Österreichische Fußballmeisterschaft 1921/22

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Saison 1921/22
Meister Wiener Sport-Club (1)
Schützenkönig Richard Kuthan (20)

Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1921/22 wurde vom Verein NFV ausgerichtet und von dessen Mitgliedern bestritten. Als Unterbau zur Ersten Klasse diente die zweigleisig geführte Zweite Klasse. Zudem wurden von weiteren Bundeslandverbänden Landesmeisterschaften in unterschiedlichen Modi ausgerichtet.

Erste Klasse[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Meisterschaft in der Ersten Klasse wurde von 13 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Österreichischer Fußballmeister wurde der Sport-Club, der seinen ersten Meistertitel gewann. Mit dem FC Ostmark musste der Tabellenletzte in die Zweite Klasse absteigen, er wurde durch Zweitligameister WAC in der kommenden Saison ersetzt.

Endtabelle[Bearbeiten]

1 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. Wiener Sport-Club 24 15 4 5 45:24 34
2. SC Hakoah Wien 24 12 8 4 48:32 32
3. SK Rapid Wien (M) 24 14 3 7 72:46 31
4. Wiener Amateur-SV 24 13 3 8 59:39 29
5. SC Wacker Wien 24 11 4 9 38:35 26
6. ASV Hertha Wien 24 9 5 10 34:41 23
7. Wiener AF 24 9 3 12 38:52 21
8. First Vienna FC 1894 24 8 4 12 44:47 20
9. SK Admira Wien 24 8 4 12 45:62 20
10. Floridsdorfer AC 24 7 6 11 47:52 20
11. SpC Rudolfshügel 24 6 8 10 33:37 20
12. 1. Simmeringer SC 24 7 5 12 38:52 19
13. FC Ostmark Wien (A) 24 6 5 13 32:54 17


Die besten Torschützen[Bearbeiten]

Tore Spieler Verein
1 . 20 Tore Richard Kuthan SK Rapid Wien
2. 19 Tore Josef Hofbauer FC Ostmark Wien
Josef Uridil SK Rapid Wien
4. 14 Tore Karl Jiszda Floridsdorfer AC
Johann Schierl SK Admira Wien
Ferdinand Swatosch Wiener Amateur-SV


Die Meistermannschaft des Wiener Sport-Clubs[Bearbeiten]

Eduard Kanhäuser (24) - Richard Beer (24), Josef Teufel (18), August Braunsteiner (1), Franz Plank (22), Franz Lowak (24/2), Karl Zankl (14/1), Josef Patzak (2), Franz Wunsch (18/3), Hans Kanhäuser (20/13), Karl Kanhäuser (24/5), Anton Powolny (8/4), Wilhelm Pammer (9/7), Leopold Giebisch (23/3), Hergeth (10/5), Scheidl (9/9), Johann Schrattenbach (7), Karl Bauer (5), Johann Baar (4/1)

Zweite Klasse[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

In der Zweite Klasse spielten insgesamt 14 Mannschaften um den Aufstieg in die Erste Klasse, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Der Meister WAC konnte durch den Gewinn der Leistungsstufe aufsteigen; da die Zweite Klasse in der folgenden Saison aus zwei Staffeln aus je 11 Mannschaften bestand, konnte alle Vereine in dieser Leistungsstufe verbleiben. Hinzu kamen mit SV Donau Wien, FC Sturm 1907, SV Straßenbahn Wien, SC Baumgarten, SC Bewegung XX, SC Phönizia Wien, SC Neubau, SC Nicholson Wien gleich acht Aufsteiger in der kommenden Saison. Die im letzten Jahre gebildtete Spielgemeinschaft der Wiener Sportfreunde mit dem Ottakringer SC wurde wieder aufgelöst.

Endtabelle[Bearbeiten]

1 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. Wiener AC (Ab) 26 20 2 4 98:28 42
2. SC Germania Schwechat 26 19 4 3 57:21 42
3. SK Slovan Wien 26 19 4 3 93:37 42
4. Gersthofer SV (A) 26 16 3 7 61:44 35
5. SC Donaustadt 26 12 4 10 48:43 28
6. Simmeringer SV (A) 26 10 4 12 43:43 24
7. Wiener Bewegungsspieler 26 10 3 13 31:45 23
8. SC Red Star Wien 26 10 2 14 55:58 22
9. SC Sturm 1914 (A) 26 9 4 13 44:61 22
10. Vienna Cricket and Football-Club 26 8 6 12 44:54 22
11. Wiener Sportfreunde 26 6 7 13 46:63 19
12. Nußdorfer AC 26 6 5 15 36:71 17
13. Rennweger SV 1901 26 4 7 15 23:54 15
14. SC Blue Star Wien (A) 26 4 3 19 23:80 11


