Ötzingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Ötzingen
Ötzingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Ötzingen hervorgehoben
50.5022222222227.8327777777778310Koordinaten: 50° 30′ N, 7° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wirges
Höhe: 310 m ü. NHN
Fläche: 5,98 km²
Einwohner: 1364 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56244
Vorwahlen: 02602, 02666 (Sainerholz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 060
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 10
56422 Wirges
Webpräsenz: www.wirges.de
Ortsbürgermeister: Ansgar Ritz
Lage der Ortsgemeinde Ötzingen im Westerwaldkreis
Karte

Ötzingen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wirges an.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Die Ortschaft ist am Fuß des Malbergs gelegen, einem bewaldeten Vulkankegel, welcher sich auf dem Gebiet der benachbarten Gemeinde Moschheim befindet. Weitere Nachbargemeinden sind Leuterod, Niederahr, Oberahr, Ettinghausen, Kuhnhöfen, Niedersayn und Helferskirchen. Am Ortsrand entlang schlängelt sich der Aubach, der im etwa 3 km entfernten Ortsteil Sainerholz entspringt.

Wie auch im übrigen sogenannten Kannenbäckerland spielt der Tonabbau in Ötzingen eine wichtige Rolle. Etwas außerhalb des Ortes befindet sich dazu passend eine Produktionsstätte für weltbekannte Tonmosaike.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Sainerholz wird als Ortsteil der Gemeinde geführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name ist vom althochdeutschen Uitzingen abgeleitet und bedeutet wohl soviel wie „Nachkommen des Uitzo, bzw. Utz“. Die Endung „-ingen“ lässt vermuten, dass zur Zeit der Landnahme dieses Gebiet schon gerodet war oder kein Wald vorgefunden wurde. Somit kann die Entstehungszeit der Siedlung zwischen das Ende des 6. und das 11. Jahrhundert eingeordnet werden.

  • Um 1362: Ozingen
  • Um 1385: Oezingin
  • Um 1386: Oitzingen
  • Um 1417: Oytzingen
  • Um 1476: Uitzingen, Ober-Otzingen
  • Um 1589: Oezingin

Am 20. März 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Sainerholz mit 174 Einwohnern nach Ötzingen eingemeindet.[2]

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Ortsgemeinde Ötzingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 404
1835 504
1871 477
1905 484
1939 575
Jahr Einwohner
1950 619
1961 676
1970 857
1987 895
2005 1.369

Religion[Bearbeiten]

Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Im Ort befindet sich die Filialkirche Maria-Hilf, die zur Pfarrei Leuterod gehört (Bistum Limburg).[4] Die rund 200 evangelischen Christen werden von der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) betreut.[5]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ötzingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD WGR Gesamt
2014 4 12 16 Sitze
2009 3 13 16 Sitze
2004 4 12 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „Gespalten von Rot und Blau durch einen silbernen Leistenpfahl, der mit sieben roten Kantenwürfeln belegt ist“.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ötzingen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis Rheinland-Pfalz 2006, Seite 192 (PDF; 2,1 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Infothek
  4. Bistum Limburg, Maria, Hilfe der Christen, Ötzingen. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  5. Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Wirges. Abgerufen am 8. Januar 2011.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen