsetzte. Der EHC Linz bestritt den Dolomitencup sowie den Euro-Can-Cup, letzteren gemeinsam mit den London Knights (Ontario Hockey League), dem EHC München (2. Eishockey-Bundesliga) und dem EV Zug (National League A) in Nordamerika, und schloss beide Turniere auf dem dritten Rang ab. Alba Volán Székesfehérvár konnte ein Turnier in Polen gewinnen und veranstaltete zu Ehren des verstorbenen Spielers Gábor Ocskay ein Gedenkturnier, an dem sich auch die Vienna Capitals, die Graz 99ers und der HDD Olimpija Ljubljana beteiligten. Alba Volán konnte sich im Finale gegen die Vienna Capitals durchsetzen.

Daneben fand eine große Zahl an Testspielen gegen Mannschaften aus der Deutschen Eishockey Liga und der National League A und B statt. Dabei konnten die österreichischen Mannschaften sehr gute Ergebnisse erzielen und zeigen, dass die EBEL ihr Niveau weiter an die genannten Ligen annähern konnte.

Übersicht über alle Preseason-Turniere[Bearbeiten]

Turnier Zeitraum Teilnehmer aus der EBEL Teilnehmer Endergebnisse
Dolomitencup 14. bis 16. August 2009 EHC Linz 4 EHC Linz: Rang 3
Turnier in Polen 20. bis 22. August 2009 Alba Volán Székesfehérvár 4 Alba Volán Székesfehérvár: Turniersieger[32]
Euro-Can-Cup 25. bis 31. August 2009 EHC Linz 4 EHC Linz: Rang 3[33]
Red Bulls Salute 27. bis 30. August 2009 EC Red Bull Salzburg 6 EC Red Bull Salzburg: Turniersieger[34]
Rudi-Hiti-Sommercup 27. bis 30. August 2009 EC KAC
EC VSV
HK Jesenice
HDD Olimpija Ljubljana
6 HK Jesenice: Turniersieger
EC KAC: Rang 3
HDD Olimpija Ljubljana: Rang 4
EC VSV: Rang 5
Gábor-Ocskay-Gedenkturnier 5. und 6. September 2009 Alba Volán Székesfehérvár
EV Vienna Capitals
EC Graz 99ers
HDD Tilia Olimpija Ljubljana
4 Alba Volán Székesfehérvár: Turniersieger
EV Vienna Capitals: Rang 2
EC Graz 99ers: Rang 3
HDD Olimpija Ljubljana: Rang 4[35]
Vierländerturnier 5. und 6. September 2009 EC VSV 4 EC VSV: Rang 4[36]

Grunddurchgang[Bearbeiten]

1. Durchgang[Bearbeiten]

Tabellensituation nach dem ersten Durchgang (18 Runden)[37]
Rk Team GP W L (OTL) GF:GA +/- Pts
1 EC Graz 99ers 18 13 5 (2) 74:44 +30 28
2 EHC Linz 18 12 6 (3) 68:49 +19 27
3 Vienna Capitals 18 13 5 (0) 70:46 +24 26
4 EC VSV 18 11 7 (1) 55:56 -1 23
5 EC KAC 18 10 8 (1) 59:55 +4 21
6 EC Red Bull Salzburg 18 9 9 (2) 80:67 +13 20
7 Alba Volán 18 8 10 (2) 51:64 -13 18
8 KHL Medveščak Zagreb 18 7 11 (3) 50:73 -23 17
9 HDD Olimpija Ljubljana 18 5 13 (2) 45:65 -20 12
10 HK Jesenice 18 2 16 (3) 43:76 -33 7

Der Grunddurchgang startete am 10. September mit der Neuauflage des Vorjahresfinales, EC KAC gegen den EC Red Bull Salzburg, das als Fernsehspiel von Pay-TV-Sender Sky live ausgestrahlt wurde und von Vizemeister Salzburg mit 7:6 gewonnen werden konnte. In der Folgezeit setzte sich etwas überraschend der von vielen als schwächer eingeschätzte EC VSV an die Spitze der Tabelle, nachdem man die Saison mit fünf Siegen in Folge eröffnet hatte. Vor allem die neuen Legionäre Kiel McLeod und Mikael Wahlberg, sowie der junge Österreicher Michael Raffl sorgten immer wieder für Torerfolge. Dicht gefolgt wurden die Villacher von den Graz 99ers, die trotz einer Verletzung von Torhüter Sébastien Charpentier mit dem jungen Fabian Weinhandl sehr gute Ergebnisse erzielen konnten. Bei Meister und Vizemeister wurde jedoch in den ersten Spielen eine deutliche Schwäche in der Defensive offensichtlich. Bei den Salzburgern, wo Trainer Pierre Pagé ein System mit vier Stürmern und nur einem Verteidiger installiert hatte, konnten auch die beiden Torhüter Bobby Goepfert und David LeNeveu zunächst nicht voll überzeugen, wenngleich vor allem die Feldspieler die Defensivaufgaben nicht konsequent erledigten. Dennoch schaffte es LeNeveu nach einigen Runden, sich die Position als erster Torhüter zu sichern.

Beim Meister EC KAC stabilisierten sich die Leistungen nach einem durchwachsenen Start zum Ende des ersten Durchgangs hin, nachdem die Mannschaft das erste Kärntner Derby der Saison gegen den EC VSV mit 4:1 gewonnen hatte. Jedoch behinderten viele Ausfälle die Mannschaft: Der Center Andrew Schneider musste nach einem harten Check von Benoit Gratton mit einer Gehirnerschütterung pausieren, und wenig später wurde bei Verteidiger Sean Brown eine alte Schulterverletzung wieder akut. Beide fielen für den Großteil der Saison aus. Nur wenige Spiele später fielen auch Verteidiger Johannes Reichel und die Stürmer Jeff Shantz und Christoph Brandner aus, wodurch der EC KAC einige Spiele mit einer Rumpfmannschaft bestreiten musste. Von Seiten des Vereins war bereits zu dieser Zeit angedacht, Verstärkung zu holen, jedoch sollten zunächst die Ausheilung der Verletzungen und die Leistungen der Mannschaft beobachtet werden. Hier taten sich vor allem die jüngeren Spieler hervor, sodass auch einige Spiele gegen hochkarätige Gegner gewonnen werden konnten.

Die Vienna Capitals starteten mit zwei Heimniederlagen in die Saison, fanden jedoch mit einem Auswärtssieg beim ungarischen EBEL-Teilnehmer Alba Volán wieder zu gewohnter Stärke zurück und konnten anschließend sechs Spiele in Folge gewinnen. Trotz einer streckenweise sehr umfangreichen Verletztenliste etablierte sich die Mannschaft schnell an der Tabellenspitze. Der EHC Linz konnte sich aufbauend auf eine solide Defensive und Torhüter Alex Westlund ebenfalls in der vorderen Tabellenhälfte platzieren, verpasste jedoch zunächst Platz eins durch eine Schwächephase, in deren Verlauf drei Spiele in Serie verloren wurden. Insbesondere das erste Auswärtsspiel in Székesfehérvár bedeutete einen Wendepunkt bei den bis dorthin gezeigten Leistungen, als die Mannschaft im letzten Drittel einen 5:1-Vorsprung verspielte und schließlich noch im Penaltyschießen (nach insgesamt 24 angetretenen Schützen) unterlag.

Bei den ausländischen Teilnehmern verliefen die ersten achtzehn Runden jedoch weniger erfolgreich. Neuzugang Zagreb belegte zwar zwischenzeitlich den zweiten Tabellenplatz, fiel jedoch mit Fortgang der Meisterschaft zurück, nachdem man zwischenzeitlich allein in vier Spielen 23 Gegentore hatte hinnehmen müssen. Insbesondere das Auswärtsspiel in Salzburg geriet mit einem Endstand von 3:9 zu einer empfindlichen Niederlage. Hier wurde mit der Verpflichtung von Brad Smyth reagiert. In der Folgezeit bekam die Mannschaft die schwächelnde Verteidigung zwar in den Griff, konnte aber zwischenzeitlich nur wenig Boden in der Tabelle gut machen.

