Điện Biên

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Điện Biên
Hauptstadt: Điện Biên Phủ
Region: Nordwesten
Fläche: 9.560 km²
Bevölkerung
Einwohner: 440.800 (2004)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw./km²
Regierung
Vors. d. Volksrates:
Vors. d. Volkskomitees:
Karte
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Điện Biên ( Anhören?/i) ist eine Provinz von Vietnam. Sie liegt im Nordwesten des Landes in der Region Nordwesten. Die Provinz entstand im Jahr 2004 aus einem Teil der Provinz Lai Châu. Hauptstadt der Provinz ist Điện Biên Phủ.

Geographie[Bearbeiten]

Schwarzer Fluss bei Mường Lay

Die Landschaft der Provinz ist überwiegend gebirgig. Die höchste Erhebung des Massivs im Zentrum von Điện Biên ist 2179 Meter hoch. Der Fluss Ma (Sông Mã) entspringt in dieser Provinz. Der Schwarze Fluss (Sông Đà) bildet die Grenze von Điện Biên zur Provinz Lai Châu. Außerdem grenzt Điện Biên an Sơn La, die laotischen Provinzen Phongsali und Luang Prabang sowie die chinesische Provinz Yunnan.

Geschichte[Bearbeiten]

Um die heutige Provinzhauptstadt Điện Biên Phủ bestand von Alters her das Fürstentum Muang Theng (oder Müang Thaeng) der Tai Dam („Schwarzen Tai“). Der Khun-Borom-Legende (einer Art Schöpfungsmythos der Tai-Völker) zufolge war Muang Theng die Ursprungsheimat der Tai, die sich später in mehrere Stämme aufteilten und dann Laos, Thailand, Gebiete in Ostbirma und im äußersten Süden Chinas besiedelten.

Muang Theng und mehrere andere Stammesfürstentümer (Müang/Mường), vorwiegend der Tai Dam und der Tai Dón („Weißen Tai“), schlossen sich zu der Konföderation Sipsong Chuthai (oder Sip Song Chau T(h)ai; übersetzt etwa „zwölf Fürstentümer der Tai“) zusammen. Deren Gebiete umfasste ungefähr die heutigen Provinzen Điện Biên, Lai Châu, Sơn La, die südwestlichen Teile von Lào Cai und Yên Bái.

Die Tai-Fürstentümer hatten lange Zeit weitestgehende Autonomie in inneren Angelegenheiten, mussten jedoch zeitweise Tribut an Oberherrscher in China, Vietnam, Lan Xang bzw. Luang Prabang (im heutigen Laos) und Siam (Thailand) entrichten, zu deren sich überschneidenden Einflusszonen (Mandala) sie gehörten. Trotz der stärkeren ethnischen und kulturellen Bindungen zu Laos wurde Sipsong Chuthai 1888 in das französische Protektorat Tonkin eingegliedert und somit Teil von Französisch-Indochina. Die Kolonialherren ließen die Tai-Stammesfürsten der Pays Taï jedoch auf ihren Thronen und erlaubten ihnen, eigene Angelegenheiten weitgehend selbstständig zu regeln.

Im Indochinakrieg (1946–54) war das Gebiet zwischen französischen Kolonialtruppen und den Việt Minh bzw. der Volksarmee der Demokratischen Volksrepublik Vietnam umkämpft. Letztere fügten den Franzosen in der für beide Seiten sehr verlustreichen Schlacht von Điện Biên Phủ 1954 eine entscheidende Niederlage zu. In der Folgezeit übersiedelten viele Angehörige der örtlichen Tai-Ethnien aus dem vom Krieg in Mitleidenschaft gezogenen Gebiet in die USA, nach Frankreich und Australien.

Die DVR Vietnam richtete 1955 in der überwiegend von ethnischen Minderheiten bewohnten Region das Autonome Nordwest-Gebiet ein. Dieses wurde 1975 jedoch in mehrere Provinzen aufgeteilt. Điện Biên gehörte anschließend bis 2004 zur Provinz Lai Châu, bevor es von dieser abgetrennt und als eigenständige Provinz eingerichtet wurde.

Distrikte[Bearbeiten]

Điện Biên gliedert sich in 6 Distrikte:

  • Điện Biên
  • Điện Biên Đông
  • Mường Chà (früher Mường Lay)
  • Mường Nhé
  • Tủa Chùa
  • Tuần Giáo

Điện Biên Phủ (Provinzhauptstadt) und Mường Lay sind eigene Gemeinden.