Übelbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Übelbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Übelbach
Wappen von Übelbach
Übelbach (Österreich)
Übelbach
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Graz-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: GU
Hauptort: Markt-Übelbach
Fläche: 94,62 km²
Koordinaten: 47° 14′ N, 15° 14′ O47.22638888888915.234722222222580Koordinaten: 47° 13′ 35″ N, 15° 14′ 5″ O
Höhe: 580 m ü. A.
Einwohner: 1.982 (1. Jän. 2015)
Postleitzahl: 8124
Vorwahl: 03125
Gemeindekennziffer: 6 06 51
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Alter Markt 64
8124 Übelbach
Website: www.uebelbach.gv.at
Politik
Bürgermeister: Markus Windisch (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
11
4
11 
Von 15 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Übelbach im Bezirk Graz-Umgebung
Deutschfeistritz Dobl-Zwaring Eggersdorf bei Graz Feldkirchen bei Graz Fernitz-Mellach Frohnleiten Gössendorf Gratkorn Gratwein-Straßengel Hart bei Graz Haselsdorf-Tobelbad Hausmannstätten Hitzendorf Hitzendorf Kainbach bei Graz Kalsdorf bei Graz Kumberg Laßnitzhöhe Lieboch Nestelbach bei Graz Peggau Raaba-Grambach Sankt Bartholomä Sankt Marein bei Graz Sankt Oswald bei Plankenwarth Sankt Radegund bei Graz Seiersberg-Pirka Semriach Stattegg Stiwoll Thal Übelbach Unterpremstätten-Zettling Vasoldsberg Weinitzen Werndorf Wundschuh Graz SteiermarkLage der Gemeinde Übelbach im Bezirk Graz-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Das alte Rathaus von Übelbach
Das alte Rathaus von Übelbach
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Übelbach ist eine Marktgemeinde mit 1982 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015) in der Steiermark nordwestlich von Graz.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Übelbach liegt im Bezirk Graz-Umgebung in der Weststeiermark ca. 20 km nordwestlich der Landeshauptstadt Graz.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten]

Die Marktgemeinde Übelbach umfasst 94,62 km² und erstreckt sich von West nach Ost über eine Länge von ca. 20 km von der Gleinalpe bis fast zum Murtal entlang des Übelbaches, einem Nebenfluss der Mur. Im Westen befinden sich im Gemeindegebiet einige Berge mit Höhen über 1.500 m: Ochsenkogel (1.580 m), Speikkogel (1.988 m), Lärchkogel (1.894 m) und Eiblkogel (1.831 m) sowie zwei Übergänge in die Nachbargemeinden: Gleinalmsattel (1.586 m) und Kreuzsattel (1.583 m).

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Kleintal (148)
  • Land-Übelbach (567)
  • Markt-Übelbach (1004)
  • Neuhof (229)

Die Gemeinde besteht aus den vier Katastralgemeinden Kleinthal, Neuhof, Übelbach Land und Übelbach Markt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Übelbach ist von neun Nachbargemeinden umgeben, drei davon liegen im Bezirk Leoben (LE), eine im Bezirk Murtal (MT) und zwei im Bezirk Voitsberg (VO).

Sankt Michael in Obersteiermark (LE) Leoben (LE) Frohnleiten
Sankt Stefan ob Leoben (LE) Nachbargemeinden


Deutschfeistritz

Geschichte[Bearbeiten]

Übelbach wird erstmals in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts als Ubilpach erwähnt und ist wahrscheinlich nach dem gleichnamigen Bach benannt. Im selben Jahrhundert wurde der Markt erbaut, nachdem im Tal Silbervorkommen entdeckt worden waren. Der Silberbergbau wurde jedoch um 1500 wieder eingestellt.

Erst im 18. Jahrhundert entwickelte sich in Übelbach ein gewisser Wohlstand durch den Betrieb von Hammerschmieden, die durch die Nutzung der Wasserkraft und des waldreichen Umlandes einen günstigen Standort fanden. Das Erz wurde aus der Obersteiermark geholt. Das Eisen wurde auf Flößen ins Murtal gebracht und dort mit Fuhrwerken weitergeschafft.

