Železná hůrka

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Železná hůrka
Eisenbuehl.jpg
Höhe 591 m
Lage Tschechien, Region Karlsbad
Geographische Lage 49° 59′ 30″ N, 12° 26′ 40″ O49.99152777777812.444388888889591Koordinaten: 49° 59′ 30″ N, 12° 26′ 40″ O
Železná hůrka (Tschechien)
Železná hůrka
Typ erloschener Schlackenkegel
Gestein Basalt
Letzte Eruption vor ca. 300.000 Jahren

Der Železná hůrka (deutsch Eisenbühl, 591 m) und der Komorní hůrka (Kammerbühl) sind die einzigen in prähistorischer Zeit aktiv gewesenen Vulkane in Tschechien.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Lage und Umgebung

Der Železná hůrka (deutsch: Eisenbühl) liegt unmittelbar an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen der tschechischen Ortschaft Mýtina (deutsch: Altalbenreuth) und der bayerischen Ortschaft Neualbenreuth.

[Bearbeiten] Geologie

Vulkanschlacke am Železná hůrka (Eisenbühl)

Der Železná hůrka ist der kleinste Vulkan in der durch Vulkanismus geprägten Landschaft von Westböhmen und der nördlichen Oberpfalz, dessen letzter Ausbruch auf vor ca. 300.000 Jahren datiert wird. Er ist kaum 20 Meter hoch, aber als vollständiger Vulkan erkennbar. Seine Ausbruchsmassen hat er kilometerweit nach Norden und Osten geschleudert. Sie bedeckten einen mehrere Quadratkilometer großen Landstrich und bildeten guten Acker- und Waldboden. Im Jahr 1823 hatte Johann Wolfgang von Goethe in Begleitung von Joseph Sebastian Grüner an dem erloschenen Vulkan großes Interesse und berichtete vom Vorkommen der Minerale der Granatgruppe, von Andalusiten und Brocken von Glimmerschiefer, die wie Eisen glänzten.[1] Eisen wurde zeitweilig in bescheidenem Umfang in Eisenhämmern zwischen Alt- und Neualbenreuth verarbeitet.

[Bearbeiten] Wege zum Gipfel

Zu erreichen ist der Železná hůrka am bequemsten von der bayerischen Seite aus. In unmittelbarer Nähe des Fußgänger-Grenzübergangs bei Neualbenreuth nach Tschechien zweigt links inmitten der Felder ein Fußweg ab. Der Železná hůrka gilt heute als tschechisches Naturdenkmal und das Mitnehmen von vulkanischem Gestein ist bei Strafe verboten.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Johannes Urzidil, Goethe in Böhmen, Berlin Darmstadt Wien, 1962, Textstellen bei Altalbenreuth, Dillenberg (Tillenberg) und Boden bei Neualbenreuth im Ortsregister Seite 529 bis 541
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