İlkay Gündoğan
| İlkay Gündoğan | ||
Gündoğan (2010) |
||
| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 24. Oktober 1990 | |
| Geburtsort | Gelsenkirchen, Deutschland | |
| Größe | 181 cm | |
| Position | Mittelfeld | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1993–1998 1998–1999 1999–2004 2004–2005 2005–2008 |
SV Gelsenkirchen-Hessler 06 FC Schalke 04 SV Gelsenkirchen-Hessler 06 SSV Buer VfL Bochum |
|
| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 2008–2009 2009–2011 2011– 2012 |
VfL Bochum II 1. FC Nürnberg Borussia Dortmund Borussia Dortmund II |
2 (1) 48 (6) 28 (3) 1 (0) |
| Nationalmannschaft2 | ||
| 2008 2008–2009 2009–2010 2010– 2011– |
Deutschland U-18 Deutschland U-19 Deutschland U-20 Deutschland U-21 Deutschland |
1 (0) 6 (0) 2 (0) 8 (1) 2 (0) |
| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. Stand: Saisonende 2011/12 2 Stand: 26. Mai 2012 |
||
İlkay Gündoğan (* 24. Oktober 1990 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Fußballspieler türkischer Abstammung, der seit der Saison 2011/12 für Borussia Dortmund spielt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Karriere
[Bearbeiten] Verein
Der Mittelfeldspieler stand in seiner Jugend für die Vereine SV Gelsenkirchen-Hessler 06, FC Schalke 04, SSV Buer und VfL Bochum auf dem Platz. Bei Bochum absolvierte er in der Saison 2008/09 zwei Spiele für die zweite Mannschaft in der Regionalliga West, wobei ihm gegen den BV Cloppenburg ein Tor gelang. Zur Winterpause wurde er vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg verpflichtet und unterschrieb einen Vertrag bis 2011.[1] Gündoğan kam bereits zur Rückrunde, obwohl zunächst erst ein Transfer für die neue Saison geplant war. Bereits am dritten Rückrundenspieltag saß er in Aachen auf der Bank,[2] zu seinem ersten Einsatz kam er allerdings erst am letzten Spieltag gegen den TSV 1860 München, als er in der 62. Minute für Javier Pinola eingewechselt wurde, der für die bevorstehenden Relegationsspiele geschont werden sollte.[3]
In der Saisonvorbereitung fiel Gündoğan besonders positiv auf. Daher kam er am 1. August 2009 im DFB-Pokal-Spiel bei Dynamo Dresden zu seinen Debüt in der Startelf des 1. FC Nürnberg und erzielte das Tor zum 0:3-Endstand.[4] Eine Woche später stand er gegen den FC Schalke 04 erneut in der Startelf und feierte damit sein Debüt in der Bundesliga. Insgesamt kam er in der Hinrunde auf sieben Einsätze, davon drei Mal über die volle Zeit. Am 6. Spieltag gelang ihm dabei gegen den FC Bayern München eine Torvorlage. Am 23. Spieltag erzielte er gegen den FC Bayern München den Ausgleich zum 1:1-Endstand, beim 2:1-Sieg bei Hertha BSC gab er die Vorlage zum Siegtreffer von Angelos Charisteas. Auch in den Relegationsspielen blieb Gündoğan einer der wichtigsten Spieler. Nach dem knappen 1:0-Hinspielsieg schien er auszufallen, was als schweres Handicap empfunden wurde.[5] Im Rückspiel konnte er dann aber doch spielen und hatte mit dem ersten Tor des Spiels entscheidenden Anteil am Klassernerhalt.[6]
In der Saison 2010/11 entwickelte sich der junge Deutschtürke zu einer zentralen Anspielstation im Mittelfeld und zum Vorzeigespieler der Nürnberger. Nach der Winterpause fehlte er allerdings längere Zeit verletzungsbedingt und fand danach, bedingt auch durch den Stress seiner Abiturprüfungen, bis Saisonende nicht mehr zu alter Form zurück. Trotzdem war das Interesse anderer Vereine an Gündoğan geweckt und der FCN konnte ihn nicht halten.
