(87) Sylvia

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Asteroid
(87) Sylvia
(87) Sylvia
Asteroid Sylvia mit zwei Monden (ESO/VLT)
Eigenschaften des Orbits (Animation)
Orbittyp Hauptgürtelasteroid, Cybele-Familie
Asteroidenfamilie Sylvia-Familie
Große Halbachse 3,486 AE
Exzentrizität 0,082
Perihel – Aphel 3,202 AE – 3,77 AE
Neigung der Bahnebene 10,9°
Länge des aufsteigenden Knotens 73,3°
Argument der Periapsis 266°
Siderische Umlaufzeit 6 a 186 d
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 15,9 km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 261 km
Masse 1,48 · 1019 kg
Albedo 0,04
Mittlere Dichte 1,2 g/cm³
Rotationsperiode 5 h 11 min
Absolute Helligkeit 6,9 mag
Spektralklasse P
Geschichte
Entdecker N. R. Pogson
Datum der Entdeckung 16. Mai 1866
Andere Bezeichnung A909 GA
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(87) Sylvia ist ein Asteroid, der sich im äußeren Bereich des Asteroiden-Hauptgürtels bewegt. Entdeckt wurde der Himmelskörper am 16. Mai 1866 von Norman Robert Pogson am Observatorium von Madras in Indien.

Der Asteroid wurde nach Rhea Silvia benannt, der Mutter von Romulus und Remus in der römischen Mythologie.

Sylvia bewegt sich zwischen 3,2 AE (Perihel) und 3,8 AE (Aphel) in rund 6,5 Jahren um die Sonne. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,08, die Bahn ist um ca. 11° gegen die Ekliptik geneigt.

Mit einem mittleren Durchmesser von 260 km ist er das achtgrößte Objekt des Hauptgürtels. In rund fünf Stunden und elf Minuten rotiert er um die eigene Achse. Er besitzt eine dunkle Oberfläche mit einer Albedo von circa vier Prozent.

Am 23. Februar 2001 entdeckte man am Keck-Observatorium mit Hilfe von adaptiver Optik einen Begleiter bei Sylvia. Durch weitere Beobachtungen mit dem Very Large Telescope im Jahr 2004 konnte noch ein weiterer Begleiter gefunden werden: Sylvia ist somit der erste bekannte Asteroid mit zwei Monden. Der erste, Romulus, hat einen Durchmesser von 18 km und umkreist Sylvia in einem Abstand von 1.356 km in 3,65 Tagen. Der zweite, Remus, ist nur 7 km groß und bewegt sich im Abstand von 710 km in 33 Stunden um den Asteroiden. Beide Objekte umkreisen den Asteroiden auf quasi kreisförmigen (Exzentrizität = 0,001 bzw. 0,016) und annähernd äquatorialen (Bahnneigung ≈ 1°) Bahnen. Als passende Namen für die beiden Trabanten wurden die Namen Romulus und Remus von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) festgelegt.

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