Österreichischer Kabarettpreis
Der Österreichische Kabarettpreis, bis 2006 auch „Karl“ genannt, wird seit 1999 jährlich in Wien vergeben. Die Wahl der Preisträger erfolgt durch eine unabhängige Fachjury, bestehend aus Kultur-Journalisten. Bis 2010 wurden Kabarettisten in zwei Kategorien (Haupt-, und Programm/Förderpreis) ausgezeichnet, 2011 kam die neue Kategorie Sonderpreis dazu.
[Bearbeiten] Die Preise
Der Hauptpreis würdigt die inhaltlich anspruchsvolle, innovative und kontinuierliche Arbeit eines Kabarettisten, dokumentiert anhand seines aktuellen Programms, das er in der letzten Spielzeit vorgestellt hat.
Der Programm- bzw. Förderpreis zeichnet eine herausragende Produktion bzw. einen förderungswürdigen Nachwuchskünstler, aber auch einen satirisch-literarischen Beitrag der letzten Saison aus.
Der Sonderpreis wird an Menschen verliehen die sich um die Satire im deutschsprachigen Raum verdient gemacht haben, spartenunabhängig und egal ob als Künstler oder Förderer.
Bis 2009 wurden die Priese von Wien Energie gestiftet, nach deren Ausstieg 2010 von der Stadt Wien, 2011 kamen die BAWAG P.S.K. und die HDI Versicherung als Partner dazu. Bis 2010 war der Hauptpreis mit 7.000 Euro und der Programm- bzw. Förderpreis mit 3.000 Euro dotiert, ab 2011 ist die Dotierung 5.001 Euro (Hauptpreis) und 4.999 Euro (Programm-/Förderpreis). Der Sonderpreis ist undotiert. Zusätzlich erhalten die Preisträger eine Statue. Seit 2011 ist diese, entsprechend der überarbeiteten Corporate Identity des Preises, in Form eines Spiegels gestaltet, der symbolisieren soll, dass Kabarettisten und Satiriker der Gesellschaft den Spiegel vorhalten.
Die Preisverleihung fand 2007 erstmals im RadioKulturhaus statt, 2010 in der wiedereröffneten Kleinkunstbühne Vindobona, 2011 im Jazz & Music Club Porgy & Bess.
| Jahr | Hauptpreis | Programm-/Förderpreis | Sonderpreis (seit 2011) |
|---|---|---|---|
| 2011 | Sigi Zimmerschied | Christof Spörk | Louise Martini |
| 2010 | Viktor Gernot und Michael Niavarani | Nadja Maleh | |
| 2009 | Thomas Maurer | Buchgraber & Brandl | |
| 2008 | Klaus Eckel | Gery Seidl | |
| 2007 | Andreas Vitásek | maschek. | |
| 2006 | Pigor & Eichhorn (Thomas Pigor, Benedikt Eichhorn, Ulf Henrich) | Pepi Hopf | |
| 2005 | Leo Lukas | Walter Seidl | |
| 2004 | Lukas Resetarits | Klaus Eckel, Pepi Hopf, Martin Kosch und Thomas Stipsits für „Die lange Nacht des Kabaretts“ |
|
| 2003 | Thomas Maurer | Werner Brix | |
| 2002 | Alf Poier | Mike Supancic | |
| 2001 | Roland Düringer | Severin Groebner | |
| 2000 | Andrea Händler | Ludwig Müller | |
| 1999 | Bernhard Ludwig | Kabud |