Œ
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Buchstabe Œ, Kleinbuchstabe œ, ist eine Ligatur aus O und E. Ursprünglich aus dem Mittellatein stammend, wird er heute im Französischen noch verwendet. Sein Lautwert entspricht dem des deutschen Umlauts Ö. In der Mittelhochdeutschen Orthographie stand er für ein langes [øː], während Ö oder Oͤ (O mit kleinem e darüber) für ein kurzes [œ] stand.
Typografisch gesehen wanderte das E nicht über das O und wurde wie beim Ö zu zwei diakritischen Punkten stilisiert, sondern verschmolz seitlich mit dem O (OE → Œ).
[Bearbeiten] Darstellung auf dem Computer
Im Zeichensatz ISO 8859-1 (Latin-1) ist es nicht enthalten, jedoch in ISO 8859-15 (Latin-9) an den Positionen BChex (Œ) und BDhex (œ) und in Windows-1252 (CP1252) an den Positionen 8Chex (Œ) und 9Chex (œ). Die Eingabe unter Windows erfolgt mittels Alt+0140 für Œ und Alt+0156 für œ.
Das DEC Multinational Character Set enthält das Œ an Codeposition D7hex und œ an Position F7hex. Im Unicode belegen sie die Codepositionen U+0152 (Œ) und U+0153 (œ).
In HTML kann man Œ mit Œ und œ mit œ kodieren.
In TeX und LaTeX wird das große Œ durch \OE und das kleine œ durch \oe dargestellt.
[Bearbeiten] Macintosh-Tastatur
In Mac OS X wird das Zeichen œ erzeugt, indem die Alt-Taste gedrückt gehalten wird, wenn man auf die ö-Taste drückt. Das Zeichen Œ erhält man, wenn man zusätzlich die Umschalttaste drückt. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Eingabe über die Zeichentabelle.
- Großbuchstabe Œ: Wahl oder Alt + Umschalttaste + Ö
- Kleinbuchstabe œ: Wahl oder Alt + ö
[Bearbeiten] Verwendung
- In der Mathematik wird die Ligatur Œ als Abkürzung des Ausdrucks »ohne Einschränkung« verwendet.
- Im Deutschen gibt es das Fremdwort Œuvre (von franz. Arbeit f, Lebenswerk m).

