(What’s the Story) Morning Glory?

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(What’s the Story) Morning Glory?
Studioalbum von Oasis
Veröffentlichung 1995
Aufnahme März 1995, Mai–Juni 1995
Label Creation Records
Format CD, Vinyl, Kassette
Genre Britpop
Anzahl der Titel 12 (Vinyl: 13)
Laufzeit 50:08

Besetzung

Produktion Owen Morris, Noel Gallagher
Studio Rockfield Studios, Monmouth, Wales
Chronologie
Definitely Maybe (What’s the Story) Morning Glory? Be Here Now
Singleauskopplungen
30. April 1995 Some Might Say
14. August 1995 Roll with It
15. September 1995 Morning Glory
30. Oktober 1995 Wonderwall
19. Februar 1996 Don’t Look Back in Anger
13. Mai 1996 Champagne Supernova

(What’s the Story) Morning Glory? ist das zweite Album der britischen Musikgruppe Oasis und wurde am 29. September 1995 veröffentlicht. Die Band übertraf den Erfolg ihres Debütalbums bei weitem, insbesondere mit den Singles Wonderwall und Don’t Look Back in Anger konnte sie weltweit Erfolge verbuchen.

Erfolg[Bearbeiten]

In Großbritannien wurde das Album zum schnellstverkauften seit Michael Jacksons Bad.[1] In den USA ist es bis heute rund 5 Millionen mal verkauft worden, in Großbritannien ebenfalls knapp 5 Millionen mal; dort ist es das vierterfolgreichste Album der britischen Musikgeschichte.[2] Insgesamt wurde das Album bis zum heutigen Tage 22 Millionen mal verkauft.[3][4]

Das Album erhielt bei den BRIT Awards 2010 die Auszeichnung BRITs Album of 30 Years.[5]

Das Album[Bearbeiten]

Produktion[Bearbeiten]

Noch vor den Aufnahmen des Albums verließ der Schlagzeuger Tony McCaroll die Band und wurde durch Alan White ersetzt.[6]

Titelliste[Bearbeiten]

# Titel Länge
1. Hello 3:21
2. Roll with It 3:59
3. Wonderwall 4:18
4. Don’t Look Back in Anger 4:48
5. Hey Now! 5:41
6. Untitled 0:44
7. Some Might Say 5:29
8. Cast No Shadow 4:51
9. She’s Electric 3:40
10. Morning Glory 5:03
11. Untitled 0:39
12. Champagne Supernova 7:27
13. Bonehead’s Bank Holiday (Bonus Track der Vinyl Edition) 3:47

Anmerkungen zu einzelnen Liedern[Bearbeiten]

Hello[Bearbeiten]

Hello beginnt mit demselben Gitarrenriff wie Wonderwall. Die Aufnahme ist anfangs relativ leise und wird von vielen Hörern daher kaum wahrgenommen.[7] Die Textzeile „It’s good to be back“, die aus dem Song Hello, Hello, I’m Back Again von Gary Glitter übernommen ist,[8] wird in der Albumversion als Gitarrenriff gegen Ende des Songs angespielt und von leisem effektvollem Gesang unterstützt, bei Live-Auftritten tritt diese Textzeile jedoch meist in Form von Gesang in den Vordergrund.

Wonderwall[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wonderwall (Lied)

Der Song wurde nach ursprünglicher Deutung von Noel Gallagher für seine damalige Freundin Meg Matthews geschrieben.[9] Nach ihrer Trennung bestritt Noel einen Zusammenhang und verwies auf die Medien, die das Stück falsch interpretiert hätten.[10] Der Titel Wonderwall stammt von dem 1968 erschienenen gleichnamigen Album George Harrisons, das wiederum der Soundtrack zum eher unbekannten Film Wonderwall ist.[11]