Ljubljana konnte zwar stärker in die Meisterschaft starten, als zu Beginn prognostiziert worden war, jedoch lag das Team nach achtzehn Runden dennoch nur auf Rang neun. Mit Travis Brigley, Matt Higgins und Harlan Pratt wurden gleich drei neue Spieler verpflichtet, während Ralph Intranuovo den Verein verließ, aber mit der mangelnden Auswärtsstärke blieb das Hauptproblem weiterhin bestehen.

Alba Volán, das bereits nach acht Spielen entschied, den Vertrag mit dem finnischen Tryout-Stürmer Teemu Elomo nicht zu verlängern, konnte auch dank eines starken Tommi Satosaari im Tor einige Spiele souverän für sich entscheiden und sich so im unteren Mittelfeld platzieren. Insbesondere nach dem unerwarteten Shootout-Sieg gegen den EHC Linz legte die Mannschaft stark zu und konnte mit einigen beachtlichen Siegen zeigen, dass man sich seit der ersten Saison in der EBEL stark gesteigert hatte. Dennoch wurde die Mannschaft zusätzlich mit dem Verteidiger David Bornhammar und dem Stürmer Nathan Martz, der bereits in der Saison zuvor zu den besten Spielern der Ungarn gezählt und den Verein zwischenzeitlich verlassen hatte, verstärkt.

Beim HK Jesenice wurde jedoch das finanziell bedingte Fehlen von wirklichen Leistungsträgern deutlich, da die Mannschaft mit nur zwei Siegen auf dem letzten Tabellenplatz landete und in einigen Spielen hohe Niederlagen hinnehmen musste. Hier wurde Torhüter Boris Tortunow bereits vorzeitig entlassen und durch den ehemaligen Grazer Dov Grumet-Morris ersetzt. Auch Andrei Troschtschinski musste den Verein verlassen und wurde durch Bobby Robins ersetzt. Dennoch zeigte sich, dass Jesenice vor allem gegen Ende eines Spiels den nötigen Spielwitz und die Ausdauer vermissen ließ, wodurch viele Begegnungen vor allem in der Schlussphase verloren gingen.

Die Tabellenspitze hielten nach achtzehn Runden die Graz 99ers. Während der EC VSV nach der starken Startphase eine empfindliche Niederlagenserie hinnehmen musste und streckenweise äußerst schlechte Leistungen lieferte, gelangen den Grazern mehrere souveräne Siege in Folge, an denen auch Fabian Weinhandl im Tor einen hohen Anteil hatte. Unterbrochen wurde diese Serie lediglich durch eine unerwartete Heimniederlage gegen das Team aus Zagreb. In einem Herzschlagfinale gegen den Tabellennachbarn aus Linz unterlagen die Grazer zwar im Shootout, der Punkt rettete jedoch zwischenzeitlich Platz eins.

2. Durchgang[Bearbeiten]

Tabellensituation nach dem zweiten Durchgang (36 Runden)[38]
Rk Team GP W L (OTL) GF:GA +/- Pts
1 EC Graz 99ers 36 23 13 (4) 133:88 +45 50
2 Vienna Capitals 36 24 12 (2) 135:100 +35 50
3 EC Red Bull Salzburg 36 22 14 (3) 145:110 +35 47
4 EHC Linz 36 20 16 (5) 123:104 +19 45
5 Alba Volán 36 17 19 (6) 114:120 -6 40
6 EC VSV 36 18 18 (2) 105:121 -16 38
7 EC KAC 36 18 18 (1) 112:117 -5 37
8 KHL Medveščak Zagreb 36 16 20 (3) 107:131 -24 35
9 HDD Olimpija Ljubljana 36 13 23 (2) 99:133 -34 28
10 HK Jesenice 36 9 27 (4) 99:148 -49 22

Im zweiten der drei Durchgänge setzten sich die zu Beginn der Meisterschaft eingeläuteten Trends fort. Die Graz 99ers konnten zwischenzeitlich die Führung auf bis zu sechs Punkte Vorsprung ausbauen. Ein kurzes Tief ließ diesen aber ebenso schnell wieder zusammenschmelzen. Mit den Linzern schwächelte der ehemals erste Verfolger etwas und fiel schließlich bis auf den vierten Platz zurück. Dort musste man auch auf die Verletzung von Verteidiger Darrel Scoville reagieren und verpflichtete mit Brendan Buckley Ersatz, um die zuletzt etwas schwächelnde Abwehr zu stabilisieren. Auch Goalie Alex Westlund zeigte streckenweise Anzeichen einer Überspielung und wurde des Öfteren während des Spiels von Lorenz Hirn ersetzt.

Neuer erster Verfolger waren die Vienna Capitals, die trotz der Verletzungen von Raphael Rotter, David Rodman, Christian Dolezal und Philippe Lakos eine Siegesserie herausspielen konnten und nach dem 33. Spieltag sogar kurzzeitig auf dem ersten Tabellenplatz standen.

Die Red Bulls Salzburg konnten im Verlauf der Meisterschaft ihre latente Abwehrschwäche weitgehend beseitigen und einige Plätze in der Tabelle gut machen. Die Mannschaft bereitete sich parallel dazu auf die Teilnahme am IIHF Continental Cup vor, weshalb einige Spiele auf Dezember verschoben wurden. Deutlich zu erkennen waren die Auswirkungen des veränderten Systems von Trainer Pierre Pagé, der weiterhin mit vier Stürmern pro Linie spielen ließ. Nach 36 Spielen hatten die Salzburger 145 Tore zu verzeichnen, was einem Durchschnitt von 4,03 Treffern pro Spiel entsprach.

Etwas überraschend arbeitete sich Alba Volán mit einigen souveränen Siegen nach oben und konnte sich im Mittelfeld behaupten. Auch auswärts gelangen einige Erfolge gegen die besser platzierten Mannschaften.

Der EC VSV musste auf die Verletzung von Mikael Wahlberg reagieren, der als kreative Kraft im Angriff eine große Lücke hinterließ, die auch Neuzugang Nathan DiCasmirro nicht füllen konnte. Die Mannschaft rutschte in der Folge in der Tabelle zurück und ließ deutlich erkennen, dass die Qualität im Kader langfristig nicht mit jener der Topmannschaften konkurrenzfähig war. Dennoch zeigte sich, dass der VSV durch das gute Konditionstraining im Vorfeld der Saison einige der Schwächen kompensieren konnte.

Beim EC KAC riss die Serie der Verletzungen nicht ab. Zwischenzeitlich waren Sean Brown, Herbert Ratz, Johannes Reichel, Fabian Scholz, Christoph Brandner, Andrew Schneider und Jeff Shantz verletzt, und auch Neuzugang Shawn Bates versäumte bald nach seinem ersten Spiel einige Partien. Die Lücken im Kader wurden streckenweise mit Spielern aus den Jugendmannschaften aufgefüllt, aber die mangelnde Routine ließ das Team immer wieder in empfindliche Niederlagen schlittern, wobei aufgrund der größtenteils langwierigen Verletzungen keine unmittelbare Verbesserung in Sicht war. Hinzu kam, dass Bates mit seinen Leistungen eher enttäuschte und schließlich durch Jason Morgan ersetzt wurde, der jedoch auch keine neuen Akzente setzen konnte. Auf der Torhüterposition wurde mit Jordan Parise ebenfalls eine zusätzliche Kraft unter Vertrag genommen. Trotz aller Bemühungen verlor der EC KAC in der Tabelle jedoch an Boden und fiel bis auf den siebten Rang zurück.

Neuzugang Medveščak konnte streckenweise die Leistungen stabilisieren, wenngleich die Mannschaft immer noch mit großen Problemen in der Verteidigung zu kämpfen hatte. Trainer Enio Sacilotto wurde durch Ted Sator ersetzt, der mehr Stabilität in die Mannschaft bringen sollte. Mit seiner Übernahme verbesserten sich in der Tat die Leistungen, ein langfristiger Trend bildete sich jedoch nicht heraus. Guten Spielen mit konsequenten Leistungen aller Spieler standen immer noch grobe Fehlleistungen in einzelnen Partien gegenüber, was den Kroaten zwar die Annäherung an das Mittelfeld ermöglichte aber eine Verbesserung des Tabellenranges verhinderte.

