Šibenik

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Šibenik
Wappen von Šibenik
Šibenik (Kroatien)
Paris plan pointer b jms.svg
43.73389444444415.89550Koordinaten: 43° 44′ 2″ N, 15° 53′ 44″ O
Basisdaten
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Šibenik-Knin Šibenik-Knin
Höhe: m. i. J.
Einwohner: 46.332 (2011)
Telefonvorwahl: (+385) 022
Postleitzahl: 22 000
Kfz-Kennzeichen: ŠI
Bootskennzeichen: SB
Struktur und Verwaltung
(Stand: 2013, vgl.)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 43 Bezirke
Bürgermeister: Željko Burić (HDZ)
Koalitionspartner: HSP AS, HSS, HČSP
Postanschrift: Trg Pavla Šubića 2
22 000 Šibenik
Website:
Cathédrale-Saint-Jacques.jpg
Blick auf die Kathedrale und die Bucht
Blick über die Kathedrale und die Bucht in der die Stadt liegt
Die Kathedrale von vorne gesehen
Panorama der Stadt

Šibenik [ˈʃibɛnik] (deutsch veraltet Sibenning, italien. Sebenico) ist eine Stadt mit 46.332 Einwohnern (Volkszählung von 2011) an der Adriaküste im Süden Kroatiens. Sie befindet sich in der Gespanschaft Šibenik-Knin (kroatisch Šibensko-kninska županija) und ist Sitz der katholischen Diözese Šibenik.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stellen mit 94,62 % die Kroaten.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt unweit der Mündung des Flusses Krka in die Adria an einem natürlich geschützten Hafen, der durch einen 2,5 km langen, natürlichen kanalartigen Durchbruch ins Meer gelangt.

Geschichte[Bearbeiten]

Šibenik wurde im Jahr 1066 in einer Urkunde des Königs Petar Krešimir IV, der sich im befestigten Kastell St. Michael (heute St. Anna) aufhielt, erstmals erwähnt. Von 1116–1124 und von 1125–1133 stand Šibenik unter venezianischer Herrschaft. Der ungarisch-kroatische König Stephan III. Árpád verlieh der Stadt 1167 die Autonomie. Nach einer kürzeren Amtszeit des byzantinischen Herrscherhauses (bis 1180) wurde die Stadt abwechselnd von den ungarisch-kroatischen Königen, von Venedig, dem bosnischen König Stjepan Tvrtko und dem Herzog Hrvoje Vukčić Hrvatinić regiert.

Von 1412 bis 1797 stand Šibenik erneut unter venezianischer Herrschaft. Danach war Šibenik bis 1918, abgesehen von der Zeit der französischen Besetzung, mit dem übrigen Dalmatien Teil von Österreich-Ungarn.

Am 28. August 1895 wurde das erste Kraftwerk mit Wechselstrom in Skradinski buk, auf dem Fluss Krka, nach Plänen von Nikola Tesla in Betrieb genommen. Die Stadt Šibenik war damit eine der ersten Städte Kroatiens, die mit elektrischem Strom beleuchtet waren.

1914 war Šibenik als Garnison der k.k. Landwehr belegt mit dem II. Bataillon des k.k. Landwehr Infanterie-Regiments Nr. 23.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges wurde Šibenik von Italien besetzt, wurde jedoch durch den Grenzvertrag von Rapallo 1920 Teil des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen (später Jugoslawien).

Welterbe und Baudenkmäler[Bearbeiten]

Das wichtigste Bauwerk Šibeniks ist die Katedrala sv. Jakova, deren Dach aus einem Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten besteht. Die Kathedrale gehört zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Šibenik ist Partnerstadt des Kreises Herford in Nordrhein-Westfalen.

Kulturelle Ereignisse[Bearbeiten]

Seit 1958 wird in Šibenik das „Internationale Kinder Festival“ begangen. Das Festival unterstützt die künstlerische Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Seit 2011 wird in Šibenik jährlich im August auf einem ehemaligen Militärgelände das Terraneo Festival veranstaltet.[1]

Sport[Bearbeiten]

Der Verein NK Šibenik ist Teilnehmer an der 1. HNL, der höchsten Kroatischen Fußballliga. Die Wasserballer von VK Šibenik gehören seit der Unabhängigkeit zu den stärksten Teams des Landes und waren wiederholt Gastgeber internationaler Veranstaltungen. Die Sportart ist an der Adriaküste recht populär.

Der 1923 gegründete und erfolgreiche Ruderverein Krka hat hier seinen Sitz.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Šibenik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Terraneo Festival. Abgerufen am 11. August 2013.