Șomcuta Mare

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Șomcuta Mare
Großhorn
Nagysomkút
Wappen von Șomcuta Mare
Șomcuta Mare (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Sathmar
Kreis: Maramureș
Koordinaten: 47° 30′ N, 23° 28′ O47.49611111111123.474444444444220Koordinaten: 47° 29′ 46″ N, 23° 28′ 28″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 220 m
Fläche: 120,40 km²
Einwohner: 7.565 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km²
Postleitzahl: 437335
Telefonvorwahl: (+40) 02 62
Kfz-Kennzeichen: MM
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Stadt
Gliederung: 7 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Buciumi, Buteasa, Ciolt, Codru Butesii, Finteușu Mare, Hovrila, Vălenii Șomcutei
Bürgermeister: Florin Vasile Talpoș (PNL)
Postanschrift: Str. Republicii, nr. 7
loc. Șomcuta Mare, jud. Maramureș, RO–437335
Website:
Sonstiges
Stadtfest: Juni

Șomcuta Mare [ʃomˈkuta mare] (deutsch Großhorn, ungarisch Nagysomkút) ist eine Kleinstadt im Kreis Maramureș in Rumänien.

Lage[Bearbeiten]

Șomcuta Mare liegt in der Region Sathmar im Tal des Flusses Bârsău, eines rechten Nebenflusses des Someș. Die Kreishauptstadt Baia Mare befindet sich etwa 20 km nördlich.

Geschichte[Bearbeiten]

1358 wurde der Ort – der damals zum Königreich Ungarn gehörte – erstmals erwähnt. Er gehörte zunächst zur Herrschaft der Burg Kővár (rumänisch Chioar) in Berkeszpataka (rumänisch Berchezoaia). 1566 wurde die Herrschaft Kővár geteilt; Șomcuta Mare wurde Vorort einer Adelsherrschaft, zu der 14 Dörfer gehörten. Am Ende des 17. Jahrhunderts gelangte der Ort an Österreich-Ungarn. Die Bedeutung von Șomcuta Mare wuchs nach der Zerstörung der Burg Kővár 1718 infolge des Kuruzenkrieges. Bereits 1784 soll eine rumänische Schule gegründet worden sein. Ende des 19. Jahrhunderts durften Wochenmärkte abgehalten werden; es eröffneten einige Banken. Șomcuta Mare wurde Sitz eines Stuhlbezirkes im ungarischen Komitat Sathmar. Nach Ende des Ersten Weltkrieges kam der Ort an Rumänien; in bescheidenem Umfang siedelten sich Industriebetriebe an.[2]

2004 wurde Șomcuta Mare zur Stadt erklärt. Heute sind Land- und Forstwirtschaft sowie die Marmorverarbeitung die wichtigsten Wirtschaftszweige.

Bevölkerung[Bearbeiten]

1850 lebten auf dem Gebiet der heutigen Stadt 4.420 Menschen, davon 941 in Șomcuta Mare und 3.479 in den heute eingemeindeten Orten. 4.103 hiervon bezeichneten sich als Rumänen, 180 als Juden, 80 als Roma und 57 als Ungarn. Im Jahr 1920 betrug der Anteil der Juden etwa 13 %. 1977 wurde mit 8.502 die maximale Bevölkerungszahl festgestellt. Bei der Volkszählung 2002 wurden 7.708 Einwohner registriert, davon 3.693 in Șomcuta Mare und 4.015 in den eingemeindeten Dörfern. 6.810 waren Rumänen, 722 Roma und 167 Ungarn.[3]

Verkehr[Bearbeiten]

Șomcuta Mare hat heutzutage keinen Eisenbahnanschluss mehr. Die Schmalspurbahn Richtung Ardusat wurde zu Beginn der 1970er Jahre eingestellt.[4] Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Baia Mare.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Römisch-katholische Kirche (1896). Altarbild von Miklós Barabás.
  • Holzkirchen in den Ortsteilen Vălenii Șomcutei (17. Jahrhundert), Buteasa (1800) und Codru Butesii (19. Jahrhundert)
  • Park (Mitte des 19. Jahrhunderts)
  • Naturreservat Pădurea Fersig
  • Höhle bei Vălenii Șomcutei

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Șomcuta Mare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. Website der Stadt, abgerufen am 23. Februar 2009
  3. Volkszählung 2002, abgerufen am 23. Februar 2009 (PDF; 666 kB)
  4. Eisenbahnforum Railnet.ro