Von Fans der Band und Musikkritikern wird, im Zusammenhang mit Wonderwall immer wieder vom perfekten Rocksong bzw. dem besten britischen Song aller Zeiten gesprochen.[12] Das Video zu Wonderwall von Nigel Dick erhielt 1996 den BRIT Award als Best British Video.[13]

Bereits sieben Wochen nach der Veröffentlichung landete eine Easy Listening-Coverversion von Mike Flowers Pops auf Platz 2 der britischen Charts.[14] Im Jahr 2002 wurde Wonderwall von Ryan Adams gecovert, welcher dafür für den Grammy Award for Best Solo Rock Vocal Performance nominiert wurde.[15] Die Version von Ryan Adams gelangte durch die amerikanische Serie O.C. California zu großer Bekanntheit, da er für eine Schlüsselstelle der 1. Staffel verwendet wurde.[16] Noel Gallagher gefiel diese Coverversion so gut, dass er sie auf mehreren Live-Konzerten spielte.[17] Weitere Interpretationen des Songs finden sich auf Paul Ankas Album Rock Swings aus dem Jahr 2005[18] sowie bei Radiohead,[7] Cat Power[19] und den Beastie Boys.[20]

Don’t Look Back in Anger[Bearbeiten]

Hauptartikel: Don’t Look Back in Anger

Das Klavierintro ist John Lennons Hit Imagine entnommen. Der Text thematisiert die Schwierigkeiten, Beziehung und Tourleben zu vereinbaren, kombiniert mit schlechten Erinnerungen aus Noels und Liams Kindheit.

„Stand up beside the fireplace
Take that look from off your face“

Peggy Gallagher forderte ihren Sohn Noel damit auf, wenigstens auf dem Foto ein glückliches Gesicht zu machen.

Die Textpassage

„So I start a revolution from my bed
cos you said the brains I have went to my head“

stammt nach Aussage von Noel aus Aufzeichnungen, die John Lennon auf einer Kassette aufgenommen hatte.

Don’t Look Back in Anger ist das erste Oasis-Stück, das von Noel Gallagher sowohl geschrieben, als auch gesungen wurde.[21]

Weitere Mitwirkende[Bearbeiten]

  • Brian Cannon – Art Direction, Design, Cover Design
  • Matthew Sankey – Design
  • Michael Spencer Jones – Abbildungen

Singles[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
(What’s the Story) Morning Glory?
  DE 3 23.10.1995 (60 Wo.) [22]
  AT 3 29.10.1995 (30 Wo.) [23]
  CH 1 22.10.1995 (37 Wo.) [24]
  UK 1 14.10.1995 (170 Wo.) [25]
  US 4 21.10.1995 (76 Wo.) [26]
Singles
Some Might Say
  UK 1 06.05.1995 (27 Wo.) [27]
Roll with It
  UK 2 26.08.1995 (18 Wo.) [28]
Wonderwall
  DE 17 11.12.1995 (23 Wo.) [29]
  AT 6 25.02.1996 (10 Wo.) [30]
  CH 17 04.02.1996 (15 Wo.) [31]
  UK 2 11.11.1995 (37 Wo.) [32]
  US 8 27.01.1996 (20 Wo.) [33]
Don’t Look Back in Anger
  DE 57 25.03.1996 (19 Wo.) [34]
  CH 27 07.04.1996 (9 Wo.) [35]
  UK 1 02.03.1996 (24 Wo.) [36]
[27]

[28] [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36] [22] [23] [24] [25]

[26]

Some Might Say

  • Veröffentlichung: 24. April 1995
  • Verfasser: Noel Gallagher
  • Produzenten: Oasis & Owen Morris

Roll with It

  • Veröffentlichung: 14. August 1995
  • Verfasser: Noel Gallagher
  • Produzenten: Oasis & Owen Morris

Wonderwall

  • Veröffentlichung: 30. Oktober 1995
  • Verfasser: Noel Gallagher
  • Produzenten: Noel Gallagher & Owen Morris

Don’t Look Back in Anger

  • Veröffentlichung: 19. Februar 1996
  • Verfasser: Noel Gallagher
  • Produzenten: Noel Gallagher & Owen Morris

Weblinks[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

  1. Biografie von Oasis. Auf: thebiographychannel.co.uk (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  2. Keith Caulfield: Adele’s '21’ Passes Michael Jackson’s 'Thriller’ on UK’s All-Time Best Selling Albums List. Auf: billboard.biz (Englisch), 3. Mai 2012. Abgerufen am 21. Mai 2012
  3. Simon Hattenstone: Who wants to be a drug addict at 41? Auf: guardian.co.uk (Englisch), 6. Dezember 2008. Abgerufen am 21. Mai 2012
  4. Nick Pisa: Brit Pope: Oasis named in Vatican’s top ten albums. Auf: dailymail.co.uk, 14. Februar 2010. Abgerufen am 21. Mai 2012
  5. BRITs Album of 30 Years. Auf: bbc.co.uk (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  6. Christian Kruschel: Retrospektiven: Oasis – The Sony Years. Auf: cdstarts.de, 24. Januar 2005. Abgerufen am 21. Mai 2012
  7. a b Informationen zu Wonderwall. Auf: songfacts.com (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  8. Gary Glitter auf bbc.co.uk (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  9. John Harris: Britpop!: Cool Britannia And The Spectacular Demise Of English Rock. Da Capo Press, Cambridge 2004, ISBN 0-306-81367-X, S. 226.
  10. Noel: Wonderwall ’not about Meg’. Auf: bbc.co.uk, 17. Oktober 2002. Abgerufen am 21. Mai 2012
  11. Wonderwall auf georgeharrison.com (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  12. MTV News: Der beste Song aller Zeiten… (Version vom 30. September 2007 im Internet Archive)
  13. Brit Awards 1996. Auf: brits.co.uk (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  14. The Mike Flowers Pops in den britischen Charts
  15. Grammy Awards 2005. Auf: rockonthenet.com (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  16. Ryan Adams auf musikexpress.de. Abgerufen am 21. Mai 2012
  17. Rebecca Schiller: From Ryan Adams To Radiohead, The 10 Best Oasis Cover Versions. Auf: nme.com (Englisch), 23. Dezember 2009. Abgerufen am 21. Mai 2012
  18. Rock Swings auf allmusic.com (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  19. The Tourists, L’Augmentation and Cat Power. Auf: bbc.co.uk (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  20. Eliot Van Buskirk: Opentape: 17 Covers of Oasis’ ‘Wonderwall’. Auf: wired.com (Englisch), 29. August 2008. Abgerufen am 21. Mai 2012
  21. Don’t Look Back in Anger auf: songfacts.com (Englisch). Abgerufen am 21. Mai 2012
  22. a b (What’s the Story) Morning Glory? (Album) auf musicline.de
  23. a b (What’s the Story) Morning Glory? (Album) in den österreichischen Charts
  24. a b (What’s the Story) Morning Glory? (Album) in der Schweizer Hitparade
  25. a b (What’s the Story) Morning Glory? (Album) in den UK-Charts
  26. a b (What’s the Story) Morning Glory? (Album) in den US-Charts
  27. a b Some Might Say (Single) in den UK-Charts
  28. a b Roll with It (Single) in den UK-Charts
  29. a b Wonderwall (Single) in den deutschen Charts
  30. a b Wonderwall (Single) in den österreichischen Charts
  31. a b Wonderwall (Single) in der Schweizer Hitparade
  32. a b Wonderwall (Single) in den UK-Charts
  33. a b Wonderwall (Single) in den US-Charts
  34. a b Don’t Look Back in Anger (Single) in den deutschen Charts
  35. a b Don’t Look Back in Anger (Single) in der Schweizer Hitparade
  36. a b Don’t Look Back in Anger (Single) in den UK-Charts