Östringen
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Karlsruhe | |
| Höhe: | 163 m ü. NN | |
| Fläche: | 53,23 km² | |
| Einwohner: | 12.939 (31. Dez. 2006)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 243 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 76677–76684 (alt: 7524) | |
| Vorwahlen: | 07253, 07259 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KA | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 15 064 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Kirchberg 19 76684 Östringen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walter Muth, CDU | |
Östringen ist eine Stadt im Landkreis Karlsruhe in Baden-Württemberg. Hier leben knapp 12.680 Einwohner (Stand: September 2006) auf einer Gemarkungsfläche von 5.322 ha. Östringen liegt im Norden des Kreisgebietes am westlichen Rand des Kraichgaus zwischen den Ballungsräumen Karlsruhe und Heidelberg/Mannheim. Bis zur Kreisreform am 1. Januar 1973 gehörte Östringen zum Landkreis Bruchsal. Aufgrund seiner zentralörtlichen Funktionen für das Umland erhielt Östringen 1981 von der Landesregierung die Stadtrechte zuerkannt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie und Stadtgliederung
[Bearbeiten] Stadtteile
Zu Östringen gehören, neben der Kernstadt Östringen, die Stadtteile Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg.
[Bearbeiten] Kernstadt Östringen
In der Kernstadt Östringen leben ca. 7.200 Einwohner auf 1.624 ha.
[Bearbeiten] Odenheim
Odenheim zählt ca. 3.700 Einwohner auf ca. 2100 ha Fläche und gehört seit dem 1. Januar 1974 zu Östringen.
Odenheim liegt im Katzbachtal mitten im beschaulichen Kraichgauer Hügelland. In Urkunden wird Odenheim erstmals im Jahre 769 erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert war die Geschichte Odenheims eng verknüpft mit dem in der Nähe gegründeten Benediktinerkloster Wigoldsberg, dem späteren Ritterstift Odenheim. Die Ermordung Siegfrieds könnte der Nibelungensage nach bei dem in Odenheim befindlichen Siegfriedsbrunnen stattgefunden haben.
Das heutige Ortsbild Odenheims wird geprägt von der auf dem Kirchberg stehenden St. Michaelskirche und dem alten Rathaus mitten im Ort.
Odenheim verfügt als einziger Ortsteil der Gemeinde Östringen über einen Bahnhof. Die S 31 des KVV verkehrt halbstündlich auf der Strecke Odenheim-Karlsruhe.
[Bearbeiten] Tiefenbach
Der Weinort Tiefenbach liegt eingebettet in der sanften Kraichgauer Hügellandschaft zwischen Mischwald, Rebflächen und Ackerland. Urkundlich erwähnt wurde Tiefenbach erstmalig im Jahre 1122 in Zusammenhang mit dem Kloster Wigoldesberg, dem nahegelegenen heutigen Stifterhof. Tiefenbach ist mit einer Gesamtfläche von ca. 917 ha und über 1.300 Einwohnern der drittgrößte Teil der Gesamtstadt Östringen. Die höchste Erhebung ist der Kreuzberg mit 290 m. Das Ortsbild wird geprägt durch die Kath. Pfarrkirche St. Johannes. Neben dem Wein- und Obstanbau ist der Ort hauptsächlich bekannt durch eine vielseitige Gastronomie, einer Golf- und Reitanlage und den idealen Naherholungsmöglichkeiten. So lädt der idyllisch gelegene Kreuzbergsee gerne zum Wandern und Entspannen ein. Durch ein gut ausgebautes Radwegenetz ist Tiefenbach ein beliebtes Ziel für Familien und Hobbysportler. Seit 1990 wird in zweijähriger Folge das „Tiefenbacher Dorffest“ veranstaltet. Dieses Fest ist für die Ortsvereine, die Bevölkerung und für die Gäste aus Nah und Fern zu einem wichtigen Ereignis geworden
[Bearbeiten] Eichelberg
Die Gemeinde Eichelberg, wurde am 1. Januar 1972 nach Östringen eingegliedert. Bis zur Eingemeindung gehörte Eichelberg zum Landkreis Sinsheim. In Eichelberg leben ca. 700 Einwohner auf 673 ha. Im Ort wurde ebenfalls traditionell Weinbau betrieben, die Kelter des Ortes ist seit der Mitte des 16. Jahrhunderts nachgewiesen.
[Bearbeiten] Geografie
Etwa ein Drittel der Gemarkungsfläche nehmen ausgedehnte Laubwälder ein. Durch die Kernstadt Östringen fließt der Freibach, die Stadtteile Tiefenbach und Odenheim werden vom Katzbach durchflossen. Höchste Erhebungen sind die Gewanne Kasperhäusel und Tannenbaum bei Östringen, der Kapellenberg bei Eichelberg, der Schindelberg bei Odenheim und der Kreuzberg bei Tiefenbach. Die Gesamtgemarkung liegt zwischen 155 und 302 Metern über NN.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Östringen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Osten genannt: Eppingen (Landkreis Heilbronn), Kraichtal, Ubstadt-Weiher, Bad Schönborn (alle Landkreis Karlsruhe), Mühlhausen, Angelbachtal und Sinsheim (alle Rhein-Neckar-Kreis).
[Bearbeiten] Geschichte
Die Siedlungen Östringen und Odenheim gehen ins 8. Jahrhundert auf Gründungen der Römer zurück. Erstmalig urkundlich erwähnt wird Östringen im Jahre 764 im Codex des Klosters Lorsch. 769 taucht in diesen Dokumenten auch Odenheim als Otemheim auf. Um 1108 gründen Benediktinermönche aus Hirsau auf der heutigen Gemarkung Eichelberg das Kloster Wigoldesberg, später Stift Odenheim. In diesem Zusammenhang werden im Jahre 1122 die Siedlung Tiefenbach als Tiephenbach und im Jahre 1161 die Siedlung Eichelberg erstmals urkundlich erwähnt.
Die Geschichte der Siedlungen ist eng verknüpft mit dem Kloster. Für die wirtschaftliche Entwicklung spielt der Weinbau, den die Mönche hier einführen, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wird das Kloster in ein weltliches, freiadliges Ritterstift umgewandelt.
Im 19. Jahrhundert entwickelt sich in Östringen und Odenheim eine florierende Zigarrenindustrie. Eichelberg und Tiefenbach leben weiterhin überwiegend von der Landwirtschaft, insbesondere vom Weinbau. Am 11. Juli 1981 wird Östringen vom damaligen Innenminister von Baden-Württemberg und späteren Bundespräsidenten Roman Herzog in den Stand einer Stadt erhoben. Seit 1998 fährt die Stadtbahn der Karlsruher Verkehrsbetriebe vom Karlsruher Hauptbahnhof über Bruchsal nach Odenheim.
[Bearbeiten] Konfessionen
Östringen ist traditionell römisch-katholisch geprägt. So hat auch heute noch jeder der vier Teilorte seine eigene katholische Kirche. Darüber hinaus gibt es in Östringen und Odenheim auch je eine evangelische Gemeinde.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
- 1949-1959: Ferdinand Bender
- 1959-1979: Hermann Kimmling (CDU)
- 1979-2003: Erich Bamberger (CDU)
- seit 2003: Walter Muth (CDU)
[Bearbeiten] Stadtrat
Die Stadtratswahl vom 13. Juni 2004 brachte folgendes Ergebnis:
[Bearbeiten] Partnerstädte
- Abergavenny, Wales (seit 1968)
- Rozenburg, Niederlande (seit 1974)
- Thiviers, Frankreich (seit 1989)
- Außerdem verbindet den Stadtteil Odenheim eine Partnerschaft mit Itter in Tirol
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Durch die Bundesstraße B 292 (Bad Schönborn - Lauda-Königshofen) ist Östringen an das überregionale Straßennetz angebunden.