In der Zwischenzeit entstand neben den Hammerschmieden im Ortsteil Guggenbach eine Papierfabrik. Da dieser Betrieb auf Ressourcen von außerhalb des Tales angewiesen war, wurde die Eisenbahnlinie nach Peggau gebaut, was allerdings zum Niedergang der Hammerschmieden führte. Seit 1919 verkehrt die Eisenbahn regelmäßig zwischen Peggau und Übelbach.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Papierfabrik im Konkurrenzkampf mit größeren Unternehmen zugrunde und stellte ihren Betrieb 1972 schließlich ein. Gleichzeitig begann allerdings der Aufschwung der Firma DI Gaulhofer, die Türen und Fenster produziert und die alle Mitarbeiter der Papierfabrik übernommen hat.

Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Bevölkerungs-
entwicklung
Datum Einwohner
1869 2.280
1880 2.373
1890 2.493
1900 2.565
1910 2.358
1923 2.385
1934 2.616
1939 2.417
1951 2.523
1961 2.449
1971 2.303
1981 2.129
1991 2.162
2001 2.124

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Markus Windisch (ÖVP). Der Gemeinderat setzt sich nach den Wahlen von 2010 wie folgt zusammen:

Wappen[Bearbeiten]

Über geflutetem Schildfuß in Rot ein übereck gestellter silberner Barren mit vier schwarzen Punzen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Übelbach

Museen[Bearbeiten]

  • Stallmuseum im Ortsteil Neuhof. In einem alten Stallgebäude zeigt es alte bäuerliche Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände.

Sport[Bearbeiten]

Durch die Lage der Marktgemeinde im Bereich der Gleinalpe bieten sich vielfältige Wandermöglichkeiten:

  • Am Westrand der Marktgemeinde verläuft auf dem Grat der Gleinalpe der Europäische Fernwanderweg E6.
  • Der Übelbacher Silberweg umrundet in ca. 9 km bei ca. 2,5 Stunden Gehzeit die Gemeinde auf den Spuren des Silberbergbaus.
  • Die Gemeinde besitzt darüber hinaus auch noch einen Eishockeyclub und einen Fußballverein (SV Übelbach).

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Übelbach gehört zum 2005 gegründeten Wirtschaftsverbund Region Übelbachtal, dem darüber hinaus die Gemeinden Deutschfeistritz, Peggau und die ehemalige Gemeinde Großstübing angehören.

Verkehr[Bearbeiten]

Übelbach ist verkehrsmäßig gut angeschlossen. Die Pyhrn Autobahn A 9 verläuft durch das Gemeindegebiet und ist über die Anschlussstelle Übelbach (157) direkt angeschlossen. Im Westen der Marktgemeinde befindet sich das Südportal des mautpflichtigen Gleinalmtunnels.

In Übelbach befinden sich ein Bahnhof und fünf Haltepunkte der Lokalbahn Peggau–Übelbach (S11). Die Linie bietet an Werktagen stündliche Schnellbahn-Verbindungen nach Peggau mit Anschluss zur Südbahn. Zweimal täglich je Richtung werden die Züge direkt bis nach Graz geführt.

Der Flughafen Graz liegt rund 40 km entfernt und ist direkt über die Autobahn zu erreichen.

Tourismusverband[Bearbeiten]

Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Deutschfeistritz und Peggau den Tourismusverband „Deutschfeistritz-Peggau-Übelbach“. Dessen Sitz ist Deutschfeistritz.[2]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Konrad Zechner: Die Silberlinge von Übelbach. Marktgemeinde Übelbach (2006).
  • Marktgemeinde Übelbach: Übelbach 1945 - 1955 -- Zeitzeugen erzählen. Erhältlich bei der Marktgemeinde.
  • Dr. Erich Vaculik: Ubilpach -- Mikrokosmos im Wandel der Zeit.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 300. ZDB-ID 1291268-2 S. 624.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Übelbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien