Žumberak-Gebirge

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Žumberačka Gora (kroat.), Gorjanci (slow.)/ Žumberak (deutsch: Sichelgebirge, Uskokengebirge)
Gebirgszug auf slowenischer Seite, Blick auf den Funkturm

Gebirgszug auf slowenischer Seite, Blick auf den Funkturm

Höchster Gipfel Trdinov vrh, Gorianc / Sveta Gera (Sichelberg, St. Geraberg) (1178 m)
Lage Jugovzhodna Slovenija/Spodnjeposavska, Slowenien / Karlovačka županija/Zagrebačka županija Kroatien
Teil der Dinariden
Žumberačka Gora (kroat.), Gorjanci (slow.)/ Žumberak (deutsch: Sichelgebirge, Uskokengebirge) (Dinariden)
Žumberačka Gora (kroat.), Gorjanci (slow.)/ Žumberak (deutsch: Sichelgebirge, Uskokengebirge)
Koordinaten 45° 47′ N, 15° 23′ O45.78333333333315.3833333333331178Koordinaten: 45° 47′ N, 15° 23′ O
Fläche 212 km²
Besonderheiten Höhenangabe unklar
p1

Der Žumberak (kroatisch ), auch Žumberačka Gora, slowenisch Gorjanci (deutsch Sichelberg oder Uskokengebirge) ist ein Gebirge, an der Grenze KroatienSlowenien, zwischen Novo mesto und Črnomelj im Westen und Zagreb im Osten.

Lage und Landschaft[Bearbeiten]

Der sanfte Mittelgebirgszug erstreckt sich Südwest–Nordost auf einer Fläche von ca. 212 km².

Der höchste Gipfel mit 1181 m oder 1178 m ist die Sveta Gera (kroat.) oder Trdinov vrh, Gorianc (slow., dt. Sichelberg, auch St. Geraberg)[1][2][3][4][5] Auf dem höchsten Gipfel steht ein 90 m hoher Funkturm des slowenischen Staatssenders Radio Televizija Slovenija und eine Station der slowenischen Funkamateure.
Der Gipfel ist verhältnismäßig stark bewaldet und somit ist die Aussicht für Wanderer eingeschränkt. Grundsätzlich kann man aber weit in die slowenischen Regionen Dolenjska und Bela krajina blicken bzw. nach Novo mesto, Metlika und Zagreb sehen.

Folgende Orte liegen am Fuße des Berges: Novo mesto, Metlika, Brežice in Slowenien und Samobor, Ozalj und Jastrebarsko in Kroatien.

Geschichte und Politik[Bearbeiten]

Interessanter Teil der Grenze im Žumberak

Bedingt durch diesen wichtigen geografischen Standortvorteil betrieb die Jugoslawischen Volksarmee (JNA) dort einen militärischen Beobachtungsposten. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde dieser von der Slowenischen Armee übernommen und blieb ein Zankapfel (vgl. Internationale Konflikte der Nachfolgestaaten Jugoslawiens).

Im Allgemeinen kann man das slowenisch-kroatische Verhältnis an diesem Abschnitt der gemeinsamen Grenze als gut nachbarschaftlich bezeichnen. Dies gilt besonders für die slowenische Region Bela krajina. Davon zeugen viele gemischtsprachige Ehen aber auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet. Beispielsweise gibt es auf slowenischer Seite einen Verein der Žumberaker und Freunde des Žumberak, d.h. einen Verein, der die kroatische Kultur des gemeinsamen Gorjanci-Gebirges pflegt.[7]

Naturschutz und Tourismus[Bearbeiten]

Auf der kroatischen Seite wurde 1999 der Naturpark Žumberak-Samoborsko gorje gegründet. Ähnliche Pläne bestehen in Slowenien. Das Gebiet besitzt viele Naturschätze wie beispielsweise Quellen (Minutnik, Gospodična, Jordan) und Bäche (Kobila, Pendirjevka, Klamfer, Sušica), einen in Europa wegen seiner Urwaldreste einzigartigen Buchenwald auf dem Trdinov vrh, Karst-Höhlen (auf slowenischer Seite Kostanjeviška jama, Studena jama, Levakova jama und Jama v Šutni, auf kroatischer Seite Jazovka), bzw. verschiedenste Pflanzen- und Tierarten. Deswegen dienen die Gorjanci als bedeutendes Naherholungsgebiet mit zahlreichen Wanderwegen insbesondere für den Raum Novo mesto und Metlika.

Wanderer besuchen auf slowenischer Seite gerne die Quelle Gospodična, der Heilkräfte dahingehend nachgesagt werden, dass man jünger werde, wenn man sich mit dem Wasser wäscht. Dies soll einer Sage von Janez Trdina nach einer Burgdame geschehen sein. Laut einem Bericht der Wochenzeitung Dolenjski list, in dem sowohl Untersuchungen des Gesundheitsamtes von Novo mesto als auch einer Schulklasse aus Novo mesto zitiert werden, ist das Wasser nicht für den menschlichen Verzehr geeignet. Das Wasser müsse vor dem Gebrauch desinfiziert werden. Eigentlich müsste eine entsprechende Warntafel an der Quelle angebracht werden. Die Wanderhütte bei der Quelle wird durch eine eigene Quelle versorgt. Dieses Wasser wird aber von Zeit zu Zeit desinfiziert.[8]

Kultur[Bearbeiten]

Es gibt sehr viele Sagen und Überlieferungen aus diesem Gebiet, in dem die slowenische Bevölkerung einträchtig mit den Nachfahren der Uskoken zusammenlebt. Diese Geschichten hat der slowenische Historiker und Schriftsteller Janez Trdina (1830–1905), gesammelt.

Referenz[Bearbeiten]

  1. Annalen des Naturhistorischen Museums in Wien, Naturhistorisches Museum (Österreich), Wien, 1898., Bd. 13., S. 21. (204., auf archive.org)
  2. Fritz Klute: Handbuch der geographischen Wissenschaft, Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion, Potsdam, 1931., Bd. 3., S. 186. „ (Gorianc 1184 m) “
  3. Rudolf trónörökös ő cs. és kir. Fensége, József főherczeg ő cs. és kir. Fensége, Fülöp Szász-Koburg-Gothai herczeg ő Fensége Az Osztrák-Magyar Monarchia Irásban és Képben, VI. Karinthia és Krajna, Teil Krajna tájképekben, Magyar Királyi Államnyomda Kiadása, Budapest, 1891 (online Kempelen Farkas Digitális Tankönyvtárat)
  4. Karst [2]. In: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 10., Leipzig, 1907., S. 680-681. „ … und in dem gegen das rechte Saveufer streichenden Uskokengebirge mit dem St. Geraberg (Gorianc) 1181 m erreichend. “
  5. Günther Ritter Beck von Mannagetta und Lerchenau: Flora von Südbosnien und der angrenzenden Hercegovina, 1890., S. 21.
  6. a b Karte der Jugoslawischen Volksarmee, Nr. 319-2-3, 1:25000 (Situationsbericht von 1984 bis 1986), avijacijabezgranica.com
  7. M. Bezek-Jakše, "Pri Žumberčanih ni šlo brez čustev" (deutsch: Bei den Verein der Žumberakern ging es nicht ohne Gefühle), Dolenjski list, Novo mesto, 20. Februar 2014, S. 8
  8. Irena Novak, "Izvir Gospodična-Za umivanje še, za pitje pa ne!" (deutsch: Die Quelle Gospodična-Für das Waschen noch geeignet, nicht aber zum Trinken!), Dolenjski list, 27. Februar 2014, S. 4

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Žumberak/Gorjanci – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien