Ümit Davala

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Ümit Davala
Spielerinformationen
Voller Name Ümit Aydın Davala
Geburtstag 30. Juli 1973
Geburtsort MannheimDeutschland
Größe 182 cm
Position Abwehr
Vereine in der Jugend
1981–1990
1990–1992
VfR Mannheim
ASV Feudenheim
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1992–1994
1994
1995–1996
1996
1996–2001
2001–2002
2002–2004
2002–2003
2003–2004
2004–2005
FC Türkspor Mannheim
Afyonspor
Istanbulspor
Diyarbakırspor (Leihe)
Galatasaray Istanbul
AC Mailand
Inter Mailand
→ Galatasaray Istanbul (Leihe)
Werder Bremen (Leihe)
Werder Bremen

11 0(3)
21 0(6)
18 0(3)
125 (15)
10 0(0)
0 0(0)
23 0(1)
22 0(0)
11 0(0)
Nationalmannschaft
1996–2004 Türkei 62 0(4)
Stationen als Trainer
2006–2008
2008
2011–2013
Türkei U-21
Galatasaray Istanbul (Co-Trainer)
Galatasaray Istanbul (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Ümit Aydın Davala (* 30. Juli 1973 in Mannheim) ist ein ehemaliger türkischer Fußballspieler und heutiger Trainer.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Der in Deutschland aufgewachsene Davala begann seine Laufbahn beim VfR Mannheim. In der A-Jugend kam er zum ASV Feudenheim. Ab 1992 spielte er beim Landesligisten FC Türkspor Mannheim, ehe er 1994 zu Afyonspor in die zweite türkische Liga wechselte.[1] Über İstanbulspor und Diyarbakırspor führte sein Weg zu Galatasaray Istanbul, wo er von 1996 bis 2001 unter Vertrag stand. Mit Galatasaray wurde er viermal türkischer Meister, zweimal Pokalsieger und gewann 2000 den UEFA-Pokal sowie den Europäischen Supercup. Zwar nahm Gala 1999/00 an der UEFA Champions League teil, wurde dort aber nach der Gruppenphase nur dritter und qualifizierte sich damit für den UEFA-Cup. Die Teilnahme daran sicherte sich das Team erst am letzten Gruppenspieltag beim 3:2-Sieg gegen den AC Mailand. Davala sorgte damals per Elfmeter in der Nachspielzeit für den Sieg.[1]

Im Jahr 2001 folgte Davala seinem früheren Trainer Fatih Terim zum AC Mailand, wo er nach Terims Entlassung im November seinen Stammplatz verlor. Ab 2002 nahm Lokalrivale Inter Mailand Davala unter Vertrag, lieh ihn aber zu seinem früheren Verein Galatasaray Istanbul aus.[2] Ein Jahr später ging Davala dann zu Werder Bremen in die Bundesliga, zunächst auf Leihbasis und ab 2004 dann mit festem Vertrag. Mit Werder gewann er 2004 die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Sein Debüt in der Bundesliga gab der Defensivspieler am 3. Spieltag der Meistersaison gegen den 1. FC Kaiserslautern. Dabei bot ihn Trainer Thomas Schaaf beim 1:0-Auswärtssieg in der Startformation auf.[3]

Auf Grund einer im Oktober 2005 erlittenen komplizierten Hüftverletzung und der starken Konkurrenz einigte man sich auf eine Vertragsauflösung zum 31. Dezember 2005.[4][5]

Am 3. März 2006 beendete Davala seine aktive Laufbahn.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Für die türkische Nationalmannschaft bestritt Davala 62 Länderspiele.[7] Da er in Deutschland geboren wurde, hätte er auch für die Deutsche Fußballnationalmannschaft spielen können, vom DFB her bestand jedoch kein Interesse am Verteidiger.[1] Sein größter Erfolg war der dritte Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Auch wenn Davala damals fußballerisch glänzte, fiel er vor allen durch seinen sog. "Irokesenschnitt" auf. Es wurde spekuliert, dass dieser Teil einer Wette sein könnte, was Davala aber abstritt.[1]

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Kurz nach dem Ende der aktiven Karriere erwarb Davala die nötigen Trainerlizenzen. Heute ist er in dem Besitz der UEFA Pro Lizenz.[1] Am 13. Dezember 2006 übernahm Davala den Posten des Cheftrainers der türkischen U-21-Nationalmannschaft.[7] Danach wechselte er Anfang 2008 zu seinem früheren Arbeitgeber Galatasaray Istanbul und wurde dort Co-Trainer und Dolmetscher von Michael Skibbe.[7] Sein Vertrag und der von Edwin Boekamp wurden schließlich ohne Wissen Skibbes zum 9. Oktober 2008 aufgelöst.[8]

Von Sommer 2011 bis Ende September 2013 war Davala erneut Co-Trainer bei Galatasaray Istanbul, dieses Mal unterstützte er Fatih Terim.

Erfolge[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Privat[Bearbeiten]

Davala lebt in Narlıdere/Izmir (Türkei), ist als Bauunternehmer tätig und betreibt Restaurants.[7] Vor seiner Trainerlaufbahn war er auch als Musiker tätig und hat in der Türkei ein Rap-Album mit eher mäßigem Erfolg aufgenommen.[1] Außerdem kandidierte er als Bürgermeister für eine türkische Gemeinde.[1]

Trivia[Bearbeiten]

  • Davala spielt regelmäßig noch für die Traditionsmannschaft von Galatasaray Istanbul.[7]
  • Nach der WM 2002 wurde Davala zu ehren in der Stadt Kurudere eine Brücke nach Ihm benannt. In der Stadt Afyon befindet sich zudem vor der örtlichen Sportanlage eine Statue mit ihrem Abbild Davalas.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Multitalent Ümit Davala im Interview vom 5. Januar 2011 auf blog.worum.org
  2. Davala verlässt Werder Bremen vom 19. Dezember 2005 auf transfermarkt.de
  3. Spielstatistik 1. FC K'lautern - SV Werder Bremen 0:1 (0:0) auf fussballdaten.de
  4. kicker.de-Pressemitteilung vom 30. November 2005
  5. Davala geht nun in die Wüste vom 22. Dezember 2005 auf kicker.de
  6. Pressemitteilung vom 3. März 2006
  7. a b c d e Bauunternehmer Ümit Davala hofft auf Trainerposten vom 11. Januar 2010 auf nwzonline.de
  8. Skibbes Aufpasser ist zurück vom 2. Dezember 2008 auf fr-online.de