Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes

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Illustrierter Verlagseinband der 9. Auflage 1908

Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes ist ein erstmals 1900 erschienenes Essay des Neurologen und Psychiaters Paul Julius Möbius.

Durch die Veröffentlichung seines provokanten 23seitigen Werkes in der Sammlung zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Nerven- und Geisteskrankheiten erlangte der zuvor weitgehend unbekannte Möbius große öffentliche Aufmerksamkeit. Das Essay wurde vielfach nachgedruckt und erschien in vielfacher Auflage auch als Einzelband, wobei im Anhang auch zahlreiche Leserbriefe aufgenommen wurden, die bei späteren Auflagen einen Großteil des Buches ausmachten.

Möbius' Essay erschien auf dem Höhepunkt einer in Deutschland hitzig geführten Debatte über die Zulassung von Frauen zum Medizinstudium. Möbius stellte darin die These auf, Frauen hätten von Natur aus eine physiologisch bedingte geringere geistige Begabung als Männer. Dieser weibliche „Schwachsinn“ diene der Arterhaltung des Menschen und sei Folge dessen Evolution.

1905 veröffentlichte Max Freimann eine satirische Antwort auf Möbius' Werk mit dem Titel Über Den Physiologischen Stumpfsinn Des Mannes.

[Bearbeiten] Literatur

  • Holger Steinberg (Hrsg.): „Als ob ich zu einer steinernen Wand spräche.“ Der Nervenarzt Paul Julius Möbius. Eine Werkbiografie. Huber, Bern 2005, ISBN 3-456-84175-2.

[Bearbeiten] Weblinks

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