Šahy

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Šahy
Wappen Karte
Wappen von Šahy
Šahy (Slowakei)
Šahy
Šahy
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Nitriansky kraj
Okres: Levice
Region: Pohronie
Fläche: 42,727 km²
Einwohner: 7.544 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 176,56 Einwohner je km²
Höhe: 136 m n.m.
Postleitzahl: 936 01
Telefonvorwahl: 0 36
Geographische Lage: 48° 4′ N, 18° 57′ O48.06916666666718.949166666667136Koordinaten: 48° 4′ 9″ N, 18° 56′ 57″ O
Kfz-Kennzeichen: LV
Kód obce: 502782
Struktur
Gemeindeart: Stadt
Gliederung Stadtgebiet: 3 Stadtteile
Verwaltung (Stand: Januar 2011)
Bürgermeister: Ján Lőwy
Adresse: Mestský úrad Šahy
Hlavné námestie 1
93601 Šahy
Webpräsenz: www.sahy.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Šahy (bis 1927 slowakisch „Ipolské Šiahy“ oder „Ipeľské Šahy“; deutsch sehr selten Eipelschlag, ungarisch Ipolyság – auch Ság) ist eine Stadt im Süden der Slowakei.

Geschichte[Bearbeiten]

Šahy wurde als Saag im Jahre 1237 in einer Urkunde von König Béla IV. von Ungarn zum ersten Mal erwähnt.[1] Beurkundungsanlass war die Stiftung eines Prämonstratenser-Klosters durch Martin von Hont-Pázmány. Im 14. Jahrhundert entwickelte sich Šahy zu einer Kleinstadt im Komitat Hont des Königreichs Ungarn.

Infolge des Ungarischen Bürgerkrieges fiel Šahy an das Osmanische Reich, zu dem die Stadt, damals Şefradi genannt, von 1541 bis 1595 und von 1605 bis 1685 gehörte. Šahy war von 1663 bis 1685 Verwaltungssitz eines Sandschak im Eyâlet Uyvar.

Im Großen Türkenkrieg eroberten die Österreicher 1685 die Stadt. Fortan, bis 1918, gehörte Šahy zur Habsburgermonarchie (ab 1804: Kaisertum Österreich, ab 1867: Österreich-Ungarn). Seit 1806 war Šahy die Hauptstadt des Komitates Hont im Königreich Ungarn der K.u.k. Monarchie.

Beim Zerfall der Doppelmonarchie 1918 fiel Šahy gemäß dem Vertrag von Trianon vom 4. Juni 1920 an die neu entstandene Tschechoslowakei. Im Ersten Wiener Schiedsspruch vom 2. November 1938 wurde Šahy Ungarn zugesprochen und Hauptort des Bezirks Ipolyság (ungar.: Ipolysági járás). 855 der 4.710 Einwohner im Jahre 1938 waren – zumeist ungarischsprachige – Juden. Fast alle wurden 1944 im Holocaust ermordet.[2]

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam Sahy 1945 wieder zur Tschechoslowakei. In den 1980er Jahren wuchs Šahy durch die Eingemeindung zweier Nachbarorte, die dadurch zu Stadtteilen wurden:

Infolge der Auflösung der Tschechoslowakei am 1. Januar 1993 gehört Šahy seither zur Slowakei.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ferdinand Daučík (1910–1986), Fußballspieler und Trainer, geboren in Ipolské Šiahy

Kultur[Bearbeiten]

Rathaus
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Šahy

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. György Fejér, Maurus Czinár (Mór Czinár): Index alphabeticus codicis diplomatici Hungariae. Herausgegeben im Auftrag der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Verlag von Gustav Emich, Pest 1866 S. 385f.
  2. S. Ascher, György Gartenzaum: Örökmécses: Šahy – Ipoolyság és Környéke. Nahariya 1994. S. 127–150 (Gedenkbuch der Gemeinde von Ipolyság, hebräisch und ungarisch; Übersetzung des ungarischen Titels: Ewiges Licht: Šahy – Ipolyság und Umgebung, Übersetzung des hebräischen Titels: Ewiges Licht zum Gedenken an die Juden von Ipolyság und Umgebung).

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Šahy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien