Ōkuma (Fukushima)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ōkuma-machi
大熊町
Ōkuma (Fukushima) (Japan)
Red pog.svg
Geographische Lage in Japan
Region: Tōhoku
Präfektur: Fukushima
Koordinaten: 37° 24′ N, 140° 59′ O37.404430555556140.98338888889Koordinaten: 37° 24′ 16″ N, 140° 59′ 0″ O
Basisdaten
Fläche: 78,70 km²
Einwohner: 10.951
(1. Februar 2014)
Bevölkerungsdichte: 139 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 07545-1
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Ōkuma
Baum: Momi-Tanne
Blume: Nashi
Vogel: Schwarzmilan
Rathaus
Adresse: Ōkuma Town Hall
634 Aza Ōno, Ōaza Shimonogami
Ōkuma-machi, Futaba-gun
Fukushima 979-1308
Webadresse: www.town.okuma.fukushima.jp
Lage Ōkumas in der Präfektur Fukushima
Lage Ōkumas in der Präfektur

Ōkuma (jap. 大熊町, -machi) ist eine Geisterstadt in Japan im Landkreis Futaba in der Präfektur Fukushima.

Geografie[Bearbeiten]

Ōkuma liegt an der Pazifikküste. Die Besiedlung konzentrierte sich hauptsächlich entlang des Flusses Kuma-gawa (熊川), mit dem Ortszentrum Ōno daran etwa knapp 5 km von der Küste entfernt und dem Ortsteil Kumamachi in der Nähe der Mündung.

Entlang des Nordteils der Küste befinden sich Industrieunternehmen, wobei das Gelände des Kernkraftwerks Fukushima-Daiichi dies mit einer Fläche von mehr als 1,5 km² dominiert.

Die westliche Hälfte des Gemeindegebietes gehört zum Abukuma-Hochland (阿武隈高地, Abukuma-kōchi) und war aufgrund seines bergigen Charakters kaum besiedelt und von Wäldern geprägt.

Umgeben ist Ōkuma von Futaba im Nordosten, Namie im Nordwesten, Tamura im Westen, Kawauchi im Südwesten und Tomioka im Südosten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde entstand am 1. November 1954 aus dem Zusammenschluss der beiden Dörfer Ōno (大野村, -mura) und Kumamachi (熊町村, -mura). Aus deren beiden Ortsnamen wurde auch jener der neuen Gemeinde gebildet.

Die Stadt wurde am 11. März 2011 vom Tōhoku-Erdbeben und dem davon ausgelösten Tsunami getroffen. Bis zum 20. Mai wurden 37 Tote und 7 Vermisste gezählt. Durch die davon ausgelöste Nuklearkatastrophe von Fukushima musste in deren Verlauf die Stadt vollkommen evakuiert werden und eine Umsiedlung der Bevölkerung und Stadtfunktionen nach Aizu-Wakamatsu im Westen der Präfektur wurde angegangen.[1][2]

Verkehr[Bearbeiten]

Wichtige Fernstraßen in der Gemeinde sind die Nationalstraße 6 nach Chūō in Tokio oder Sendai, sowie die Nationalstraße 288 nach Kōriyama oder Futaba.

Anbindung an das Schienennetz besteht über die JR Jōban-Linie nach dem Bahnhof Ueno in Tokio oder Toride. Einziger Bahnhof der Gemeinde ist Ōno.

Bildung[Bearbeiten]

In der Stadt befinden sich Grundschulen Ōno und Kumamachi, die Mittelschule Ōkuma und die präfekturale Futaba-Shōyō-Oberschule (双葉翔陽高等学校).

Aufgrund der Evakuierung im März 2011 nach Aizu-Wakamatsu soll dort im April 2011 eine Grund- und Mittelschule für die Kinder von Ōkuma eröffnet werden.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Schwesterstadt von Ōkuma ist seit März 1991 Bathurst im australischen Bundesstaat New South Wales.[3][4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ōkuma – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 東日本大震災 図説集. In: mainichi.jp. Mainichi Shimbun-sha, 20. Mai 2011, archiviert vom Original am 19. Juni 2011, abgerufen am 19. Juni 2011 (japanisch, Übersicht über gemeldete Tote, Vermisste und Evakuierte).
  2. Collective relocation of Fukushima residents. In: NHK World News. NHK, 26. März 2011, archiviert vom Original am 11. April 2011, abgerufen am 27. März 2011 (englisch).
  3. Vol.20 大熊町長 渡辺利綱さんインタビュー/リポート. In: The Voice. Ōkuma, archiviert vom Original am 10. März 2011, abgerufen am 3. April 2011 (japanisch).
  4. Sister City. Bathurst Regional Council, abgerufen am 3. April 2011 (englisch).