Landesligen[Bearbeiten]

Oberösterreich - 1. Klasse[Bearbeiten]

Im Vorjahr spielten die oberösterreichischen Vereine noch in der gemeinsamen Liga Oberösterreich-Salzburg. Nachdem die erste ausgeführte Meisterschaft 1918/19 für ungültig erklärt wurde, wurde somit in diesem Spieljahr der Landesmeister erstmals in einer reinen oberösterreichischen Landesklasse ermittelt. Durch die Aufstockung der 1. Klasse auf sieben Vereine in der Folgesaison gab es keinen Absteiger.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. SK Vorwärts Steyr (LM) 8 7 0 1 24- 8 14
2. Welser SC 1912 8 6 1 1 26-11 13
3. Linzer ASK 8 3 2 3 16-13 8
4. ASK Sparta Linz (A) 8 1 1 6 5-24 3
5. SV Urfahr Linz 8 1 0 7 11-26 2

Aufsteiger aus den zweiten Klassen[Bearbeiten]

Salzburg - 1. Klasse[Bearbeiten]

Nachdem in der Vorsaison noch eine gemeinsame Liga mit den Vereinen aus Oberösterreich ausgespielt wurde, an der als einziger Vertreter der 1. Salzburger SK 1919 teilnehmen durfte, beschloss der Salzburger Fußballverband mit dieser Saison die Einführung einer eigenen Salzburger Landesklasse. Der 1. SSK 1919 konnte, nachdem ihm der erste Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte im Vorjahr kampflos zugefallen war, diesen Titel erfolgreich verteidigen. Mit dem Salzburger AK 1914 stieg nunmehr auch der älteste Fußballklub des Bundeslandes Salzburg in die Meisterschaft ein. Überraschend gut hielten sich im ersten Spieljahr die Kicker aus Oberndorf, deren 1921 gegründeter Verein der älteste Klub außerhalb der Stadt war. Chancenlos waren hingegen die beiden übrigen Flachgauer Vereine aus Neumarkt und Itzling, das bis 1935 nicht zur Landeshauptstadt gehörte, sondern noch Teil der eigenständigen Gemeinde Gnigl war. Aufgrund des Leistungsgefälles mussten beide Vereine mit Saisonende aus der Liga ausscheiden. Für die Folgesaison wurden keine Neueinsteiger bzw. Aufsteiger zugelassen.

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. 1. Salzburger SK 1919 (LM) 10 8 0 2 49-11 16
2. Salzburger AK 1914 (N) 10 7 0 3 53-13 14
3. Deutscher SV Salzburg (N) 10 6 1 3 30-29 13
4. 1. Oberndorfer SK (N) 10 5 1 4 23-31 11
5. Itzlinger SK (N) 10 2 0 8 12-56 4
6. SK Neumarkt am Wallersee (N) 10 0 0 10 4-19 0


Steiermark[Bearbeiten]

1. Klasse[Bearbeiten]

Steiermark 1. Klasse 1921/22 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. GAK 6 5 0 1 27:4 10
2. SK Sturm Graz 6 5 0 1 23:5 10
3. AAS Graz 6 0 1 5 2:16 1
4. Amateure Graz 6 0 1 5 2:29 1


2. Klasse[Bearbeiten]

Steiermark 2. Klasse 1921/22 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. Hakoah Graz 8 7 1 0 30:13 15
2. Rapid Graz 8 5 1 2 27:13 11
3. ASV Gösting 8 3 1 4 28:21 7
4. Freiheit Eggenberg 8 3 1 4 20:29 7
4. SC Südbahn 8 0 0 8 5:29 0


  • Die Grazer Sportvereinigung (2. Klasse) stellte während des Herbstdurchganges ihren Spielbetrieb ein.

Tiroler A-Liga[Bearbeiten]

Der TV Innsbruck konnte seinen Landesmeistertitel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Im Dezember 1922 erfolgte die Umbenennung des Vereins in Sportverein Innsbruck. Wacker Innsbruck fusionierte mit dem FC Rapid und trat als FC Sturm Innsbruck an.[1]

Pl. Verein R S U N Tore Diff. Punkte
1. Innsbrucker Turnverein (LM) 3 3 0 0 7-0 6
2. FC Rapid Innsbruck 3 2 0 1 5-2 4
3. FC Veldidena Innsbruck (A) 3 1 0 2 4-7 2
4. FC Wacker Innsbruck 3 0 0 3 0-7 0


Fußnoten[Bearbeiten]

  1. 75 Jahre Tiroler Fussballverband, 1994, S. 28