Zur Bundesliga-Saison 2011/12 wechselte Gündoğan zum deutschen Meister Borussia Dortmund und unterzeichnete dort einen Vertrag über vier Jahre.[7] Eine Million Euro der Transfersumme wurde aufgrund einer Transferklausel an den VfL Bochum gezahlt.[8] In der Hinrunde absolvierte Gündoğan für Borussia Dortmund die ersten neun Spiele von Beginn an. Dabei blieb Gündoğan hinter den Erwartungen zurück. Schließlich wurde Gündoğan vom Trainer aus der Startelf genommen und von Experten als Fehleinkauf eingestuft.[9] In der Rückrunde verbesserten sich seine Leistungen jedoch stetig, und er erzielte unter anderem das entscheidende Siegtor im Halbfinale des DFB-Pokals gegen die SpVgg Greuther Fürth. Sein Schuss ging in der 120. Minute an den Pfosten, prallte von dort aus auf den Rücken des eingewechselten Fürther Torwarts Jasmin Fejzic, um von dort ins Tor zu rollen. Am Ende der Saison 2011/12 wurde Gündoğan mit Borussia Dortmund zum ersten Mal in seiner Karriere Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger. Außerdem wurde er von Bundestrainer Löw in den deutschen Kader bei der Europameisterschaft 2012 berufen.
[Bearbeiten] Nationalmannschaft
Gündoğan ist mehrfacher deutscher Jugendnationalspieler. Am 4. August 2011 wurde er mit seiner Nominierung für das Freundschaftsspiel gegen Brasilien am 10. August 2011 in Stuttgart erstmals in die deutsche A-Nationalmannschaft berufen.[10] Am 8. Oktober 2011 wurde Gündoğan für das EM-Qualifikationsspiel Deutschlands gegen Belgien nachnominiert.[11] In diesem Spiel gab er am 11. Oktober 2011 sein A-Länderspieldebüt für Deutschland. Da es sich dabei zugleich um sein Pflichtspieldebüt handelte, ist Gündoğan nur noch für die DFB-Auswahl spielberechtigt.
[Bearbeiten] Spielweise
Das Kicker-Sportmagazin schrieb im Juli 2010 über die Spielweise Gündoğans: „Was also zeichnet den jungen, unvollendeten Fußballer aus? Eine feine Technik, die es ihm erlaubt, knifflige Situationen spielerisch zu lösen. Dank einer perfekten Ballbehandlung, dank seiner schnellen, wendigen Bewegungen. Dazu kommen ein guter Schuss, vornehmlich mit rechts, und Flexibilität: Gündoğan kann auf der Doppelsechs agieren, ebenso hinter den Spitzen. Dort fordert er den Ball, versteckt sich nie. Auch nicht an Tagen, an denen es nicht gut läuft. Weniger liegt ihm – wegen der fehlenden Schnelligkeit – die Außenbahn.“[12]
[Bearbeiten] Titel / Erfolge
[Bearbeiten] Vereinsmannschaften
- Deutscher Meister (1): 2012
- DFB-Pokal-Sieger (1): 2012
[Bearbeiten] Weblinks
- Profil auf der Website des 1. FC Nürnberg
- Profil auf der Website von Borussia Dortmund
- İlkay Gündoğan in der Datenbank von fussballdaten.de
- İlkay Gündoğan in der Datenbank von Weltfussball.de
- Profil auf transfermarkt.de
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ İlkay Gündoğan kommt sofort, 3. Februar 2009
- ↑ Abschied vom Tivoli: Nichts drin für den Club, 15. Februar 2009
- ↑ "Mit Euch pack mer's!", 24. Mai 2009
- ↑ 1. FCN: Ein 18-Jähriger verzaubert die Club-Fans, 3. August 2009
- ↑ Mit Rückenwind nach Augsburg, 13. Mai 2010
- ↑ Erste Liga: Nürnberg ist (weiter) dabei!, 16. Mai 2010
- ↑ Zorc bestätigt Einigung mit Gündoğan
- ↑ Millionen aus der Türkei und "Jollys" Sohn aus Island
- ↑ http://sport.msn.de/news/fussball/bundesliga/startseite/560390/27/slideshow_die-tops-und-flops-der-bundesliga-neuzugaenge.html
- ↑ Löw nominiert Neuling Gündoğan vom 4. August 2011 auf dfb.de
- ↑ Kroos und Gündoğan für Belgien-Spiel eingeladen vom 8. Oktober 2011 auf dfb.de
- ↑ http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/540217/artikel_Warum-Guendogan.html
Marvin Bakalorz | Lucas Barrios | Sven Bender | Jakub Błaszczykowski | Antônio da Silva | Johannes Focher | Mario Götze | Kevin Großkreutz | İlkay Gündoğan | Mats Hummels | Shinji Kagawa | Sebastian Kehl
| Julian Koch | Florian Kringe | Mitchell Langerak | Moritz Leitner | Robert Lewandowski | Chris Löwe | Patrick Owomoyela | Ivan Perišić | Łukasz Piszczek | Felipe Santana | Marcel Schmelzer | Neven Subotić | Roman Weidenfeller
Trainer: Jürgen Klopp
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gündoğan, İlkay |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 24. Oktober 1990 |
| GEBURTSORT | Gelsenkirchen, Deutschland |