Am Tabellenende standen weiterhin die beiden slowenischen Teilnehmer, bei denen ebenfalls Trainerwechsel zu Buche standen. Beim HDD Ljubljana wurde Dany Gelinas Ende November entlassen und durch den Finnen Hannu Järvenpää ersetzt. Die Laibacher konnten zwar den Rückstand etwas verringern, doch auch hier war keine wirkliche Leistungssteigerung erkennbar. Dazu kamen finanzielle Probleme, sodass die Slowenen auch Neuzugang Travis Brigley trotz guter Leistungen vorzeitig aus dem Vertrag entlassen mussten. Diese Schwierigkeiten sollten sich mit dem Fortgang der Saison noch wesentlich verschlimmern und zu einer regelrechten Abwanderungswelle von Schlüsselspielern führen.

Am meisten Probleme hatte erwartungsgemäß weiterhin der HK Jesenice. Mit Grumet-Morris kam zwar mehr Stabilität auf der Position des Torhüters ins Team, die unerfahrene und weitgehend auf junge Spieler aufgebaute Verteidigung hatte jedoch weiterhin enorme Probleme. Im Sturm trat durch die Verpflichtung von Todd Elik eine leichte Verbesserung ein. Elik wurde von Trainer Mike Posma (der sein Amt vom Russen Ildar Rahmatuljin übernommen hatte) kurzerhand mit dem PKW aus Thurgau geholt, noch bevor die vertraglichen Details des Wechsels geklärt waren. Der Rückstand des Teams aus Jesenice auf einen Playoff-Platz betrug nach zwei Dritteln der Meisterschaft jedoch bereits 13 Punkte, was angesichts der mangelnden Qualität im Kader das Erreichen eines Playoff-Platzes schon sehr früh unmöglich werden ließ.

3. Durchgang[Bearbeiten]

Der dritte Durchgang brachte keine fundamentalen Änderungen in der Tabelle mehr, wenngleich sich einige Platzierungen noch verschoben. Die Graz 99ers behaupteten ihre Spitzenposition auch weiterhin und bestachen durch ein hervorragendes Mannschaftsgefüge und gute Defensivarbeit. Hier hatte der junge Fabian Weinhandl auch nach Sébastien Charpentiers Genesung das Vertrauen und wechselte sich mit diesem im Tor ab. Ein wesentlicher Faktor war auch, dass die Mannschaft vom Verletzungspech weitgehend verschont blieb und sich das Team so bis zum Ende die Frische bewahren konnte. Ähnlich erging es den Salzburgern, die wie gewohnt gegen Ende der Saison ihre Form perfektionierten und erneut ihren Anspruch als Titelanwärter festigen konnten, wenngleich sie im letzten Spiel des Grunddurchgangs bei den Grazern mit einer jungen Mannschaft mit 0:7 noch eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten.

Einige Schwächen offenbarten jedoch die Vienna Capitals, bei denen es knapp vor Transferschluss noch zu einigen umstrittenen Entscheidungen kam. So wurde Verteidiger Tino Anton Teppert trotz guter Leistungen aus dem Kader genommen und durch zwei weitere Legionäre in Person von Francis Lemieux und Darryl Bootland ersetzt. Diese Entscheidung rief viel Kritik hervor und schlug sich in keiner signifikanten Verbesserung des Kaders nieder.

Der EHC Linz schwächelte zwar ebenfalls, stabilisierte sich gegen Ende jedoch, wenngleich die Mannschaft über den vierten Rang nicht mehr hinauskam. Dahinter sicherte sich der EC VSV den fünften Platz in der Tabelle. Die Villacher profitierten vom sich lichtenden Lazarett und fanden zum Ende des Grunddurchgangs wieder zu einer kompakteren Form. Der EC KAC steigerte sich ebenfalls noch zum Ende hin und machte mit Auswärtssiegen in Salzburg und Graz auf sich aufmerksam, womit auch noch einige Plätze in der Tabelle gutgemacht werden konnten. Jordan Parise erwies sich als der erhoffte Rückhalt und führte zwischenzeitlich die Torhüterwertung an. Positiv fiel auch Gregor Hager auf, der mit einem Hattrick einen Auswärtssieg beim EC VSV ermöglichte. Lediglich Alba Volán konnte den Meister in dieser Phase noch einmal stoppen, wenngleich der EC KAC auf ungarischem Eis nur sehr knapp mit 1:2 unterlag.

KHL Medvešcak Zagreb und Alba Volán Székesfehérvár qualifizierten sich ohne Probleme für die Playoffs und verpassten nur knapp die höheren Tabellenregionen. Die Kroaten konnten die latenten Probleme in der Verteidigung weitgehend beheben, während Alba Volán mit konstant guten Leistungen überzeugen konnte.

Keine große Veränderung gab es auf den Rängen neun und zehn. Der HDD Olimpija Ljubljana musste infolge der maroden Finanzen immer mehr seiner Leistungsträger ziehen lassen und verlor trotz einiger guter Leistungen immer mehr an Boden. Dafür stabilisierten sich die Leistungen des HK Jesenice, der zwischenzeitlich auch einige Siege gegen Favoriten erringen konnte, und dessen Mannschaft gegen Ende der Saison immer besser zusammenfand. Mit dem Ausgang der Meisterschaft hatten die beiden Teams aber schließlich nichts mehr zu tun, wenngleich Jesenice Laibach am Ende noch überholte.

Tabelle nach dem Grunddurchgang[Bearbeiten]

Rk Team Spiele S N SNV NNV SNP NNP Tore TVH Punkte
1 EC Graz 99ers 54 36 18 3 2 3 3 197:132 +65 77
2 EC Red Bull Salzburg 54 33 21 5 4 1 1 203:158 +45 71
3 Vienna Capitals 54 33 21 5 3 2 1 193:156 +37 70
4 EHC Linz 54 30 24 0 2 2 7 176:150 +26 69
5 EC VSV 54 29 25 3 1 2 1 162:174 -12 60
6 Alba Volán Székesfehérvár 54 25 29 2 7 3 0 165:184 -19 57
7 EC KAC 54 27 27 3 1 4 2 166:159 +7 57
8 KHL Medveščak Zagreb 54 25 29 5 5 4 2 160:182 -22 57
9 HK Jesenice 54 16 38 4 3 2 4 148:205 -57 39
10 HDD Olimpija Ljubljana 54 16 38 1 3 0 2 141:211 -70 37

Statistiken des Grunddurchgangs[Bearbeiten]

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts PIM +/- PPG PPA SHG SHA GWG
1 Eric Healey 99ers 53 27 40 67 18 +31 8 13 0 0 5
2 Roland Kaspitz VSV 53 14 51 65 58 +16 2 16 0 0 1
3 Greg Day 99ers 54 19 45 64 16 +29 3 15 0 1 5
4 Pat Leahy Linz 50 24 39 63 90 +4 12 18 0 0 4
5 Frank Banham Ljubljana 44 30 32 62 34 -4 6 15 2 1 3
6 Thomas Koch Salzburg 50 19 43 62 24 +27 4 22 3 0 3
7 Benoît Gratton Capitals 49 18 41 59 140 +16 6 17 2 0 3
8 Ryan Duncan Salzburg 50 26 32 58 34 +14 6 11 1 0 4
9 David Rodman Capitals 52 22 36 58 50 +12 7 15 1 0 5
10 Brad Purdie Linz 51 23 33 56 74 +6 9 15 0 0 3
11 Árpád Mihály Alba Volán 54 24 31 55 65 +12 12 5 1 1 4
12 Jean-Philippe Paré 99ers 54 18 36 54 40 +21 4 9 1 1 1
13 Rob Shearer Linz 51 17 36 53 43 +11 2 15 1 0 2
14 Warren Norris 99ers 53 29 23 52 34 +25 9 4 0 1 7
15 Andrei Makrov Jesenice 52 27 25 52 40 -8 10 8 0 0 4

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

Torhüter
Rk Spieler Team GP MIP SOG SVS GA SVS % GAA SO W L OTL
1 Fabian Weinhandl 99ers 39 2302:40 1135 1043 92 91,89 2,40 3 25 8 4
2 Jordan Parise KAC 14 815:18 417 383 34 91,85 2,50 1 6 6 2
3 Zoltán Hetényi Alba Volán 21 1123:47 718 656 62 91,36 3,31 0 7 8 4
4 Alex Westlund Linz 51 3061:28 1615 1475 140 91,33 2,74 2 28 14 9
5 Sébastien Charpentier 99ers 17 965:18 434 396 38 91,24 2,36 0 11 5 1
6 Bernhard Starkbaum VSV 18 1031:15 554 505 49 91,16 2,85 1 12 5 0
7 Frédéric Cassivi Capitals 51 2984:27 1549 1411 138 91,09 2,77 1 30 16 4
8 René Swette KAC 36 2018:58 1071 974 97 90,94 2,88 3 19 14 0
9 Gert Prohaska VSV 38 2214:46 1274 1155 119 90,66 3,22 1 17 18 2
10 Tommi Satosaari Alba Volán 37 2144:58 1270 1150 120 90,55 3,36 0 18 14 3
11 David LeNeveu Salzburg 34 1938:58 909 822 87 90,43 2,69 2 23 7 2
12 Dov Grumet-Morris Jesenice 39 2350:28 1357 1224 133 90,20 3,40 2 13 20 6
13 Norm Maracle Ljubljana 25 1376:08 833 751 82 90,16 3,58 1 6 13 3
14 Reinhard Divis Salzburg 16 944:36 438 394 44 89,95 2,79 1 9 5 2
15 Robert Kristan Medveščak 48 2732:03 1491 1339 152 89,81 3,34 1 23 18 7

(Legende zur Torhüterstatistik: GP oder Sp = Spiele insgesamt; W oder S = Siege; L oder N = Niederlagen; T oder U oder OT = Unentschieden oder Overtime- bzw. Shootout-Niederlage; Min. = Minuten; SOG oder SaT = Schüsse aufs Tor; GA oder GT = Gegentore; SO = Shutouts; GAA oder GTS = Gegentorschnitt; Sv% oder SVS% = Fangquote; EN = Empty Net Goal; 1 Play-downs/Relegation)

Playoffs[Bearbeiten]

Playoff-Baum[Bearbeiten]

  Viertelfinale Halbfinale Finale
                           
  1 EC Graz 99ers 2  
8 KHL Medveščak Zagreb 4  
  2 EC Red Bull Salzburg 4  
  8 KHL Medveščak Zagreb 1  
2 EC Red Bull Salzburg 4
7 EC KAC 3  
  2 EC Red Bull Salzburg 4
  4 EHC Linz 2
3 Vienna Capitals 4  
6 Alba Volán Székesfehérvár 1  
3 Vienna Capitals 3
  4 EHC Linz 4  
4 EHC Linz 4
  5 EC VSV 1  

Viertelfinale[Bearbeiten]

Die Viertelfinalserien begannen am 21. Februar 2010. Als erste Mannschaft sicherte sich der EHC Linz seinen Platz im Halbfinale, der sich gegen den EC VSV mit 4:1 Siegen durchsetzte. In den ersten vier Begegnungen wurde von der jeweils unterlegenen Mannschaft in jedem Spiel ein Vorsprung von zwei Toren vergeben. Der EC VSV lag in den ersten beiden Spielen in Linz mit 2:0 voran, konnte aber letztlich nur ein Heimspiel in der Overtime gewinnen. Das fünfte und entscheidende Spiel geriet für die Mannschaft zum Desaster, als man in Linz mit 2:7 unterlag und vor allem an schweren Fehlern in der Abwehr scheiterte. Insgesamt zeigte sich, dass das Team vor allem von den starken einheimischen Kräften profitierte, die Transferkartenspieler ließen jedoch auch bedingt durch das mangelnde Budget die notwendige Klasse zum Teil vermissen. Der EHC Linz konnte zwar ebenfalls keine konstant gute Leistung zeigen, erwies sich aber über die Serie als effizienter.

Nur etwa zwanzig Minuten später sicherten sich die Vienna Capitals das Halbfinale, die sich im entscheidenden fünften Spiel erst in der Overtime gegen Alba Volán durchsetzen konnten. Die Serie hatte mit einem überraschenden Overtime-Sieg der Ungarn begonnen, den jedoch die Capitals im nächsten Spiel, ebenfalls erst in der Verlängerung, egalisierten. Danach erwiesen sich die Wiener als die deutlich bessere Mannschaft. Nach zwei deutlichen Niederlagen war Alba Volán erst in Spiel fünf wieder ein starker Gegner und führte zwischenzeitlich sogar auf Wiener Eis. In der Overtime nutzten die Hausherren dann aber ein Überzahlspiel und warfen den einzigen ungarischen EBEL-Teilnehmer aus der Meisterschaft.

Die größte Überraschung des Viertelfinales ergab sich in der Serie des Tabellenersten EC Graz 99ers gegen die Nummer acht, KHL Medveščak Zagreb aus Kroatien. Die Serie begann zunächst erwartungsgemäß mit zwei Siegen des Favoriten. Die Kroaten fanden erst im dritten Spiel der Serie zu ihren Stärken und tauschten auch ihren ersten Torwart Robert Kristan gegen den jungen und vergleichsweise unerfahrenen Gašper Krošelj. Mit einem knappen 3:2-Auswärtssieg nach Verlängerung wendete sich das Blatt. Zagreb schaffte es, die nominell stärkste Sturmreihe der Liga, bestehend aus Eric Healey, Warren Norris und Greg Day, erfolgreich zu neutralisieren und glich zunächst in der Serie aus. Mit einem weiteren Auswärtssieg holte sich das Team den Matchpuck, der mit dem vierten Sieg in Folge auf eigenem Eis auch souverän verwertet wurde.

Als einzige Serie ging das Duell zwischen dem EC Red Bull Salzburg und dem EC KAC über die volle Distanz von sieben Spielen. Die Begegnungen verliefen äußerst eng und wurden über weite Strecken von den Defensiven beider Teams beherrscht. Nachdem die ersten vier Spiele jeweils vom Auswärtsteam gewonnen wurden, gelang den Salzburgern in Spiel fünf der erste Heimsieg. Der EC KAC erzwang im sechsten Duell zwar ein Entscheidungsspiel, musste dort aber dem Kräfteverschleiß des von Verletzungsfällen geplagten Grunddurchgangs Tribut zollen und konnte das hohe Tempo der Red Bulls nicht mitgehen. Zwar gelang es, einen 0:3-Rückstand mit zwei Treffern noch aufzuholen, aber Salzburg fixierte mit einem Empty Net Goal schließlich den Einzug ins Halbfinale.

EC Graz 99ers (1) – KHL Medveščak Zagreb (8)[39]
21. Februar EC Graz 99ers – KHL Medveščak Zagreb 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)
23. Februar KHL Medveščak Zagreb – EC Graz 99ers 3:6 (2:1, 0:1, 1:4)
25. Februar EC Graz 99ers – KHL Medveščak Zagreb 2:3 n.V. (0:0, 1:2, 1:0, 0:1)
28. Februar KHL Medveščak Zagreb – EC Graz 99ers 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
2. März EC Graz 99ers – KHL Medveščak Zagreb 3:4 n.V. (3:0, 0:1, 0:2, 0:1)
4. März KHL Medveščak Zagreb – EC Graz 99ers 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)
KHL Medveščak Zagreb gewinnt die Serie mit 4:2
EC Red Bull Salzburg (2) – EC KAC (7)[40]
21. Februar EC Red Bull Salzburg – EC KAC 2:3 (0:1, 1:0, 1:2)
23. Februar EC KAC – EC Red Bull Salzburg 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)
25. Februar EC Red Bull Salzburg – EC KAC 2:3 (1:2, 0:0, 1:1)
28. Februar EC KAC – EC Red Bull Salzburg 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)
2. März EC Red Bull Salzburg – EC KAC 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)
4. März EC KAC – EC Red Bull Salzburg 5:3 (2:3, 2:0, 1:0)
7. März EC Red Bull Salzburg – EC KAC 4:2 (2:0, 1:1, 1:1)
Der EC Red Bull Salzburg gewinnt die Serie mit 4:3
Vienna Capitals (3) – Alba Volán Székesfehérvár (6)[41]
21. Februar Vienna Capitals – Alba Volán Székesfehérvár 2:3 n.V. (1:0, 1:2, 0:0, 0:1)
23. Februar Alba Volán Székesfehérvár – Vienna Capitals 2:3 n.V. (1:1, 0:1, 1:0, 0:1)
25. Februar Vienna Capitals – Alba Volán Székesfehérvár 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)
28. Februar Alba Volán Székesfehérvár – Vienna Capitals 1:4 (0:1, 1:2, 0:1)
2. März Vienna Capitals – Alba Volán Székesfehérvár 6:5 n.V. (1:0, 0:1, 4:4, 1:0)
Die Vienna Capitals gewinnen die Serie mit 4:1
EHC Linz (4) – EC VSV (5)[42]
21. Februar EHC Linz – EC VSV 3:2 (0:2, 2:0, 1:0)
23. Februar EC VSV – EHC Linz 4:3 n.V. (1:1, 0:2, 2:0, 1:0)
25. Februar EHC Linz – EC VSV 5:2 (0:2, 4:0, 1:0)
28. Februar EC VSV – EHC Linz 3:4 n.V. (2:1, 0:1, 1:1, 0:1)
2. März EHC Linz – EC VSV 7:2 (3:0, 2:1, 2:1)
Der EHC Linz gewinnt die Serie mit 4:1

Halbfinale[Bearbeiten]

Das Halbfinale begann am 9. März 2009. Als erste Mannschaft sicherte sich der EC Red Bull Salzburg die Teilnahme am Finale. Der Vizemeister verlor nur Spiel Nummer drei, das auf eigenem Eis mit einem deutlichen 1:4 an die Kroaten ging. Die übrigen Begegnungen wurden von den Salzburgern klar dominiert. Zagreb scheiterte unter anderem auch an der eigenen Disziplin und agierte durchweg sehr häufig in Unterzahl. Im letzten Spiel gelang es dem Neuzugang zwar noch, einen 0:3-Rückstand mit zwei Treffern im Schlussabschnitt aufzuholen, aber letzten Endes genügte es nicht mehr für einen zweiten Sieg.

In der zweiten Serie zogen die Vienna Capitals gegen die schwächelnden Linzer zunächst mit drei Siegen in Folge davon. Die Oberösterreicher fanden erst im vierten Spiel zu ihren Stärken zurück und gewannen ihr erstes Spiel gestützt auf einen starken Alex Westlund im Tor in der Overtime. Die fünfte Begegnung verlief anschließend sehr kurios: zu Beginn des zweiten Drittels führten die Capitals bereits mit einem komfortablen 4:1-Vorsprung, gaben das Spiel aber aus der Hand, als die Mannschaft binnen vier Minuten drei Unterzahltore hinnehmen musste. Auch in Spiel sechs vergaben die Capitals Sekunden vor Schluss die Führung und verloren in der Overtime durch einen verwerteten Penaltyschuss von Brad Purdie, womit die Linzer die Serie trotz des 0:3-Rückstandes ausgeglichen hatten. Im alles entscheidenden Spiel hatten die Oberösterreicher dann zwar einen schwachen Start und gerieten schnell mit 0:2 in Rückstand, glichen aber noch im ersten Drittel auf 3:3 aus. Hauptverantwortlich war auf Wiener Seite das äußerst schwache Defensivspiel, das den Linzern viel Raum ließ. Auch der Wiener Torwart Frédéric Cassivi, der zuvor bereits von Trainer Kevin Gaudet öffentlich kritisiert worden war[43], spielte unter seinen Möglichkeiten und verließ beim Stand von 6:3 für Linz nach knapp 42 Minuten sein Tor. Knapp vor Schluss kamen die Wiener durch einen Doppelschlag von Marcel Rodman noch einmal heran, aber letzten Endes zog Linz mit einem 7:5-Sieg in das Finale ein, was in der österreichischen Eishockey-Geschichte noch keiner Mannschaft nach einem Rückstand von 0:3 in einer Serie bisher gelungen war.[44]

EC Red Bull Salzburg (2) – KHL Medveščak Zagreb (8)[45]
9. März EC Red Bull Salzburg – KHL Medveščak Zagreb 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)
11. März KHL Medveščak Zagreb – EC Red Bull Salzburg 1:5 (0:2, 0:1, 1:2)
14. März EC Red Bull Salzburg – KHL Medveščak Zagreb 1:4 (0:2, 1:2, 0:0)
16. März KHL Medveščak Zagreb – EC Red Bull Salzburg 1:5 (1:2, 0:1, 0:2)
18. März EC Red Bull Salzburg – KHL Medveščak Zagreb 3:2 (1:0, 1:0, 1:2)
Salzburg gewinnt die Serie mit 4:1
Vienna Capitals (3) – EHC Linz (4)[46]
9. März Vienna Capitals – EHC Linz 4:0 (0:0, 1:0, 3:0)
11. März EHC Linz – Vienna Capitals 1:3 (0:2, 0:1, 1:0)
14. März Vienna Capitals – EHC Linz 5:4 (2:2, 1:2, 2:0)
16. März EHC Linz – Vienna Capitals 2:1 n.V. (0:0, 0:1, 1:0, 1:0)
18. März Vienna Capitals – EHC Linz 4:6 (3:1, 1:4, 0:1)
21. März EHC Linz – Vienna Capitals 6:5 n.V. (2:2, 1:2, 2:1, 1:0)
23. März Vienna Capitals – EHC Linz 5:7 (3:3, 0:2, 2:2)
Der EHC Linz gewinnt die Serie mit 4:3

Finale[Bearbeiten]

Doug Lynch schoss den EC Red Bull Salzburg im alles entscheidenden Spiel zum Meistertitel.

Das Finale begann am 25. März 2010. In den beiden ersten Begegnungen setzten die Linzer den Erfolgslauf aus dem Halbfinale fort und stellten auf eine 2:0-Führung in der Serie. Als große Stütze erwies sich erneut Alex Westlund, der in beiden Spielen deutlich mehr Torschüsse zu parieren hatte als sein Gegenüber. Der Linzer Sturm glänzte jedoch durch Effizienz und verwertete konsequent die herausgearbeiteten Chancen. Die Salzburger hatten umgekehrt Probleme mit der vergleichsweise langen Pause nach dem vorzeitig gewonnenen Halbfinale und fanden insbesondere in der Offensive nicht zu ihrem Spiel. Trainer Pierre Pagé sprach vor den Kameras des Pay-TV-Senders Sky von "zweitklassigem Eishockey" der Linzer und warf ihnen vor, mit ihrer abwartenden Defensivtaktik den "Speed und die Skills" der Salzburger zu stören und das österreichische Eishockey damit insgesamt im internationalen Vergleich zurückzuwerfen. Diese Aussagen stießen allerdings auf Unmut unter den Fans.[47]

Erst mit dem dritten Spiel änderten sich die Kräfteverhältnisse, als Salzburg dank einer unkonzentrierten Linzer Verteidigung bereits im ersten Drittel auf 4:0 davonziehen konnte. Die Linzer besannen sich zwar im zweiten Spielabschnitt auf ihre Stärken und erzielten im Schlussdrittel sogar noch den Anschlusstreffer, aber letzten Endes besiegelte ein Treffer von Jeremy Rebek ins leere Tor die erste Niederlage der Oberösterreicher im Finale.

Auch in der folgenden Begegnung behielt Salzburg die Oberhand. Mit einem Doppelschlag stellte der Vizemeister bereits im ersten Drittel auf 2:0 und konnte zu Beginn des Mitteldrittels sogar einen weiteren Treffer erzielen. Die Linzer hatten erneut Schwierigkeiten in der Defensive, kamen aber nur eine Minute später zu ihrem ersten Torerfolg. Der Anschlusstreffer fiel jedoch erst knapp vor Schluss. Salzburg brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und glich so in der Serie aus. Die Oberösterreicher hatten zwar erstmals in der Serie mehr Torschüsse als der Gegner vorzuweisen, aber im Gegensatz zum Halbfinale und den ersten beiden Finalpartien fehlte die Effizienz vor dem Tor.

Salzburg drehte die Serie schließlich mit dem fünften Spiel. Zwar konnten die Linzer den ersten Treffer noch ausgleichen, aber die Bullen zogen mit Beginn des Schlussdrittels auf 3:1 davon. Der Anschlusstreffer durch Brad Purdie, der auch den Ausgleich erzielt hatte, kam zu spät. Erst im entscheidenden Spiel gelang es den Linzern wieder, dem Vizemeister Paroli zu bieten. Eine schnelle 2:0-Führung nach dem ersten Drittel wurde zwar egalisiert, aber die Linzer konnten umgekehrt eine Salzburger Führung im Schlussabschnitt zum 3:3 ausgleichen. Der Sieger wurde erst in der zweiten Overtime gefunden, was die Begegnung zur bisher längsten in der Geschichte der österreichischen Eishockey-Liga machte. Erst in der 83. Minute erzielte Doug Lynch das alles entscheidende Tor für den EC Red Bull Salzburg, der damit zum dritten Mal in der kurzen Vereinsgeschichte österreichischer Eishockey-Meister wurde.

25. März 2010
19:15 Uhr[48]
EC Red Bull Salzburg
Latusa M. (04:43, Welser D.)
Aubin B. (41:13, Siklenka M.)
2:3
(1:2, 0:1, 1:0)

Strafminuten: 14:12
Torschüsse: 37:25
EHC Linz
Bronilla R. (08:42, Lukas P., Schlacher M.)
MacDonald F. (19:15, Powerplay, Grabher-Meier M., Shearer R.)
Lukas P. (33:37, Powerplay, Bronilla R., Leahy P.)
28. März 2010
18:00 Uhr[49]
EHC Linz
Matthiasson M. (17:46, Shearer R., Purdie B.)
Baumgartner G. (33:33, Leahy P., Lukas R.)
Grabher-Meier M. (38:17, Powerplay, Shearer R., MacDonald F.)
Shearer R. (40:46, Purdie B., Lukas R.)
Iberer M. (49:05, Grabher-Meier M., Buckley B.)
Shearer R. (51:27, Mayr M.)
6:4
(1:0, 2:1, 3:3)

Strafminuten: 14:4
Torschüsse: 23:45
EC Red Bull Salzburg
Filewich J. (32:07, Duncan R., Trattnig M.)
Trattnig M. (45:16, Powerplay, Siklenka M., Latusa M.)
Koch T. (46:42, Powerplay, Siklenka M.)
Lakos A. (55:02, Powerplay, Welser D.)
30. März 2010
19:15 Uhr[50]
EC Red Bull Salzburg
Aubin B. (01:53, Lakos A., Pewal M.)
Heinrich D. (05:47, Rebek J., Schiechl M.)
Welser D. (14:04, Powerplay, Aubin B., Wilson K.)
Koch T. (14:48, Rebek J.)
Duncan R. (55:38, Aubin B., Regier S.)
Rebek J. (57:04, Empty Net, Lynch D.)
6:3
(4:0, 0:2, 2:1)

Strafminuten: 24:10
Torschüsse: 37:25
EHC Linz
Bronilla R. (23:52, Powerplay, Pat Leahy, Lukas P.)
Pat Leahy (27:48, Shorthanded, Shearer R.)
MacDonald F. (53:28, Shearer R., Matthiasson M.)
1. April 2010
19:15 Uhr[51]
EHC Linz
Lukas P. (24:08, Leahy P., Buckley B.)
Baumgartner G. (56:56, Powerplay, Lukas P., Bronilla R.)
2:3
(0:2, 1:1, 1:0)

Strafminuten: 6:10
Torschüsse: 29:23
EC Red Bull Salzburg
Siklenka M. (15:33, Powerplay, Koch T.)
Duncan R. (16:23)
Lynch D. (23:05, Ulmer M., Rebek J.)
4. April 2010
18:00 Uhr[52]
EC Red Bull Salzburg
Aubin B. (04:13, Powerplay, Pewal M., Wilson K.)
Rebek J. (38:41, Powerplay, Koch T., Latusa M.)
Welser D. (43:12, Koch T.)
3:2
(1:0, 1:1, 1:1)

Strafminuten: 8:12
Torschüsse: 42:27
EHC Linz
Purdie B. (21:21, Powerplay, Matthiasson M., MacDonald F.)
Purdie B. (56:20, Shearer R., Lukas R.)
6. April 2010
19:15 Uhr[53]
EHC Linz
Leahy P. (03:40, Powerplay, Lukas R., Lukas P.)
Purdie B. (14:53, MacDonald F., Shearer R.)
Matthiasson M. (42:20, Purdie B., Lukas R.)
3:4 n.2.V.
(2:1, 0:1, 1:1, 0:0, 0:1)

Strafminuten: 18:12
Torschüsse: 29:47
EC Red Bull Salzburg
Duncan R. (18:20, Powerplay, Regier S., Rebek J.)
Lynch D. (23:45, Powerplay, Filewich J.)
Welser D. (40:51, Koch T., Latusa M.)
Lynch D. (82:27)

Playoff-Statistiken[Bearbeiten]

Topscorer
Rk Spieler Team GP G A Pts PIM +/- PPG PPA SHG SHA GWG
1 Brad Purdie Linz 18 11 11 22 32 +9 5 2 1 0 2
2 Rob Shearer Linz 18 9 13 22 18 +7 1 5 0 1 2
3 Patrick Lebeau Capitals 12 5 17 22 8 +11 1 7 0 0 1
4 Markus Matthiasson Linz 18 9 10 19 14 +6 1 6 0 0 1
5 Pat Leahy Linz 18 7 11 18 28 -1 3 6 1 0 1
6 Benoît Gratton Capitals 12 4 14 18 68 +13 1 5 1 1 1
7 Daniel Welser Salzburg 17 7 9 16 42 +5 2 4 0 1 2
8 Thomas Koch Salzburg 18 5 11 16 6 +5 1 6 0 1 1
9 Rafael Rotter Capitals 12 10 5 15 38 +5 2 1 0 0 1
10 T. J. Guidarelli Zagreb 11 2 13 15 4 +7 0 5 1 1 0
11 Mike Siklenka Salzburg 16 6 7 13 10 +8 2 4 0 0 1
12 Manuel Latusa Salzburg 18 4 9 13 8 +11 0 2 2 0 1
13 David Rodman Capitals 12 5 7 12 14 +1 2 2 0 1 0
14 Martin Grabher-Meier Linz 18 5 7 12 8 +1 1 3 0 0 1
15 Marco Pewal Salzburg 18 3 9 12 20 +2 2 2 0 2 1
Torhüter
Rk Spieler Team GP MIP SOG SVS GA SVS % GAA SO W L OTL
1 Jordan Parise KAC 7 416:21 242 224 18 92.56 2.59 0 3 4 0
2 Gašper Krošelj Zagreb 6 320:22 133 122 11 91.73 2.06 1 4 2 0
3 David LeNeveu Salzburg 9 526:32 215 19 196 91.16 2.17 0 6 2 0
4 Reinhard Divis Salzburg 10 566:53 271 247 24 91.14 2.54 2 6 4 0
5 Robert Kristan Zagreb 6 353:25 211 192 19 91.00 3.23 0 1 4 0
6 Alex Westlund Linz 18 1115:06 655 61 594 90.69 3.28 0 10 7 1
7 Fabian Weinhandl Graz 2 120:00 63 57 6 90.48 3.00 0 1 1 0
8 Sébastien Charpentier Graz 4 256:51 115 103 12 89.57 2.80 0 1 1 2
9 Tommi Satosaari Alba Volán 5 302:49 185 165 20 89.19 3.96 0 1 3 1
10 Gert Prohaska VSV 4 250:52 135 120 15 88.89 3.59 0 1 2 1
11 Frédéric Cassivi Capitals 12 718:04 278 241 37 86.69 3.09 1 7 2 3

Meisterschaftsendstand[Bearbeiten]

  1. Logo des EC Red Bull Salzburg EC Red Bull Salzburg
  2. Logo des EHC Linz EHC Linz
  3. Logo der Vienna Capitals Vienna Capitals
  4. Logo des KHL Medveščak Zagreb KHL Medveščak Zagreb
  5. Logo des EC KAC EC KAC
  6. Logo der Graz 99ers EC Graz 99ers
  7. Logo des EC VSV EC VSV
  8. Logo von Alba Volán Székesfehérvár Alba Volán Székesfehérvár
  9. Logo des HK Jesenice HK Jesenice
  10. Logo des HDD Olimpija Ljubljana HDD Olimpija Ljubljana

Kader des Österreichischen Meisters[Bearbeiten]

Österreichischer Meister

Logo des EC Red Bull Salzburg
EC Red Bull Salzburg

Torhüter: Reinhard Divis, David LeNeveu

Verteidiger: André Lakos, Wilhelm Lanz, Robert Lembacher, Doug Lynch, Daniel Mitterdorfer, Florian Mühlstein, Jeremy Rebek, Andreas Reisinger, Mike Siklenka, René Tödling, Matthias Trattnig, Daniel Welser, Andreas Wiedergut

Angreifer: Brent Aubin, Ryan Duncan, Alexander Feichtner, Jonathan Filewich, Mario Fischer, Lukas Fritz, Dominique Heinrich, Thomas Koch, Manuel Latusa, Patrick Maier, Marco Pewal, Kevin Puschnik, Steve Regier, Michael Schiechl, Martin Ulmer, Kelsey Wilson

Cheftrainer: Pierre Pagé

Schiedsrichter[Bearbeiten]

Wie auch in den Jahren zuvor leiten Schiedsrichter aus allen an der Erste Bank Eishockey Liga beteiligten (und einigen anderen) Staaten die Partien. Das Schiedsrichterkollegium wird dabei von Obmann Martin Labitzke und seinem Stab zu den Einsätzen eingeteilt. In der folgenden Liste sind alle an der Saison 2009/10 beteiligten Schiedsrichter aufgeführt. In Klammer ist angegeben, ob der Schiedsrichter eine Lizenz der internationalen Eishockey-Föderation zum Leiten internationaler Begegnungen besitzt.[54]

  • OsterreichÖsterreich Stefan Bauer
  • OsterreichÖsterreich Thomas Berneker (IIHF)
  • OsterreichÖsterreich Martin Bogen
  • TschechienTschechien Pavel Cervenak (*)
  • OsterreichÖsterreich Robert Dostal
  • SlowenienSlowenien Igor Dremelj
  • OsterreichÖsterreich Robert Falkner (IIHF)
  • OsterreichÖsterreich Wolfgang Fussi (IIHF)
  • UngarnUngarn Peter Gebei
  • OsterreichÖsterreich Christian Jelinek
  • OsterreichÖsterreich Roland Kellner
  • OsterreichÖsterreich Matthias Längle (IIHF)
  • SlowenienSlowenien Borut Lesnjak
  • OsterreichÖsterreich Christian Oswald
  • SchweizSchweiz Christian Potocan (IIHF)
  • OsterreichÖsterreich Martin Reichert
  • DeutschlandDeutschland Wilhelm Schimm (**)
  • DeutschlandDeutschland Ladislav Smetana
  • SlowenienSlowenien Viktor Trilar
  • OsterreichÖsterreich Horst Martin Tschebull (IIHF)
  • OsterreichÖsterreich Georg Veit

Anmerkungen:

(*) Pavel Cervenak ist mit insgesamt 186 EBEL-Einsätzen seit 2000 der derzeitige Rekordhalter unter den aktiven Schiedsrichtern (Stand zum Ende der Saison 2008/09).

(**) Wilhelm Schimm ist als Gastschiedsrichter in der EBEL tätig (bisher 81 Einsätze).

Zuschauer[Bearbeiten]

Bedingt durch den großen Zuschauerandrang bei Liganeuling Zagreb und das Freiluftderby zwischen den beiden Kärntner Vereinen durchbrach die Gesamtzahl der Zuschauer in dieser Saison erstmals die Schallgrenze von einer Million, die während des Halbfinales erreicht wurde. Damit konnte die absolute Zahl der Zuschauer seit der Saison 2004/05 annähernd verdoppelt und seit der Jahrtausendwende sogar mehr als verdreifacht werden. Im März gab die Internationale Eishockey-Föderation bekannt, dass die EBEL mit einem Schnitt von mehr als 3.300 Zuschauern bei den Spielen des Grunddurchgangs die Slovnaft Extraliga überholt und sich damit auf Rang sieben der europäischen Topligen platziert hatte. Ein langfristiger Trend ist aus diesen Zahlen allerdings noch nicht abzusehen, da ein Teil des Anstieges aus den oben erwähnten Umständen resultierte. Die insgesamt äußerst positive Entwicklung wurde jedoch nach den vergangenen Jahren erneut bestätigt.

Zuschauerstatistik[Bearbeiten]

Rang Team Zu Hause Auswärts Gesamt[55]
Spiele Zuschauer Durchschnitt Spiele Zuschauer Durchschnitt Spiele Zuschauer Durchschnitt
1. KHL Medveščak Zagreb 32 190.850 5.964 33 93.488 2.833 65 284.338 4.374
2. EC KAC 30 153.193 5.106 31 105.792 3.413 61 258.985 4.246
3. EC VSV 29 108.700 3.748 30 125.911 4.197 59 234.611 3.976
4. EV Vienna Capitals 34 133.200 3.918 32 98.835 3.089 66 232.035 3.516
5. EC Graz 99ers 30 77.500 2.583 30 109.683 3.656 60 187.183 3.120
6. Alba Volán Székesfehérvár 29 89.370 3.082 30 93.582 3.119 59 182.952 3.101
7. EHC LIWEST Linz 36 96.350 2.676 36 125.543 3.487 72 221.893 3.082
8. EC Red Bull Salzburg 37 92.779 2.508 35 124.014 3.543 72 216.793 3.011
9. HDD Olimpija Ljubljana 27 66.100 2.448 27 86.929 3.220 54 153.029 2.834
10. HK Jesenice 27 44.867 1.662 27 89.132 3.301 54 133.999 2.481

Medien[Bearbeiten]

Fernsehübertragungen[Bearbeiten]

Bereits am 16. Februar 2010 wurde bekannt, dass der Pay-TV-Sender Sky Deutschland seine Kooperation mit der Erste Bank Liga bis zur Saison 2014/15 verlängerte und damit der wichtigste Medienpartner der Liga bleiben wird. Jedoch kamen in der aktuellen Saison vier Übertragungen durch den Privatsender Servus TV im Free-TV hinzu, was in Zukunft noch ausgeweitet werden soll. Auch im Ausland wurden Ligaspiele übertragen: in Slowenien zeigte RTV Slovenia 29, in Ungarn Sportklub 17 und in Kroatien HRT ebenfalls 29 Livespiele, sodass die EBEL-Spiele es auf insgesamt 121 Fernseheinsätze allein im Grunddurchgang brachten.

Radio[Bearbeiten]

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden die Spiele der beiden Kärntner Clubs EC KAC und EC VSV regelmäßig live auf Radio Kärnten übertragen. Auch einige andere Bundesländer wie beispielsweise Wien boten unregelmäßige Übertragungen an. Zusätzlich brachte Radio Harmonie mit der Sendung Eis:society ein eigenes Magazin zur Liga heraus.

Printmedien und Sonstiges[Bearbeiten]

Insgesamt gab es allein im Grunddurchgang über 5.000 Berichte zur Liga in TV, Radio und den Printmedien, was eine Bruttoreichweite von rund 1,8 Milliarden Personen ergab. Jeder Österreicher wurde in diesem Zeitraum im Durchschnitt 1,8 Mal täglich von der Liga kontaktiert, was im Vergleich zu den Vorjahren erneut einen starken Zuwachs bedeutete.[56]

All-Star-Team und wertvollster Spieler[Bearbeiten]

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch in dieser Saison von den Eishockey-Fachjournalisten wieder der wertvollste Spieler (MVP, Most valuable Player) der Saison gewählt. Die Nachfolge des Salzburger Stürmers Thomas Koch trat der Linzer Torwart Alex Westlund an. Koch wurde vor dem VSV-Stürmer Roland Kaspitz zweiter. Auf den weiteren Plätzen folgten Rob Shearer (EHC Linz), Benoît Gratton und Raphael Rotter (beide Wien), Krisztián Palkovics und Márton Vas (beide Alba Volán) und Brad Purdie und Patrick Leahy (ebenfalls beide Linz).[57] Als Hommage an den im Vorjahr verstorbenen Eishockeyspieler und -trainer Ron Kennedy wurde die Auszeichnung umbenannt und heißt seit der Saison 2009/10 Ron Kennedy-Trophy.

Zum EBEL-YoungStar des Jahres (bester Nachwuchsspieler) wurde von den Fans der KAC-Stürmer Markus Pirmann gewählt.[58]

Das All-Star-Team wurde wieder von den Fans gewählt. Hier zeigten die euphorischen kroatischen Fans, welch großes Echo der EBEL-Beitritt von KHL Medveščak Zagreb hervorgerufen hatte: sämtliche Spieler der All-Star-Mannschaft stammten aus den Reihen der Bären:[59]

All-Star-Team der Saison 2009/10
Robert Kristan
Torwart
Alan Letang
Rechter Verteidiger
Conrad Martin
Linker Verteidiger
John Hecimovic
Rechter Flügel
Mike Ouellette
Center
T. J. Guidarelli
Linker Flügel

Trivia[Bearbeiten]

Am 9. Jänner 2009 fand in der Hypo Group Arena erstmals ein Eishockeyspiel in Österreich in einem Fußballstadion statt.
  • Während der Playoffs der Saison 2008/09 erwirkte der EHC Linz in der Halbfinalserie gegen den EC VSV beim Strafsenat eine 3 Spiele andauernde Sperre gegen den Villacher Verteidiger Darrel Scoville. Dieser saß jedoch nur ein Spiel davon ab, da seine Mannschaft danach das Halbfinale verlor. Da Scoville im Sommer zu den Linzern wechselte, musste er die restlichen zwei Spiele bei jenem Verein absitzen, der ursprünglich die Sperre erwirkt hatte.[60]
  • Die Graz 99ers verkündeten am 10. September 2009, mit der "Moser Medical Group" einen neuen Hauptsponsor gefunden zu haben. Daher erfolgte eine Änderung des Teamnamens in EC Moser Medical Graz 99ers.[61]
  • Eine weitere Namensänderung gab der ungarische EBEL-Teilnehmer Alba Volán Székesfehérvár bekannt. Nach dem Tod des langjährigen Teamstürmers Gábor Ocskay nahm die Mannschaft dessen Rückennummer in ihren Namen auf und nannte sich Alba Volán 19 bzw. mit vollem Namen SAPA Fehérvár Alba Volán 19.[62]
  • Am 9. Jänner wurde erstmals ein Spiel der Erste Bank Eishockey Liga in einem Fußballstadion ausgetragen. Das Derby zwischen dem EC KAC und dem EC VSV fand in der Hypo Group Arena statt, wo speziell für dieses Spiel ein Icerink aufgebaut wurde. Die Kosten für das Event beliefen sich auf rund 350.000 Euro. Insgesamt waren 30.500 Zuschauer bei dem Spiel anwesend, das der EC VSV mit 3:1 für sich entscheiden konnte.[63][64]
  • Begünstigt auch durch das Freiluftspiel in Klagenfurt und der Teilnahme des Publikumsmagneten KHL Medvescak Zagreb konnte die durchschnittliche Zuschauerzahl in dieser Saison auf 3.301 gehoben werden. Damit ist die EBEL im IIHF-Ranking auf Platz 7 in Europa gereiht und hat somit die slowakische Slovnaft extraliga auf Platz 8 verdrängt.[65]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bozen noch nicht in die EBEL
  2. Tiefrote Zahlen beim HK Jesenice
  3. Schock in der EBEL: Laibach vor der Pleite?
  4. Ergebnisse der Liga-Sitzung
  5. IIHF führt drei neue Regeln ein
  6. Jesenice feuert zwei Legionäre
  7. Makrov darf doch in Jesenice bleiben
  8. Neuer Tryout-Stürmer für Jesenice
  9. Jesenice wirft zwei weitere Spieler raus
  10. Mike Posma neuer Jesenice-Coach
  11. Jesenice bestätigt: Elik ist wieder da!
  12. Alba Volán verlängert Tryout-Finnen nicht
  13. Alba Volán hat neuen Stürmer an der Angel
  14. Alba Volán holt Schweden-Beton für die Abwehr
  15. Zwei neue Stürmer für Laibach
  16. Laibach holt Ex-Salzburger für die Abwehr
  17. Laibach verliert nächsten Legionär
  18. Zagreb rüstet noch einmal auf
  19. Zagreb holt Seeley zum Tryout
  20. Zagreb holt Ex-NHL-Stürmer
  21. Divis wieder in Salzburg, Goepfert muss gehen
  22. Pagé verlängert um drei Jahre in Salzburg
  23. Meister KAC holt neuen Stürmer
  24. KAC schmeißt Bates raus
  25. Meister KAC hat neuen Stürmer
  26. Also doch! KAC holt Parise ins Tor!
  27. 99ers angeln sich Talent Puschnik
  28. Salzburg angelt Puschnik den Grazern weg
  29. Black Wings haben Verteidiger gefunden
  30. VSV bestätigt Fortin-Zugang
  31. Capitals holen Tryout-Kanadier
  32. Alba Volán gewinnt Turnier in Polen
  33. Homepage des EHC Linz: Wings holen Rang 3
  34. Homepage des Red Bulls Salute
  35. Alba Volán gewinnt Heimturnier gegen die Capitals
  36. VSV wird in Italien nur Letzter
  37. Tabellensituation nach 18 Runden bei www.hockeyfans.at
  38. Tabellensituation nach 36 Runden bei www.hockeyfans.at
  39. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  40. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  41. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  42. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  43. Kurier.at: Einsamkeit im Wiener Torraum, Artikel vom 20. März 2010
  44. Black Wings im EBEL-Finale abgerufen am 23. März 2010
  45. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  46. Ergebnisse und Spielberichte auf www.erstebankliga.at
  47. Die Statistik spricht gegen Salzburg
  48. Spielbericht auf www.eishockey.at
  49. Spielbericht auf www.eishockey.at
  50. Spielbericht auf www.eishockey.at
  51. Spielbericht auf www.eishockey.at
  52. Spielbericht auf www.eishockey.at
  53. Spielbericht auf www.eishockey.at
  54. Jahrbuch des ÖEHV 2009/10 (PDF-Datei, 3,6 MB), S. 158
  55. Zuschauerstatistik im Jahresbericht, S. 58
  56. 1 Million Zuschauer in Reichweite, Bericht auf www.erstebankliga.at vom 20. Februar 2010
  57. EBEL kürt Alex Westlund zum Liga-MVP
  58. Markus Pirmann YoungStar des Jahres, www.erstebankliga.at
  59. Endstand der Wahl, www.erstebankliga.at
  60. Black Wings müssen zum Meister
  61. 99ers haben einen neuen Namen
  62. Alba Volán mit neuem Namen nach Polen
  63. Freiluftderby kostet 350.000 Euro
  64. VSV mit Triumph im ersten Freiluftderby
  65. Liga erstmals Top 7 in Europa abgerufen am 23. März 2010

Weblinks[Bearbeiten]