Österreichische Fußballmeisterschaft 1976/77

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die österreichische Fußballmeisterschaft der Herren der Saison 1976/77.
Für die österreichische Fußballmeisterschaft der Frauen der Saison 1976/77 siehe unter Österreichische Fußball-Frauenmeisterschaft 1976/77.
Saison 1976/77
Meister SpG Wattens-Wacker Innsbruck (4/5)
Schützenkönig Johann Krankl (32)
 < 1975/76 1977/78 > 

Die Österreichische Fußballmeisterschaft 1976/77 wurde vom Verein Österreichischen Fußball-Bund ausgerichtet. Als Unterbau zur 1. Division diente die eingleisig geführte 2. Division. Als dritte Leistungsstufe fungierten die Regionalliga Ost sowie die Landesligen von Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark.

1. Division[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Meisterschaft in der 1. Division wurde mit 10 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je viermal aufeinander trafen. Die Spielgemeinschaft zwischen Wattens und Wacker Innsbruck konnte zum vierten Mal gemeinsam Österreichischer Fußballmeister werden. Als Österreichischer Meister konnte man sich zudem für den Europacup der Landesmeister 1978 qualifizieren, wo die Spielgemeinschaft das Viertelfinale erreichte. Cupsieger Austria-WAC durfte am Europacup der Cupsieger 1978 teilnehmen, wo die Mannschaft das Endspiel in Paris erreichte. Rapid und LASK vertraten Österreichs Fußball im UEFA-Cup 1978; beide schieden in Runde 1 aus.

Mit Austria Salzburg musste der Letztplatzierte der Meisterschaft absteigen. Er wurde mit dem Wiener Sport-Club durch den Meister der zweitklassigen 2. Division in der folgenden Saison ersetzt.

Endtabelle[Bearbeiten]

1 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. SpG Wattens-Wacker Innsbruck 36 21 11 4 51:22 53
2. SK Rapid Wien 36 18 11 7 72:39 47
3. SpG FK Austria-Wiener AC (M,C) 36 19 7 10 72:44 45
4. Linzer ASK 36 12 11 13 47:48 35
5. SK VÖEST Linz 36 10 14 12 46:47 34
6. FC Admira/Wacker 36 11 12 13 43:52 34
7. First Vienna FC 1894 36 9 13 14 34:40 31
8. Grazer AK 36 9 12 15 34:62 30
9. SK Sturm Graz 36 9 10 17 40:55 28
10. SV Austria Salzburg 36 9 5 22 34:64 23


Die besten Torschützen[Bearbeiten]

Tore Spieler Verein
1. 32 Tore Johann Krankl SK Rapid Wien
2. 17 Tore Helmut Köglberger Linzer ASK
Kurt Welzl Wattens-Wacker Innsbruck
4. 15 Tore Julio César Morales (Uruguay) Wiener AC-Austria
5. 12 Tore Kurt Stendal Sturm Graz


Die Meistermannschaft der Spielgemeinschaft Wattens-Wacker Innsbruck[Bearbeiten]

Friedl KonciliaWerner Kriess, Gerhard Forstinger, Peter PummDietmar Constantini, Rudolf Horvath, Bruno PezzeyJosef Stering, Boris Sikic, Peter Koncilia, Johann Eigenstiller, Manfred GombaschWerner Schwarz, Karl-Heinz Lercher, Kurt Welzl, Franz Oberacher, Werner Zanon, Günther Rinker, Robert Hanschitz – Trainer: Fritz Pfister

2. Division[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Meisterschaft in der 2. Division wurde mit 16 Mannschaften bestritten, die während des gesamten Spieljahres je zweimal aufeinander trafen. Der Meister der 2. Division, der Wiener Sport-Club, stieg in die 1. Division auf, die drei Letztplatzierten ab. Der Wolfsberger AC musste den Gang in die Kärntner Landesliga antreten, der Kremser SC musste in die Regionalliga Ost und der Salzburger AK 1914 in die Alpenliga absteigen. Der Aufstieg in die 2. Division war komplizierter geregelt, da in dieser Saison eine asymmetrische dritte Leistungsstufe bestand: Der Meister der Regionalliga Ost, ASV Kittsee, stieg direkt auf, in Ausscheidungsspiel ermittelten die sechs Landesmeister weitere zwei Aufsteiger: Kapfenberger SV (Gruppe Mitte) und ASK Salzburg (Gruppe West).

Endtabelle[Bearbeiten]

1 Spiele S U N Tore +/- Punkte
1. Wiener Sport-Club 30 18 9 3 53:23 45
2. Donawitzer SV Alpine 30 20 4 6 68:31 44
3. 1. Wiener Neustädter SC 30 14 11 5 49:30 39
4. Austria Klagenfurt 30 13 10 7 51:41 36
5. FC Dornbirn 1913 30 11 13 6 35:36 35
6. 1. Simmeringer SC 30 11 10 9 51:33 32
7. SC Eisenstadt 30 10 10 10 40:43 30
8. SV Sankt Veit an der Glan 30 9 10 11 41:48 28
9. SC Schwarz-Weiß Bregenz 30 11 6 13 32:43 28
10. SC Amateure Sankt Veit an der Glan 30 9 9 12 31:38 27
11. ASV Stockerau 30 9 8 13 38:41 26
12. Villacher SV 30 6 13 11 34:44 25
13. SC Tulln 30 7 11 12 34:49 25
14. Wolfsberger AC 30 9 6 15 40:51 24
15. Kremser SC 30 6 7 17 30:45 19
16. Salzburger AK 1914 30 6 5 19 25:56 17


Aufstiegsrelegation zur 2. Division[Bearbeiten]

Gruppe Mitte[Bearbeiten]

Runde 1
FC Union WelsKapfenberger SV 2:1 0:1 2:2
Runde 2
Kapfenberger SVSC Magdalen 3:2 4:1 7:3


Gruppe West[Bearbeiten]

In der Relegation traf der Meister der Alpenliga (gemeinsame Liga von Tirol und Salzburg) auf den Vorarlberger Meister: ASK Salzburg SC Austria Lustenau 1:0 || 0:1 3:2 nE

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Egger, Kurt Kaiser: Österreichs Fußball-Bundesliga von A-Z, Chronik ab 1974, Verlag Anton Egger, Fohnsdorf 1995
  • Josef Huber: Tagebuch des Jahrhunderts, Fußball-Österreich von 1901 bis 2000, Verlag Wolfgang Drabesch, Wien 2000

Weblinks[Bearbeiten]