Östlich-orthodoxe Kirche

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Die Bezeichnung östlich-orthodoxe Kirche(n) ist ein unglücklicher Eindeutschungsversuch von Eastern Orthodox Church(es), womit im Englischen die byzantinischen (chalcedonensischen) Ostkirchen im Gegensatz zu den nicht-chalcedonensischen Oriental Orthodox Churches (dt. Altorientalische Kirchen) gemeint sind.

Hintergrund ist die im Westen wenig bekannte Tatsache, dass das östliche Christentum aus zwei theologisch getrennten „Konfessionsfamilien“ besteht:

  • Die Altorientalischen Kirchen wurden bereits 451 beim Konzil von Chalcedon aus der Reichskirche ausgeschlossen und in der Folge von den byzantinischen Behörden verfolgt. Ihr Verbreitungsgebiet kam jedoch zum größten Teil im 7./8. Jahrhundert unter islamische Herrschaft, die meisten altorientalischen Kirchen sind heute christliche Minderheitenkirchen im islamisch geprägten Nahen Osten. Zu ihnen gehören etwa die ägyptische koptische Kirche und die syrisch-orthodoxe Kirche. Die einzigen altorientalischen Mehrheitskirchen sind die armenische und die äthiopische Kirche.

Da vom deutschen Sprachraum aus betrachtet beide Konfessionsfamilien ihr Verbreitungsgebiet „im Osten“ haben, ist die Bezeichnung „Östlich-Orthodox“ zur Unterscheidung wenig hilfreich.

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