Die Katzbachbahn (nach Ubstadt und von dort weiter nach Bruchsal), auf der die S 31 des Karlsruher Verkehrsverbundes fährt, verbindet den Ortsteil Odenheim mit dem Schienennetz. Bis zur Stillegung führte die Bahn über Tiefenbach (bis 1975) und Eichelberg (bis 1960) weiter nach Hilsbach.
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
Wichtigste Arbeitgeber sind:
- das 1963 errichtete größte Nylonfaserwerk Europas der Firma Invista (ehemals DuPont und ICI) und
- der Faserverbundwerkstoff-Hersteller Cytec.
Weitere wichtige Arbeitgeber sind
- der Hersteller von Planetengetrieben SEW-Eurodrive,
- die Bäckerei und Konditorei Rothermel,
- das Reisebusunternehmen Hassis,
- die Automobil Markenpartner Autohaus Bederke (Gründung 1967) mit Ford und Mazda,
- der EU Fahrzeuge auto-discount24.net,
- das Autohaus Östringer (Gründung 1962) mit der Marke VW, Audi und Skoda,
- die Spedition Rothermel mit über 50 LKW und
- das zugehörige Service Team R & K.
In Odenheim gibt es das einzigartige Kaufhaus "Schorle".
[Bearbeiten] Weinbau
Nach wie vor spielt auch der Weinbau eine große Rolle. Auf ca. 230 ha Rebfläche werden bekannte Lagen wie Östringer Ullrichsbruch, Odenheimer Königsbecher, Tiefenbacher Stiftsberg oder Eichelberger Kapellenberg angebaut.
[Bearbeiten] Bildung
In Östringen ist das komplette Schulangebot des dreigliederigen Schulwesens vorhanden: Auf dem Leibniz-Gymnasium kann das Abitur abgelegt werden. In der Kernstadt gibt es darüber hinaus noch die Thomas-Morus-Realschule, die Silcher-Grund- und Hauptschule und eine reine Grundschule. Der Stadtteil Odenheim verfügt über eine eigene Grund- und Hauptschule und Tiefenbach über eine eigene Grundschule.
[Bearbeiten] Medien
Zeitung: Als Tageszeitung erscheinen in Östringen die Badische Neueste Nachrichten (BNN), eine Zeitung mit mehreren Lokalausgaben im mittelbadischen Raum. Des Weiteren gibt es einige kostenlose Wochenzeitungen.
Stadtmagazin: Neben den Zeitungen gibt es verschiedene kostenlose Stadtmagazine.
[Bearbeiten] Sport
[Bearbeiten] Handball
In Östringen spielt Handball eine große Rolle. Lange spielte die erste Mannschaft von Östringen in der 2. Handball-Bundesliga. Nach einem Zusammenschluss mit der Mannschaft aus Kronau im Jahre 2002 stieg die SG Kronau/Östringen in die Handball-Bundesliga auf. Seit der Saison 2005/2006 bestreitet der Verein seine Heimspiele ausschließlich in der neu errichteten Mannheimer SAP-Arena und will sich langfristig in der Bundesliga etablieren. Seit 2005 nennt sich die Mannschaft „Rhein-Neckar-Löwen“. In den Jahren 2006, 2007 und 2008 erreichten sie jeweils das Final-Four. Zum Kader gehören unter anderem Sławomir Szmal (Vizeweltmeister 2007), Andrej Klimovets (Weltmeister 2007), Uwe Gensheimer (Weltmeister 2007, ohne Einsatz) Michael Haaß (Weltmeister 2007), Mariusz Jurasik (Vizeweltmeister 2007), Christian Schwarzer(Weltmeister 2007), Karol Bielecki (Vizeweltmeister 2007), Oliver Roggisch (Weltmeister 2007) und Henning Fritz (Weltmeister 2007).
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Heimatmuseum Östringen im Alten Rathaus, erbaut 1786
- Gustav-Wolf-Kunstgalerie in Östringen
[Bearbeiten] Bauwerke
- In Östringen: Neuromanische Pfarrkirche St. Cäcilia, Ruinie der Ullrichskapelle, Zopfkapelle und Waldkapelle
- Siegfriedsbrunnen in Odenheim: In der Handschrift C der Nibelungensage, Blatt 38, Strophe 1013, 1-4, wird der Brunnen in Odenheim als Tatort für die Ermordung Siegfrieds erwähnt. (Quelle: Badische Landesbibliothek Karlsruhe)
- Pfarrkirche St. Michael in Odenheim: im Jahre 1778 fertiggestellte Barockkirche, die auf einem Hügel den Ort überragt
- Überreste des Benediktinerklosters Wigoldesberg im Bereich des Stifterhofs zwischen Odenheim und Eichelberg, zwei Türme und ein Speicher aus dem 15. Jahrhundert
- In Eichelberg befindet sich das örtliche Rathaus auf Fundamenten von 1604, die benachbarte Kelter besteht seit 1556. Die Katholische Kirche ist von 1711. Markant ist noch das Schulhaus des Ortes aus der Zeit um 1900, in dessen Nähe ein seit 1700 bestehender alter Ziehbrunnen steht. Gegenüber befindet sich ein zeitgenössischer Dorfbrunnen. Im Ort sind mehrere Kruzifixe zu sehen, davon ein modernes von 1963 auf dem Weg zur oberhalb des Ortes liegenden schlichten Michaelskapelle.
- In Tiefenbach befindet sich die Katholische Kirche von 1852 sowie die Kreuzbergkapelle von 1872 mit Ostlandkreuz. Beim Rathaus befindet sich ein Dorfbrunnen und eine Skulptur.
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
- Schwefelquelle 500 m nördlich von Östringen
- Naherholungsgebiet Kreuzbergsee: 1974 angelegter 200-000 m² großer See in Tiefenbach
- Obst-, Wald- und Weinlehrpfad: Er beginnt an der Kreuzberghalle in Tiefenbach
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Jährlich am 1. Wochenende im Juli stattfindender Jahrmarkt in Östringen
- Jährlich am 2. Wochenende im Oktober stattfindender Jahrmarkt in Odenheim
- Faschingsamstagsumzug in Östringen
- Östringer Kerwe im November
- Mehrere Verkaufsoffene Sonntage
- In der Fastnachtszeit stattfindende Prunksitzungen in Odenheim und Östringen
- Fastnachtsumzug in Odenheim am Rosenmontag
- An Fastnacht: Wöchentliche Fastnachtsbälle in der Mehrzweckhalle in Odenheim
- Jede 2 Jahre stattfindendes Straßenfest in Odenheim
- Jährlich am ersten Augustwochenende in Odenheim stattfindendes Burgfest der Odenheimer Karnevalsgesellschaft
- MaiNight in Östringen
- Oktoberfest am Waldbuckel in Östringen des FCÖ Mitte September
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Hermann Hecht (1877-1969), deutscher Schiffahrtsunternehmer, Generaldirektor des Rhenania-Konzerns
- Jakob Scheuring (* 1912 in Odenheim, † 2001), deutscher Leichtathlet, Europameister 1938 über 4x100-Meter
- Heribert Rech (* 1950), deutscher Politiker (CDU), MdL (Baden-Württemberg), Innenminister Baden-Württembergs
[Bearbeiten] Literatur
- Gehring, Franz: Zur Geschichte von Pfarrkirche und Kloster Odenheim. 870 Jahre Stift Odenheim. Festschrift zur 200-Jahrfeier der Pfarrkirche Odenheim, 125 Jahre Pfarrkirche Tiefenbach, 265 Jahre Kirche Eichelberg. Herausgegeben von den katholischen Pfarrgemeinden Odenheim, Tiefenbach und Eichelberg. Krusedruck, Philippsburg 1979
[Bearbeiten] Weblinks
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