Österreichische Fußballnationalmannschaft (U-21-Männer)

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Österreich
Logo des ÖFBs
Verband Österreichischer Fußball-Bund
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Puma
Trainer Werner Gregoritsch
Co-Trainer Dietmar Pegam
Roland Goriupp (Torhüter)
Wolfgang Hartweger (Mental)
Kapitän Raphael Holzhauser
Rekordtorschütze Arnold Wetl
Andreas Weimann
Raphael Holzhauser (alle 10)
Rekordspieler Markus Berger (32)
FIFA-Code AUT
Heim
Auswärts
Statistik
Erstes Länderspiel
Tschechoslowakei 1:2 Österreich
Poštorná, 9. März 1977
Höchster Sieg
Österreich 10:0 Liechtenstein
Wiener Neudorf, 16, Oktober 1990
Höchste Niederlage
Tschechoslowakei 6:0 Österreich
Chlum u Třeboně, 11. Mai 1990
(Stand: 21. Jänner 2012)

Die österreichische U-21-Fußballnationalmannschaft ist eine Auswahlmannschaft österreichischer Fußballspieler. Sie untersteht dem Österreichischer Fußball-Bund und repräsentiert diesen auf der U-21-Ebene, in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei den Europameisterschaften des Kontinentalverbandes UEFA. Spielberechtigt sind Spieler, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die österreichische Staatsangehörigkeit besitzen. Bei Turnieren ist das Alter beim ersten Qualifikationsspiel maßgeblich.

Geschichte[Bearbeiten]

Die U-21-Auswahl Österreichs hat zwar mit einer Ausnahme (1980) an allen Europameisterschaften der UEFA teilgenommen, konnte sich bisher noch nie für eine Endrunde qualifizieren.

In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2006 wurde Österreich mit Deutschland, England, Polen, Wales und Aserbaidschan in die Gruppe 6 gelost. Drei Siegen standen zwei Unentschieden und fünf Niederlagen gegenüber, bei einer Tordifferenz von 9:14. Mit nur elf Punkten war der zweite Platz, welcher für die Play-Offs gereicht hätte, unerreichbar. Gegen den Nachbarn und späteren Gruppensieger aus Deutschland verloren die Österreicher beide Spiele. Einen Achtungserfolg gab es gegen das Team aus England, welches am 7. Oktober 2005, mit 2:1 besiegt wurde. Es war der einzige Auswärtserfolg Österreichs.

Da nach der EM 2006 bereits 2007 die nächste Europameisterschaft, und nicht wie üblich alle zwei Jahre, stattfinden sollte, wurde diese Qualifikation im Schnellverfahren ausgespielt. Angefangen mit einer Vorrunde, über eine kurze Gruppenphase mit drei Mannschaften und den Play-Off-Spielen. Österreich brauchte erst in die Gruppenphase einsteigen. In der Gruppe fünf wurde ihnen Italien und Island zugelost. Es wurde nur ein Spiel gegen jede Mannschaft ausgetragen, sodass die Teams je einmal Auswärts und einmal Heimrecht hatten. In der ersten Partie am 16. August 2006 nahem sich die beiden Außenseiter Österreich und Island durch ein 0:0-Unentschieden gegenseitig die Punkte weg. Nachdem Italien am zweiten Spieltag Island mit 1:0 besiegte, musste die letzte Partie gegen die Österreicher entscheiden. Italien setzte sich neuerlich mit 1:0 durch, sodass die Österreicher die Qualifikation verfehlten.

Bei der Qualifikation zur Euro 2009 hatten die Österreicher Losglück und konnten mit Ausnahme Italiens den großen Favoriten in der Gruppe 7 ausweichen. Mit Belgien, der Slowakei, Island und Zypern wurde die Mannschaft vor eine schwere aber doch lösbare Aufgabe gestellt. Nachdem nur der erste Platz für die Play-Off-Runde berechtigte, war dieser Ziel der Österreicher. Mit sechs Siegen und zwei Unentschieden wurde der erste Rang klar erspielt. Belgien wurde mit neun Punkten klar auf den zweiten Platz verwiesen. Alle Heimspiele wurden gewonnen und Punktverluste gab es nur in den Auswärtspartien gegen Island und die Slowakei. In keinem Spiel gewann die Mannschaft mehr als mit einem Tor Unterschied. Es war dies die erste Qualifikation für die Entscheidungsspiele um den Einzug in die Play-Off-Runde in der Geschichte des österreichischen U-21-Teams.[1].

In den Entscheidungsspielen um den Einzug in die Play-Off-Runde der EM 2009 am 11. und 15. Oktober 2008 traf Österreich auf Finnland und stand damit vor einer lösbaren Aufgabe. Im ersten Spiel in Pasching leiteten zwei frühe Tore durch Christoph Saurer und Florian Klein nach nur 13 Minuten – Perparim Hetemaj konnte in der 63. Minute für die Finnen verkürzen – den 2:1-Sieg ein, wobei die Österreicher viele gute Möglichkeiten ausließen.[2]. Im Rückspiel schien ebenfalls alles lief gut zu laufen. Marko Stanković erzielt in der 26. Minuten die 1:0-Führung. Diese sollte bis zur 81. Minute anhalten, ehe Jussi Vasara den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit traf Vasara mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 für Finnland und zwang Österreich in die Verlängerung. Nachdem diese keine Entscheidung brachte, kam es zum Elfmeterschießen. In diesem scheiterten Stanković und Madl am finnischen Keeper Tomi Maanoja, womit das österreichische Team die erste Teilnahme an einer U-21-EM-Endrunde verpasste.[3]

Auch in der Qualifikationsgruppe 10 zur Europameisterschaft 2011 starteten die ersatzgeschwächten Österreich mit einer 1:2-Niederlage in Weißrussland.

Teilnahmen an den U-21 Europameisterschaften[Bearbeiten]

1978 In der Vorrundengruppe 3 gegen die DDR (1.) und die Türkei (2.) ausgeschieden
1980 nicht teilgenommen
1982 In der Vorrundengruppe 1 gegen Deutschland (1.), Bulgarien (2.) und Finnland (4.) ausgeschieden
1984 In der Vorrundengruppe 6 gegen Albanien (1.), Deutschland (2.) und die Türkei (3.) ausgeschieden
1986 In der Vorrundengruppe 5 gegen Ungarn (1.), die Niederlande (2.) und Zypern (4.) ausgeschieden
1988 In der Vorrundengruppe 1 gegen Spanien (1.), Rumänien (2.) und Albanien (4.) ausgeschieden
1990 In der Vorrundengruppe 3 gegen die UdSSR (1.), die DDR (2.) und die Türkei (4.) ausgeschieden
1992 In der Vorrundengruppe 4 gegen Dänemark (1.), Jugoslawien (2.) und San Marino (4.) ausgeschieden
1994 Endrunde in Frankreich In der Qualifikationsgruppe 6 gegen Frankreich (1.), Schweden (2.), Finnland (3.), Bulgarien (4.) und Israel (5.) ausgeschieden
1996 Endrunde in Spanien In der Qualifikationsgruppe 6 gegen Portugal (1.), England (2.), Irland (3.) und Lettland (5.) ausgeschieden
1998 Endrunde in Rumänien In der Qualifikationsgruppe 4 gegen Schweden (1.), Weißrussland (3.), Lettland (4.), Schottland (5.) und Estland (6.) ausgeschieden
2000 Endrunde in der Slowakei In der Qualifikationsgruppe 6 gegen Spanien (1.), die Niederlande (2.), Israel (3.) und Zypern (4.) ausgeschieden
2002 Endrunde in der Schweiz In der Qualifikationsgruppe 7 gegen Frankreich (1.), Spanien (2.), Israel (3.) sowie Bosnien und Herzegowina (5.) ausgeschieden
2004 Endrunde in Deutschland In der Qualifikationsgruppe 3 gegen Tschechien (1.), Weißrussland (2.), die Niederlande (4.) und Moldawien (5.) ausgeschieden
2006 Endrunde in Portugal In der Qualifikationsgruppe 6 gegen Deutschland (1.), England (2.), Polen (3.), Wales (5.) und Aserbaidschan (6.) ausgeschieden
2007 Endrunde in den Niederlanden In der Qualifikationsgruppe 5 gegen Italien (1.) und Island (3.) ausgeschieden
2009 Endrunde in Schweden Nach dem Sieg in der Qualifikationsgruppe 7 gegen die Slowakei (2.), Belgien (3.), Island (4.) und Zypern (5.) in den Entscheidungsspielen gegen Finnland ausgeschieden
2011 Endrunde in Dänemark In der Qualifikationsgruppe 10 gegen Schottland (1.), Weißrussland (2.), Albanien (4.) und Aserbaidschan (5.) ausgeschieden.
2013 Endrunde in Israel In der Qualifikationsgruppe 10 gegen Niederlande (1.), Schottland (2.), Bulgarien (3.) und Luxemburg (5.) ausgeschieden.
Anmerkung: Zwischen 1978 und 1992 wurde die Endrunde einer U-21-Europameisterschaft nicht in einem Land ausgetragen, sondern durch Hin- und Rückspiele in den jeweiligen teilnehmenden Nationen absolviert.

Trainer[Bearbeiten]

Teamchef Werner Gregoritsch

(unvollständig)

Kaderliste[Bearbeiten]

Stand: 5. September 2014[8]

David Alaba jubelt 2009 mit den Torschützen Atdhe Nuhiu (Nr. 9) und Andreas Weimann (Nr. 16).
Nr. Name Geburtstag Spiele Tore aktueller Verein
Tor
Christoph Riegler 30.03.1992 SKN St. Pölten
Cican Stankovic 04.11.1992 SV Grödig
Markus Kuster SV Mattersburg
Richard Strebinger 14.02.1993 Werder Bremen
Verteidigung
Thomas Ebner 22.02.1992 FC Admira Wacker Mödling
Patrick Farkas 09.09.1992 SV Mattersburg
Stefan Lainer 27.08.1992 SV Ried
Philipp Mwene 29.01.1994 VfB Stuttgart
Maximilian Hofmann 07.08.1993 SK Rapid Wien
Bernhard Janeczek 10.03.1992 SV Ried
Matthias Maak 12.05.1992 SV Grödig
Mario Pavelic 19.09.1993 SK Rapid Wien
Lukas Rath 18.01.1992 SV Mattersburg
Lukas Spendlhofer 02.06.1993 SK Sturm Graz
Christian Schilling 06.01.1992 FC Wacker Innsbruck
Kevin Wimmer 15.11.1992 1. FC Köln
Mittelfeld
Christian Gartner 03.04.1994 Fortuna Düsseldorf
Florian Kainz 24.10.1992 SK Rapid Wien
Tobias Kainz 31.10.1992 SC Wiener Neustadt
Stefan Nutz 15.02.1992 SV Grödig
Simon Piesinger 13.05.1992 SK Sturm Graz
Marcel Ritzmaier 22.04.1993 PSV Eindhoven
David Schloffer 28.04.1992 SK Sturm Graz
Louis Schaub 29.12.1994 SK Rapid Wien
Alessandro Schöpf 07.02.1994 1. FC Nürnberg
Kevin Stöger 27.08.1993 1. FC Kaiserslautern
Gernot Trauner 25.03.1993 SV Ried
Dominik Wydra 21.03.1994 SK Rapid Wien
Sturm
Marco Djuricin 12.12.1992 SK Sturm Graz
Michael Gregoritsch 18.04.1994 VfL Bochum
Philipp Prosenik 31.03.1993 SK Rapid Wien
Toni Vastic 17.01.1993 SV Ried
Robert Zulj 05.02.1992 SpVgg Greuther Fürth


Länderspiele[Bearbeiten]

Datum Spielort Gegner Ergebnis1) Torschützen Bewerb
06.02.2013 Paola MaltaMalta Malta U-21 3:1 (1:1) Farrugia (4.); Ritzmaier (25.), Holzhauser (56., 90.) Freundschaftsspiel
21.03.2013 Hartberg SlowakeiSlowakei Slowakei U-21 1:0 (0:0) Žulj (66. ) Freundschaftsspiel
25.03.2013 Brighton EnglandEngland England U-21 0:4 (0:1) Shelvey (40.), McEachran (49.), Sordell (66.), Wickham (74.) Freundschaftsspiel
04.06.2013 Kiew (UKR) TschechienTschechien Tschechien U-21 3:0 (2:0) Vastić (22.), Piesinger (41.), Žulj (70.) Walerij-Lobanowskyj-Pokal
05.06.2013 Kiew UKR UkraineUkraine Ukraine U-21 1:0 (0:0) Vastić (78.) Walerij-Lobanowskyj-Pokal
14.08.2013 Vlora AlbanienAlbanien Albanien U-21 1:0 (0:0) Žulj (54.) U-21-EM-Qualifikation 2015
05.09.2013 Graz SpanienSpanien Spanien U-21 2:6 (1:4) Kainz (20.), Carvajal (82./Eigentor); Carvajal (3.), Morata (12., 17., 45., 86.), Rodríguez (90.) U-21-EM-Qualifikation 2015
09.09.2013 Zenica Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina U-21 2:0 (2:0) Schaub (30.), Stöger (45.) U-21-EM-Qualifikation 2015
10.10.2013 Györ UngarnUngarn Ungarn U-21 2:0 (1:0) Schaub (13.), Žulj (66.) U-21-EM-Qualifikation 2015
14.10.2013 Deventer NiederlandeNiederlande Niederlande U-21 3:0 (2:0) Žulj (22.), Gregoritsch (40., 83.) Freundschaftsspiel
14.11.2013 Wiener Neudorf TurkeiTürkei Türkei U-21 2:0 (2:0) Gregoritsch (17.), Starkl (43.) Freundschaftsspiel
18.11.2013 Graz UngarnUngarn Ungarn U-21 4:2 (1:2) Offenbacher (8.), Žulj(54.), Stöger (67.), Friesenbichler (83.) U-21-EM-Qualifikation 2015
05.03.2014 Graz AlbanienAlbanien Albanien U-21 1:3 (0:2) Gregoritsch (90., Elfmeter); Kavazaj (19.), Skourtis (43.), Shala (57.) U-21-EM-Qualifikation 2015
05.09.2014 St. Pölten Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina U-21 2:0 (2:0) Stöger (10., Freistoß), Djuricin (33.) U-21-EM-Qualifikation 2015
09.09.2014 Puertollano SpanienSpanien Spanien U-21 _:_ (_:_) U-21-EM-Qualifikation 2015
14.11.2014 Wien Stadion Hohe Warte LettlandLettland Lettland U-21 _:_ (_:_) Freundschaftsspiel

1) Ergebnisse aus österreichischer Sicht

Galerie[Bearbeiten]


Spätere A-Team-Spieler[Bearbeiten]

In gegenständliche Auflistung wurden nur Spieler aufgenommen, die in weiterer Folge zu Einsätzen in der A-Nationalmannschaft kamen. In Klammer ist die Anzahl der Einsätze beim jeweiligen Qualifikationsturnier angegeben.

Ferdinand Feldhofer (4), Andreas Ivanschitz (3), Volkan Kahraman (8), Markus Katzer (3), Markus Kiesenebner (7), Roland Linz (6), Wolfgang Mair (3), Thomas Mandl (2), Manuel Ortlechner (6), Helge Payer (8), Emanuel Pogatetz (6), Yüksel Sariyar (4), Paul Scharner (7), Joachim Standfest (3), Roman Wallner (3).
György Garics (2), Michael Gspurning (4), Andreas Ibertsberger (7), Andreas Ivanschitz (3), Zlatko Junuzovic (4), Roman Kienast (5), Stefan Kulovits (6), Andreas Lasnik (3), Roland Linz (3), Thomas Pichlmann (5), Emanuel Pogatetz (1), Patrick Pircher (7), Thomas Prager (2), Klaus Salmutter (2), Jürgen Säumel (4).
Andreas Dober (2), Hannes Eder (4), Christian Fuchs (5), György Garics (6), Ronald Gercaliu (2), Andreas Hölzl (6), Marc Janko (4), Roman Kienast (6), Stefan Kulovits (5), Andreas Lasnik (7), Ramazan Özcan (10), Thomas Prager (7), Klaus Salmutter (4), Jürgen Säumel (6), Franz Schiemer (6), Andreas Ulmer (2).
  • Europameisterschaft 2007 (2 Spiele, Teamchef Manfred Zsak):
Andreas Dober (1), Christian Fuchs (2), György Garics (2), Martin Harnik (1), Erwin Hoffer (2), Andreas Hölzl (1), Veli Kavlak (1), Roman Kienast (2), Ramazan Özcan (2),
  • Europameisterschaft 2009 (8 + 2 Spiele, Teamchef Manfred Zsak):
Julian Baumgartlinger (9), Andreas Dober (7), Christopher Drazan (1), Erwin Hoffer (6), Zlatko Junuzovic (4), Veli Kavlak (7), Rubin Okotie (7), Christoph Saurer (6), Franz Schiemer (4).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. U21-ÖFB-Trainer Zsak würde Serie mit EM-Teilnahme tauschen auf sportal.at vom 10. September 2008
  2. Österreich 2-1 Finnland auf uefa.com
  3. Finnland 2 - 1 Österreich auf uefa.com
  4. Steckbrief von Dietmar Constantini auf oefb.at, abgerufen am 17. November 2009
  5. Fact Sheet Herbert Prohaska bei Österreich am Ball.at, abgerufen am 17. November 2009
  6. Onlinebericht Der Presse vom 16. Juni 2008, abgerufen am 5. November 2009
  7. ÖFB: Gregoritsch übernimmt U21-Team (abgerufen am 21. Jänner 2012)
  8. ÖFB: Der Kader (Stichtag 1.1.1992) (abgerufen am 5. September 2014)