Česká Lípa
| Česká Lípa | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Liberecký kraj | |||
| Bezirk: | Česká Lípa | |||
| Fläche: | 6324 ha | |||
| Geographische Lage: | 50° 41′ N, 14° 32′ O50.68138888888914.537222222222258Koordinaten: 50° 40′ 53″ N, 14° 32′ 14″ O | |||
| Höhe: | 258 m n.m. | |||
| Einwohner: | 36.957 (1. Jan. 2013) [1] | |||
| Postleitzahl: | 470 01 | |||
| Verkehr | ||||
| Straße: | I/9 | |||
| Bahnanschluss: | 080 Bakov nad J.–Jedlová 081 Děčín–Česká Lípa 086 Liberec–Česká Lípa 087 Lovosice–Česká Lípa |
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| Struktur | ||||
| Status: | Stadt | |||
| Ortsteile: | 15 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Hana Moudrá (Stand: 2009) | |||
| Adresse: | nám. T. G. Masaryka 1 470 01 Česká Lípa |
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| Gemeindenummer: | 561380 | |||
| Website: | www.mucl.cz | |||
| Lageplan | ||||
| Lage von Česká Lípa im Bezirk Česká Lípa | ||||
Česká Lípa (deutsch Böhmisch Leipa) ist eine Stadt an der Ploučnice im Liberecký kraj im Norden Tschechiens.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte[Bearbeiten]
Die Stadt war ursprünglich eine kleine Siedlung im Besitz der Herren von Lípa. Sie erhielt 1381 Stadtrechte. Die Stadt gehörte wechselnden Besitzern; von 1634-1848 war sie im Besitz der Familie Kaunitz. 1850 wurde Böhmisch Leipa zur Bezirksstadt und zu einem Eisenbahnknotenpunkt. Des Weiteren befand sich der Sitz des Gerichtsbezirks Böhmisch Leipa in der Stadt.
Nach dem Ersten Weltkrieg fiel der Ort an die Tschechoslowakei aufgrund des Vertrags von Saint-Germain. Durch das Münchner Abkommen wurde die Stadt 1938 bis 1945 als Teil des Sudetenlandes dem Deutschen Reich eingegliedert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die deutschböhmische Bevölkerung 1945 aufgrund der Beneš-Dekrete enteignet und vertrieben.
Am 1. Dezember 1930 hatte Böhmisch Leipa 13.714 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 12.000 und am 22. Mai 1947 11.991. Viele Neubürger aus Mittelböhmen, der Slowakei sogenannte "Repatrianten" und Roma siedelten sich in der Nachkriegszeit hier an.
Name[Bearbeiten]
Der Name Česká Lípa leitet sich vom alten böhmischen Adelsgeschlecht von Leipa (tschechisch z Lipé) bzw. dem tschechischen Wort Lípa für Linde ab.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Augustinerkloster, gegründet im Jahre 1627 von Albrecht von Waldstein, genannt Wallenstein, an der Stelle eines kleinen Schlosses der Adelsfamilie Berka, gemeinsam mit der Gründung einer Lateinschule. In der Mitte des Kreuzganges befindet sich eine Loreto-Kapelle aus dem Jahr 1698. In der Achse des westlichen Flügels des Kreuzganges befindet sich die ehemalige Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit mit einem Altarbild von Ignaz Raab. Im Kloster befinden sich heute Heimatmuseum und Galerie.
- Historisches Zentrum, Marktplatz mit erhaltener historischer Bebauung, mit Springbrunnen und Pestsäule der Heiligsten Dreifaltigkeit mit Statuen des Zittauer Bildhauers J. Ch. Ulrich aus dem Jahre 1681.
- Städtischer Park, angelegt im Jahre 1875, mit sieben Hektar einer der größten Parks in Böhmen
- Kirche der Kreuzerhöhung, einschiffiger gotischer Bau mit fünfseitiger Vorhalle und Zeltdach aus dem Jahre 1385 und Hauptaltar aus dem Jahre 1697. An der Südseite ein gotisches Portal mit Wappen des Geschlechts Berka von Duba und Leipa.
- Maria-Magdalenen-Kirche aus dem 13. Jahrhundert. An der Nordseite der Kirche befindet sich die barocke Propstei.
- Renaissance-Lustschloss, Rotes Haus, ehemaliges Jagdschloss aus dem Jahre 1583, erbaut von Dietrich Georg Berka von Duba. Im Jahre 1883 wurde das Schloss von Professor Steffen stilvoll restauriert. Die inneren Wandgemälde wurden größtenteils vernichtet, an der Stirnfassade ein Streifen mit Jagdszenen und Säulengalerie mit Männer- und Frauenköpfen – der mittlere Kopf stellt wohl den Dichter Dante dar.
- Burg Lipý, Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert, erhalten sind lediglich ein Teil des Mauerwerks und zwei gotische Tore. Die Burg wurde im 15. und 17. Jahrhundert als Schloss im Renaissance-Stil umgebaut, diente später als Zuckerfabrik und wurde in den 1950er Jahren gesprengt.
- Bewegliches Klappenwehr am Polzen-Fluss, mitten in der Stadt, errichtet im Jahre 1910 nach einer Konstruktion von J. Záhorský.
- Jüdischer Friedhof, stillgelegt im Jahre 1905, gegründet angeblich im Jahre 1479. Der älteste Grabstein befand sich an der Ostfront des Friedhofs. Unter den vielen wertvollen Grabsteinen ist die Pyramidensäule aus schwarzem Granit besonders denkwürdig: Sie bezeichnet die letzte Ruhestädte 32 jüdischer Opfer mit ihrem Rabbiner, die bei einem Überfall im Jahre 1745 von Panduren barbarisch zu Tode gefoltert worden waren.
Ortsteile[Bearbeiten]
- Častolovice (Schaßlowitz)
- Dobranov (Dobern)
- Dolní Libchava (Niederliebich)
- Dubice (Kleinaicha)
- Heřmaničky (Hermsdorf)
- Lada (Jägersdorf)
- Manušice (Manisch)
- Okřešice (Aschendorf)
- Písečná (Pießnig)
- Robeč (Robitz)
- Stará Lípa (Altleipa)
- Vítkov (Leskenthal)
- Vlčí Důl (Wolfsthal)
- Žizníkov (Schießnig)
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Joseph Hickel (1736–1807), Maler
- Anton Hickel (1745–1798), Maler
- Ferdinand Karl Klimsch (1812–1890), Kunstmaler, Lithograf und Kupferstecher
- Hermann Zschokke (1838–1920), römisch-katholischer Theologe und Weihbischof im Erzbistum Wien
- Franz Herold (1854–1943), Dichter und Schriftsteller
- August Lederer (1857–1936), Industrieller, Sammler und Kunstmäzen
- Hugo Salus (1866–1929), Arzt und Schriftsteller
- Ernst Kutzer (1880–1965), Maler, Graphiker, Autor und vor allem Bilderbuch-Illustrator in Wien
- Max Schneider (1909–1958), kommunistischer Parteifunktionär
- Rudolf de la Vigne (1920–2004), Fußballspieler
- Angela Jursitzka (* 1938), Journalistin und Schriftstellerin
- Arnulf Lode (* 1941), deutscher Politiker (CSU)
- Petr Kellner (* 1964), Unternehmer und reichster Mann Tschechiens
- Petr Benčík (* 1976), Radrennfahrer
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2013 (PDF; 543 KiB)
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