İbrahim Kaypakkaya

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

İbrahim Kaypakkaya (* 1949 in der Provinz Çorum, Türkei; † 18. Mai 1973 in Diyarbakır) war ein türkischer Revolutionär und Gründer der Kommunistischen Partei der Türkei/Marxisten-Leninisten.

Kaypakkaya wurde 1949 in der türkischen Provinz Çorum geboren und wuchs in ärmlichen und bäuerlichen Verhältnissen auf. Er absolvierte nach der Grundschule eine Lehrerausbildung in Zentralanatolien und nahm Mitte der 1960er Jahre ein Physik-Studium an der Istanbuler Universität auf. In dieser Zeit wurde er Mitglied der maoistischen Revolutionären Arbeiter- und Bauernpartei der Türkei („Türkiye İhtilalci İşçi Köylü Partisi“, TIIKP). Nach organisationsinternem Streit, bei dem er unterlag, gründete er die ebenfalls maoistisch, jedoch anti-kemalistisch und separatistisch ausgerichtete Kommunistische Partei der Türkei/Marxisten Leninisten (TKP/ML) und später auch deren bewaffneten Arm, die Arbeiter- und Bauernbefreiungsarmee der Türkei (TIKKO).

Im Januar 1973 wurden Kaypakkaya und seine Guerilla in der Gebirgsregion Tuncelis bei Gefechten mit der türkischen Armee aufgerieben. Mehrere seiner Genossen wurden getötet oder gefangengenommen. Er selbst wurde verletzt, konnte aber zunächst fliehen. Einige Tage später wurde er durch einen Hinweis eines Lehrers festgenommen. Kaypakkaya starb am 18. Mai 1973 noch vor einer Verurteilung. Seither ist er eine Ikone und Identifikationsfigur für die Anhänger der linken Bewegung.

Publikationen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Nihat Behram: Tödlicher Mai, Leben und Tod im türkischen Widerstand. Wuppertal 1989

Weblinks[Bearbeiten]